Ein richtiges kleines Weihnachtsdorf aus Lebkuchen entstand bei der „NZ+Ich“-Aktion | Foto: Brocks

Häuschen zum Anbeißen

Kleine und große Hobbybäcker dekorieren bei „NZ+Ich“-Aktion zuckersüße Knusperhäuschen

Bremerhaven. Es duftet verführerisch in der Backstube. So verführerisch, dass der ein oder andere den Lebkuchen am liebsten gleich probieren würde. Doch der ist nicht zum Verzehr gedacht, er wird als Baumaterial gebraucht. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion bei Katie’s Pastry lernten kleine und große NZ-Abonnenten, wie sie ein Lebkuchenhaus bauen und hübsch dekorieren können.

Foto: Brocks
„Jeder Bäcker, der Lebkuchen herstellt, hat sein eigenes Rezept, je nach Geschmack“, sagt Katie Mazur. Sie zog 2010 aus den USA nach Deutschland, um sich zur Konditorin ausbilden zu lassen, und eröffnete Anfang des Jahres ihr eigenes Café. „Der Lebkuchen darf nicht zu fluffig sein“, warnt Mazur die Hobbybäcker. Kollegin Melanie Rosekeit ergänzt: „Man muss darauf achten, dass die Lebkuchen lange genug backen, damit sie fest und stabil sind.“ Sie rät, das Gebäck für ein Knusperhäuschen mindestens fünf Minuten länger im Ofen zu lassen als üblich.

„Der Spritzbeutel ist mein bester Freund“, sagt Mazur und lacht. Mit geübtem Griff füllt sie den „Leim“, eine Eiweißspritzglasur aus viel Puderzucker und wenig Ei, in den Spritzbeutel. Und schon geht es los: Mit der Glasur werden die einzelnen Bauteile verbunden. Die Weisung „weniger ist mehr“ zähle beim Bau von Knusperhäusern nicht: „Wichtig ist, dass man immer genug Eiweißspritzglasur zum Zusammenfügen nimmt und alles fest zusammendrückt“, sagt die Expertin.

 

„Ich habe das zu Hause schon mal ausprobiert, da hat das gerade eben so gehalten. Jetzt klappt das besser“, sagt Lasse Axmann, der sich über die Tipps der Profibäckerin freut. „Ich bastle gerne und arbeite gerne mit Holz“, erzählt Arne Rosenbohm. Der Zwölfjährige gehört zu den Profis unter den Häuslebauern – und kann schnell mit dem Dekorieren beginnen.

Ein paar Häuser bekommen Dachschindeln. Der ein oder andere lässt weißen Schnee – in Form von kleinen Streuseln – regnen. Aber auch roter oder grüner Streuselglitter und kleine und große Perlen kommen zum Einsatz.

„Das macht total Spaß. Toll ist, dass man nichts falsch machen kann“, freut sich Nora Leona Söller, die zum ersten Mal ein Lebkuchenhaus baut. „Ich hatte ein wenig Angst, weil eine Wand gekippt ist. Aber es hat gehalten.“ Anders bei Großmutter Heike Lahrmann: „Mein Haus war einsturzgefährdet. Ich habe es mit der Dekoration wohl zu gut gemeint“, sagt Lahrmann und lacht. Doch mit ein wenig Teamarbeit kann das Bauwerk gerettet werden. „Am Wochenende werden erst mal Plätzchen gebacken“, verrät die Seniorin. Aber auch an einem weiteren Lebkuchenhaus wolle sie sich irgendwann noch einmal probieren. Enkelin Nora Leona hat jetzt einen neuen Weihnachtswunsch: „Ich hoffe, dass ich eine Spritztüte und Backzubehör bekomme“, verrät die Zwölfjährige.

 

Was wäre ein Lebkuchenhaus ohne Wald? Mit einer mit Lebensmittelfarbe grün gefärbten Buttercreme lässt Katie Mazur auf einem Cupcake einen Tannenbaum in die Höhe wachsen. „Die Buttercreme soll nicht nur gut aussehen, sondern auch schmecken“, sagt Katie Mazur.