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So reagiert Amazon auf den Streik in Niedersachsen

Kurz vor dem Black Friday streiken Amazon-Mitarbeiter in Winsen (Luhe) und Achim in Niedersachsen. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Jetzt reagiert der Konzern.

In mehreren Standorten in Niedersachsen streiken die Amazon Mitarbeiter. Was sagt der Großkonzern dazu?

In mehreren Standorten in Niedersachsen streiken die Amazon Mitarbeiter. Was sagt der Großkonzern dazu?

Foto: Lothar Scheschonka

„Die konsumreichste Zeit des Jahres wird auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, sagt Verdi-Sekretärin Sandra Schmidt. Deshalb hat die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen. Amazon weigere sich nach wie vor, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels Niedersachsen anzuerkennen, erklärte der Verdi-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.

In Winsen hat der Streik am Donnerstagmorgen mit der Frühschicht um 5.45 Uhr begonnen. In Achim werde von Donnerstagnacht bis zum Ende der Spätschicht am Freitag gestreikt, hieß es.

Keine Einschränkungen für die Kunden

Amazon reagiert gelassen auf den Streik. Der Großkonzern geht davon aus, dass sie die Kunden weiterhin beliefern können. Nur wenige der 20 Logistikzentren in Deutschland sind von dem Streik betroffen. Demnach halten die übrigen Mitarbeiter den Auslieferungsbetrieb am laufen.

Auch den Grund für den Streik kann der Konzern nicht nachvollziehen: „Der umgerechnete Einstiegslohn liegt je nach Standort bei 13.00 Euro brutto pro Stunde aufwärts, inklusive Bonuszahlungen. Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit liegt der Lohn im Durchschnitt bei über 35.000 Euro brutto pro Jahr.“

Wer sich selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen möchte, dem bietet Amazon an, eine virtuelle Live-Tour durch die Logistikzentren zu buchen.

Oder Sie lesen unseren ausführlichen Bericht über das System Amazon. Paketboten aus Bremerhaven erzählen, unter welchen alarmierenden Arbeitsbedingungen sie leiden mussten. Und wir erklären, warum diese Erfahrungen keine Einzelfälle sind.

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Luise Maria Langen

Reporterin

Luise Langen arbeitet seit 2020 als Reporterin für die NORDSEE-ZEITUNG. Von guten Geschichten war die gebürtige Berlinerin aber schon immer begeistert – auch während ihres Germanistik-Studiums in Österreich und der Zeit als Regieassistentin am Stadttheater Bremerhaven.

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