Bremerhaven

Auch Podcast für Geocacher thematisiert jetzt den Leichenfund

Im Raum Bremerhaven bewegt viele Menschen das Schicksal der Frau, deren Leiche nahe der Geeste gefunden worden ist. Auch in der Szene der Geocacher zieht das Verbrechen jetzt Kreise. Wir erklären, warum.

Unter dem Kapitel "Todsünde 4" hat der Geocacher-Podcast "Cachefrequenz" über den Leichenfund in Bremerhaven und einen Text von uns darüber berichtet.

Unter dem Kapitel "Todsünde 4" hat der Geocacher-Podcast "Cachefrequenz" über den Leichenfund in Bremerhaven und einen Text von uns darüber berichtet.

Foto: Screenshot Podcast Cachefrequenz

Auch bei Geocachern bundesweit wird jetzt über den Leichenfund in Bremerhaven gesprochen. Grund: Der bei Geocachern bekannte Spezial-Podcast Cachefrequenz.de hat über den Fall berichtet. (Sie finden das in Kapitel 5.)

Podcast-Chef Björn Lorentz (Peine) tauscht sich in Folge 308 des Podcasts mit seinem Gesprächspartner Dirk über den Fall und die Berichterstattung von nordsee-zeitung.de über einen makabren Zufall im Zusammenhang mit diesem Verbrechen aus.

"Todsünde" am Leichenfundort

Wie berichtet, war am 5. September unweit der Geeste-Brücke an der Ausfallstraße zur Autobahn die Leiche einer Frau gefunden worden. Rasch wurde bekannt, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden war.

Nach der Sicherung der Spuren am Fundort entdeckten Reporter der NORDSEE-ZEITUNG am Fundort einen scheinbaren Nistkasten, der in Wahrheit einen Geocache enthielt – also das Ziel eines digitalen Suchspiels.

Makabrer Zufall: Dieser Geocache trug den Namen „Sieben.4 - IRA". Ira steht im Lateinischen für Zorn – und er war die vierte Station einer Reihe von sieben Geocaches in Bremerhaven, die allesamt die Namen von Todsünden hatten.

Fand ein Geocacher die Leiche?

Die NORDSEE-ZEITUNG hatte deshalb die Frage gestellt: „Fand ein Geocacher auf der Suche nach ‚Todsünde 4‘ die Leiche?“ Bislang hat die Polizei nicht mitgeteilt, wie die Leiche in diesem kaum besuchten Gelände zwischen Grimsbystraße und Geeste gefunden worden ist.

Cachefrequenz.de thematisiert das jetzt überregional – auch vor dem Hintergrund, dass Geocacher über das öffentliche Berichten oder gar das Zeigen von Caches durch Medien alles andere als glücklich sind. Es gilt als verpönt, den Standort eines Caches zu verraten oder sein Versteck zu zeigen.

Erst pausiert, dann stillgelegt

Der Einrichter des Geocaches am Leichenfundort hatte ihn am Tag der Spurensicherung deaktiviert. "Kurze Wartungspause!“ hieß es damals. Zwischenzeitlich hat der „Owner“ ihn archiviert (also stillgelegt) – weil wir den Nistkasten im Video gezeigt hatten.

Wir entschuldigen uns bei dem Owner und der Geocache-Szene dafür. Wir wollten den Geocache nicht verraten und dadurch entwerten. Den genauen Ort hatten wir bewusst nicht angegeben, und auch den Owner nicht genannt.

Christian Lindner

Chefreporter Digital

Christian Lindner stammt aus Schleswig-Holstein. Den Beruf des Redakteurs gelernt hat er im Rheinland. Er hat viel im Lokalen gearbeitet, und für alles Digitale hat er ein Faible. Journalismus bedeutet für ihn: Daran mitwirken, dass Gutes gut bleibt und Schlechtes besser wird.

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