•Bei seinem Auftritt in der ÖVB-Arena Bremen hat DJ Bobo sichtlich Spaß. Mit seiner Show „Kaleidoluna“ verbreitet er, sehr zur Freude der „NZ+Ich“-Teilnehmer, gute Laune.
•Bei seinem Auftritt in der ÖVB-Arena Bremen hat DJ Bobo sichtlich Spaß. Mit seiner Show „Kaleidoluna“ verbreitet er, sehr zur Freude der „NZ+Ich“-Teilnehmer, gute Laune. | Foto: Brocks

„Wir sind wie eine große Familie“

Bremen. Drei Stunden vor Beginn der „DJ Bobo“-Show in der ÖVB-Arena in Bremen ist auf der Bühne schon viel los: Die Tänzer machen sich warm und üben mit der Choreografin noch einmal besonders schwierige Figuren. Ein Techniker sucht die perfekte Einstellung für die Klimaanlage, damit der bewegliche Bühnenhintergrund durch den Luftzug nicht zu stark wackelt. Und René Baumann alias DJ Bobo, stimmt, noch im schwarzen Trainingsanzug, gemeinsam mit seinen Sängern testweise ein paar seiner Songs an. Dass alles konnten acht Leser der NORDSEE-ZEITUNG bei einer „NZ+Ich“-Aktion hautnah miterleben.

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„Bereits im Januar 2017, noch bevor die vergangene Tour gestartet war, haben wir mit den Planungen für ,Kaleidoluna‘ begonnen“, sagt Luca Giuriato aus dem DJ-Bobo-Team, der die NZ-Leser nach dem Soundcheck hinter die Kulissen begleitet. „Kaleidoluna“ ist eine Show mit aufwendiger Technik: So sind auf einer riesigen LED-Wand immer wieder Projektionen zu sehen, die die dreh- und klappbare Bühne mal in ein Raumschiff, mal in eine Villa verwandeln. „Wir sind jetzt viel flexibler als früher, da so unglaubliche Effekte möglich sind“, schwärmt Giuriato. Auch vieles andere sei im Laufe der Jahre deutlich einfacher geworden: „Früher sind unsere Techniker immer noch auf Strickleitern bis ganz nach oben geklettert, um die Beleuchtung zu bedienen.“ Inzwischen wird jede einzelne Lampe von einem Pult hinter der Bühne gesteuert – genau wie Feuereffekte und Konfetti. „Ohne den Pyrotechniker geht bei einer DJ-Bobo-Show nichts“, sagt Giuriato und schmunzelt.

Zwölf Sattelschlepper werden gebraucht, um alles von Stadt zu Stadt zu transportieren. In ihnen verstaut sind Traversen, Beleuchtungs-, Ton- und Pyrotechnik und Kostüme. „Der Abbau dauert in der Regel dreieinhalb Stunden“, sagt Giuriato. Etwa 60 Helfer packen mit an, damit am nächsten Morgen um 7 Uhr in der nächsten Stadt dann wieder alles aufgebaut werden kann. „Ich habe ja immer gemutmaßt, dass es alle Bühnenteile in zweifacher Ausfertigung gibt, um den schnellen Ortswechsel zu ermöglichen“, sagt NZ-Leser Christan Ferber, der von der Logistik beeindruckt ist.

Kostümwechsel in Sekunden „Kopf einziehen!“, heißt es, als die NZ-Abonnenten sich die dreistöckige Bühne von unten ansehen dürfen. Hier lagern neben allerlei technischem Equipment auch die Kostüme, für die Bobos Ehefrau Nancy Baumann zuständig ist. „Teilweise bleiben nur ein bis zwei Minuten für den Kostümwechsel, manchmal auch nur wenige Sekunden“, sagt Giuriato.

•Einmal wie ein großer Künstler fühlen können sich acht NZ-Abonnenten vor dem Konzert. Luca Giuriato (rechts) aus dem DJ-Bobo-Team führt die „NZ+Ich“-Teilnehmer auch auf die Bühne.
•Einmal wie ein großer Künstler fühlen können sich acht NZ-Abonnenten vor dem Konzert. Luca Giuriato (rechts) aus dem DJ-Bobo-Team führt die „NZ+Ich“-Teilnehmer auch auf die Bühne. | Foto: Brocks

„Ich gehe davon aus, dass alle tanzen und singen können“, scherzt der DJ-Bobo-Mitarbeiter und lüftet den Vorhang zur Bühne. Für kurze Zeit stehen nun auch die NZ-Leser im Rampenlicht. „Von hier wirkt alles viel größer“, staunt Bennett Ferber nach einem Blick in den Zuschauerraum. „Jetzt kann ich mir vorstellen, wie sich die Künstler fühlen“, sagt der Zwölfjährige, der die Führung „total cool“ findet.

Die Tänzer und Sänger kämen „aus allen Ecken der Welt“, sagt Giuriato. Bühnensprache sei Englisch: „Aber wenn es um die Sprache der Musik geht, verstehen sich alle auch ohne Worte.“ Der Großteil der Crew sei seit Jahren dabei: „Wir sind wie eine große Familie“ – anders sei eine solche Tour auch nicht zu machen. „Was an so einer Produktion dranhängt, ist schon beeindruckend“, sagt NZ-Leserin Svenja Kaschewski (42). „Als Kind der Neunziger habe ich früher viel DJ Bobo gehört“, sagt Christina Hinrichs. Die 38-Jährige freut sich über „spannende Einblicke, die man als normaler Zuschauer so nicht bekommt“. „Ich fand es toll, wie lässig DJ Bobo beim Soundcheck war und wie entspannt alle wirkten“, sagt Peggy Chors. Besonders beeindruckt hat die 44-Jährige, wie wenig Raum die Sänger und Tänzer in der „Quick Change“-Garderobe zum Umziehen haben. „Und dann ist alles auch noch so knapp getimt. Und trotzdem läuft in der Show alles perfekt.“