Cuxland

Aufspülung im Sommer: Sandstedt bekommt einen neuen Strand

Ganz viel Sand für Sandstedt: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee (WSA WJN) will im August den Strand des Weserortes aufspülen. Gemeinde und Campingplatzbetreiber freuen sich über die gute Nachricht - trotz des Zeitpunkts.

Das WSA will  an der Weser mit einem Saubagger Sand aufspülen: Die Arbeiten sollen dem Ufer- und dem Hochwasserschutz dienen. 

Das WSA will an der Weser mit einem Saugbagger Sand aufspülen: Die Arbeiten sollen dem Ufer- und dem Hochwasserschutz dienen.

Foto: Tobias Mittmann (Archiv)

Gute Nachrichten für die Weserortschaft Sandstedt: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee (WSA WJN) will im August den Strand aufspülen. Marcus Grünwald vom WSA kann das bestätigen: „Sofern nicht irgendetwas völlig Unvorhergesehenes eintreten wird, ist die Ufervorspülung vorgesehen.“ Demnach sollen die Arbeiten vom 1. bis zum 31. August stattfinden. „Geplant ist es, eine Menge von ungefähr 60.000 Kubikmeter Sand aufzuspülen“, erklärt Günwald weiter. Nach NZ-Berechnungen sind das rund 400.000 gefüllte Sandkisten Sand.

Der Sandstedter Campingplatz bietet viel Natur und einen Sandstrand vor der Haustür. Mit diesen Vorteilen wollen die Betreiber  noch gezielter werben.

Der Sandstedter Campingplatz bietet viel Natur und einen Sandstrand vor der Haustür. Mit diesen Vorteilen wollen die Betreiber noch gezielter werben.

Foto: Archiv

Im Vordergrund stehen die Uferertüchtigung und der Hochwasserschutz

„Insgesamt möchte ich aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass die touristische Komponente dieser Maßnahme für das WSA WJN nur ein Nebenprodukt darstellt“, so Grünwald. Der Grund der Maßnahme sei einzig und allein der Uferschutz in diesem Bereich, der in direktem Zusammenhang mit der Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt stehe. Den Sandstedtern dürfte das egal sein. Sie hoffen schon seit Jahren auf eine Strandaufspülung.

Andreas Wittenberg, Bürgermeister der Gemeinde Hagen im Bremischen

Andreas Wittenberg, Bürgermeister der Gemeinde Hagen im Bremischen

Foto: Mark Schröder

„Wir haben eine offizielle Info erhalten und sind froh, dass es passiert. Es ist schön, dass es endlich umgesetzt wird“, erklärt Andreas Wittenberg, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Hagen, zu der Sandstedt gehört. Für ihn stehe natürlich der Schutz vor Sturmfluten auch im Vordergrund, den touristischen Nebeneffekt nehme man aber gerne mit. „Insgesamt ist die Entwicklung in Sandstedt erfreulich.“ Zum Beispiel sei ja auch das Badeverbot in der Weser dort wieder aufgehoben worden. Zudem seien mit den neuen Betreibern die Campingplätze in Sandstedt und Rechtenfleth im Aufschwung.

Der neue Strand kommt auch den Campern zugute

Die Betreiber dieser Campingplätze, Britta Krause-Fahrland und Hartmut Fahrland, sind ebenfalls begeistert von der Nachricht, dass Sandstedt einen neuen Strand bekommt. „Das ist mega“, sagt Geschäftsführerin Britta Krause-Fahrland. Die Campingplätze sollen am 1. April öffnen.

Im Winter haben sie zusammen mit den Mitarbeitern richtig „durchgeklotzt“, um die Plätze fit für die Saison zu machen. Jetzt freuen sie sich auf eine Reihe von touristischen Höhepunkten. Beginnen wird der Reigen mit dem wieder aufgelegten Hafenfest am 18. Mai, dann findet Pfingsten das Nordsee-Turnier der Weser-Ems-Hopper an, inzwischen eines der größten Hundesportturniere in Deutschland. Ende August ist dann erstmals der „Sandstedter Sommer“ mit den Ballermann-Stars terminiert.

Der Sandstedter Strand bietet den Besuchern viele idyllische Fotomotive.

Der Sandstedter Strand bietet den Besuchern viele idyllische Fotomotive.

Foto: Gehrke

Dass das WSA ausgerechnet im August, dem Haupturlaubsmonat, tätig wird, scheint in Sandstedt keinen zu stören. Ortsvorsteher Falko Wahls-Seedorff (CDU) findet es gar nicht schlecht, dass es für die Urlauber etwas zu gucken gibt, wenn das Spülschiff und die Raupe arbeiten. So war es auch, als Saugbagger „Ijsseldelta“ 2017 der Weserinsel Harriersand zu einem „neuen“ Strand verhalf und die Arbeit zahlreiche Medien und Schaulustige anlockte.

Jens Gehrke

Reporter

Jens Gehrke wurde in Bremerhaven geboren und ist seit 2011 im Verlag. Der Reporter, Jahrgang 1984,  fühlt sich im Cuxland genauso zu Hause wie in der Seestadt. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik-Berichterstattung. Privat interessiert ihn vor allem der Sport.

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