nahmen sich „Captain Jack“-Frontmann Bruce Lacy und Sängerin Michelle Stanley (links) Zeit für die NZ-Leser.
nahmen sich „Captain Jack“-Frontmann Bruce Lacy und Sängerin Michelle Stanley (links) Zeit für die NZ-Leser. | Foto: Foto: Hartmann

„Ein Star zum Anfassen“

NZ+Ich-Teilnehmer treffen „Captain Jack“ beim Soundcheck der „Heroes of the 90s“-Show

Bremerhaven. Die Lichter flackern, der Bass wummert, aus den Boxen dröhnt es „Heyjo, Captain Jack“ – und schon bald singen die Zuhörer mit. „Nach drei Takten ist man gleich dabei“, sagt NZ-Leser Frank Wrona und stimmt lautstark in den Refrain ein. „Yeah, cool“, schallt es von der Bühne. Mit so viel Begeisterung hatten die Musiker bei ihrer Probe wohl nicht gerechnet. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion konnten sechs Abonnenten der NORDSEE-ZEITUNG den Soundcheck der „Heroes of the 90s“-Show mitverfolgen und „Captain Jack“-Frontmann Bruce Lacy und Sängerin Michelle Stanley kennenlernen.

„Ich bin mit Musik aufgewachsen und liebe es, Leute zum Singen und Tanzen zu bringen“, erzählt Bruce Lacy, der den Part als „Captain Jack“ übernommen hat, nachdem der eigentliche Frontmann Franky Gee 2005 gestorben war. „I love it. Und ich bin total happy!“, schwärmt Lacy. Es sei immer ein „cooles“ Gefühl, vor Tausenden auf der Bühne zu stehen: „Und wenn alle mitsingen, ist das Wahnsinn“, sagt Lacy.

„Wenn ich Augenkontakt mit dem Publikum habe, springt die Energie der Zuschauer auf mich über und ich glaube, andersherum ist es genauso“, sagt Lacy. Kein Wunder, dass er nichts mehr hasst als Zuschauer, die während des gesamten Konzerts auf ihr Handy starren: „Klar, Smartphones haben viele Vorteile. Aber wenn mein Gegenüber immer nur tippt, finde ich das unverschämt. Außerdem verpasst man so doch das wahre Leben und so manchen tollen Moment.“

NZ+Ich-Aktion vor dem Open-Air-Konzert mit Captain Jack.
NZ+Ich-Aktion vor dem Open-Air-Konzert mit Captain Jack. | Foto: Foto: Hartmann

Tolle Momente gebe es viele, doch das Leben als Musiker habe auch Schattenseiten: „Wir leben rund 200 Tage im Jahr im Hotel“, sagt Sängerin Michelle Stanley. Von den Städten sehen die Musiker kaum etwas: „Auf Tour haben wir vielleicht fünfmal im Jahr Zeit, uns eine Stadt in Ruhe anzusehen. Sonst sieht man alles nur im Vorbeifahren“, bedauert Stanley: „Man hetzt oft von Termin zu Termin.“ In der kommenden Woche etwa geht es nach Polen, Litauen und Riga und in die Niederlande.

„Zu Hause in der Pfalz wohne ich abgelegen im Wald. Da kann ich total gut abschalten“, schwärmt Lacy. Sein Vorteil: „Ohne Mütze erkennt mich niemand.“

NZ+Ich-Aktion vor dem Open-Air-Konzert mit Captain Jack.
NZ+Ich-Aktion vor dem Open-Air-Konzert mit Captain Jack. | Foto: Foto: Hartmann

Schnell noch ein Foto, und dann soll es, so der Wunsch des Managers, zum nächsten Termin weitergehen. Doch dem machen die Musiker einen Strich durch die Rechnung: „Ich mag den Kontakt zu den Fans, das gibt mir unglaublich viel“, sagt Lacy. Bestens gelaunt plaudert er noch eine ganze Weile mit den Lesern über Musikvorlieben, Familienverhältnisse und den Alltag als Sänger. Von Berührungsängsten ist nichts zu spüren.

„Irre! Ich fand super, wie offen er war. Total normal, ein Mensch wie du und ich und super lustig “, schwärmt NZ-Leserin Bianka Bartelt. „Ich finde es toll, dass man so viel über sein Leben erfahren hat“, sagt Heike Thewald: „Captain Jack ist eindeutig ein Star zum Anfassen.“