Rotenburg

Kreisentscheid des Leistungspflügens in Rotenburg

Der jährliche Kreisentscheid des Leistungspflügens stand an. „Den Boden umzupflügen ist aktiver Klimaschutz und auch aktiver Umweltschutz“, erklärt Henning Bentz, Lehrer an der BBS Rotenburg die Notwendigkeit dieser Art der Weiterbildung.

Henning Bentz (rechts) gibt letzte Anweisungen, dann startet der Wettbewerb.

Henning Bentz (rechts) gibt letzte Anweisungen, dann startet der Wettbewerb.

Foto: Tausendfreund

Mit dem Pflügen eines Feldes verbindet wohl jeder zunächst einmal einfach eine landwirtschaftliche Tätigkeit. Sie ist traditionell, sie ist bekannt, sie gehört irgendwie dazu, zumindest wenn man in einer Gegend wohnt, in der die Landwirtschaft präsent ist - wie es eben im Landkreis Rotenburg der Fall ist. Doch das Pflügen beinhaltet einige wesentliche Aspekte, die absolut zeitgemäß und aktuell sind. Dies weiß zum Beispiel Henning Bentz, Lehrer an der BBS Rotenburg. Er unterrichtet die Berufseinstiegsklassen an der BBS Rotenburg, dabei ist er für die ersten drei Schuljahre der Auszubildenden zuständig, aber auch für die zwei weiteren Jahrgänge, die sich anschließen können, wenn die frisch ernannten Landwirte sich noch weiterbilden. Schon seit 1988 ist er an der Schule tätig, gelernt und studiert hat er Landwirtschaft. Pflanzenbau, Bodenkunde und Landtechnik sind seine Schwerpunkte. Neben dem generellen Unterricht organisiert er gemeinsam mit weiteren Pädagogen und der Landwirtschaftskammer auch den jährlichen Kreisentscheid des Leistungspflügens. Auch als Richter oder Helfer bei den entsprechenden Landes- und Bundesentscheiden war er schon tätig. „Den Boden umzupflügen ist aktiver Klimaschutz und auch aktiver Umweltschutz“, erklärt er einen Aspekt rund ums Pflügen, den man erst bei genauerem Hinsehen erkennt. Die leichten Böden, es sind Sandböden, in der hiesigen Region leben vom Humusgehalt, erläutert er. Je mehr Humus ein Boden bekommt, umso fruchtbarer wird er. Bentz hat ein Beispiel zur Hand, um das zu erklären: Aktuell werden Gründüngungspflanzen auf die abgeernteten Felder gepflanzt, diese werden dann im Frühjahr mit dem Pflug in die Erde eingebracht. „Der Boden verarbeitet das Material und bindet dabei zusätzliches Kohlendioxid. Durch gute Humuswirtschaft können wir den Kohlendioxid-Gehalt senken, und das wird messbar am Humusgehalt des Bodens festgestellt“, so der Agrarfachmann.

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