Auf ihre selbst gemachten Adventskränze waren alle Teilnehmerinnen der „NZ+Ich“-Aktion in der Landgärtnerei Miles zu Recht stolz. | Foto: Brocks

Jeder Kranz ist ein Unikat

Bei einer „NZ+Ich“-Aktion bei Blumen Miles gestalten 18 Leserinnen prachtvolle Adventskränze

Dorum. Ein Adventskranz ist schöner als der andere: „Die sind so gelungen, die könnte man alle verkaufen“, sagt Elke Miles und lacht. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion zeigten sie und ihre Kolleginnen 18 NZ-Abonnentinnen, wie aus Tannen-, Koniferen- und Buchsbaumzweigen dekorative Kränze entstehen.

Die Basis bildet ein Kranz aus feuchtem Steckschaum. In diese Masse werden die Zweige, deren unterste Nadeln zuvor entfernt werden müssen, rund herum schräg hineingesteckt. „Stecken Sie alles in eine Richtung, sonst wird es später schwierig. Die Zweige sollten möglichst biegsam sein“, mahnt Floristin Brigitte Fischer. Das Stecken geht zügig und nahezu problemlos. Dann aber steigt der Schwierigkeitsgrad. „Wir binden heute keinen Kranz, wir weben einen“, sagt Floristin Elke Miles. Der Unterschied: Der Draht wird nicht völlig festgezogen, sondern „mit Zick-Zack-Bewegungen“ luftig um das Grün gewickelt. Anschließend wird das Grün bearbeitet „als würde man einem Mann den Kopf kraulen“, sagt Miles und lacht. „Dieses Zuppeln ist die Kunst“, sagt Floristin Annalena Krüger.

Später schlingen die Teilnehmer noch Äste und Efeu in die Kränze hinein, anschließend werden die Kerzen platziert. Als Dekoration eignet sich fast alles – Tannenzapfen, Beeren oder auch getrocknete Apfel- und Orangenscheiben. „Machen Sie nicht den Fehler und verteilen zu viel Verschiedenes wild auf dem Kranz“, warnt Miles. Besser sei es, ähnliche Elemente zu verwenden und in Gruppen zu platzieren.

„Die größte Herausforderung war es, das Grün mit dieser speziellen Webtechnik in Form zu bringen“, sagt Wiebke Steffen. Die Zweige mit einer Hand zu greifen und in Form zubringen und dann locker, aber auch nicht zu lose, mit Draht zu umwickeln: „Das ist etwas für Fortgeschrittene“, sagt Steffen. Wie ihr Kranz aussehen würde, davon hatte die 42-Jährige zu Anfang keine Vorstellung: „Ich habe alles einfach nach Gefühl gemacht“ – mit Erfolg. „Alle verwenden das gleiche Material, aber die Kränze sehen völlig unterschiedlich aus“, staunt Steffen, während sie sich neugierig die Ergebnisse ihrer Mitstreiterinnen anschaut.

Auch ihre Mutter Petra Steffen hat zum ersten Mal einen Kranz selbst gebastelt: „Dafür, dass ich das zum ersten Mal gemacht habe, bin ich sehr zufrieden. Für mich ist er perfekt“, freut sich die 65-Jährige über ihr Werk mit roten Kerzen. „In der Adventszeit dekoriere ich immer klassisch.“

Für cremefarbene Kerzen hat sich dagegen Jutta Pahl entschieden. „Bislang habe ich meine Adventskränze immer gekauft“, verrät die 62-Jährige. Das Basteln aber habe ihr sehr viel Spaß gemacht: „Zu Anfang habe ich gedacht: Das kriege ich nie im Leben hin. Auf das Ergebnis bin ich jetzt schon ein wenig stolz“, freut sich Pahl. Für sie und ihre Mitstreiter war die „NZ+Ich“-Aktion eine gute Einstimmung auf die Adventszeit.