NORD|ERLESEN Grußbrücke

Grußbrücke: Nach Shanghai nun frische Bergluft genießen

Schweiz: Familie van Wyk ist aus Schanghai wieder in die Schweiz zurückgekehrt und genießt nun bei Wanderungen die Natur in den Bergen. Wisconsin: Manuela Lornson weiß die Zeit mit ihrer Familie zu schätzen. Auch ihre Tochter und deren Freund ziehen wieder nach Wisconsin. Pennsylvania: Erika Sprenkle ist weiterhin auf ihrer Farm aktiv. Familientreffen beim Besuch in Bremerhaven.

Höhenwanderung der Familie van Wyk mit Blick auf den Schwarzsee

Eine Höhenwanderung mit wunderschönem Blick auf den Schwarzsee genießen (von links) Monika, Charly, Coby, Abie und Ruby van Wyk.

Foto: privat

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1. Kapitel

Auf China folgt die Schweiz

Vor vier Jahren haben wir das letzte Mal aus China gegrüßt. Seither sind wir wieder in die Schweiz zurückgekehrt, wo wir auch zuvor bereits fünf Jahre gelebt hatten. So wunderbar und aufregend unser Abenteuer Schanghai war, so sehr genießen wir nun jeden Tag, die gesunde frische Bergluft einzuatmen, sonntags mit den Kindern in die Natur zu gehen und umgeben von hilfsbereiten, freundlichen, geduldigen Menschen zu sein.

Am Bahnhof stellen sich zum Einsteigen alle geduldig in die Schlange, jedes Auto hält am Zebrastreifen, und wenn man spazieren geht, tönt einem überall ein freundliches „Bonjour“ entgegen. Unsere neue alte Wahlheimat befindet sich in der französischsprachigen Westschweiz in einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Fribourg (verbunden mit dem deutschen Freiburg durch die gemeinsamen Gründungsväter, die Zähringer). Aus dem Fenster blickt man auf die Schweizer Voralpen mit dem Vanille Noir (2389 m), dem höchsten Berg des Kantons Freiburg (und auf unserer Bucketlist), davor schließen sich Wald und Wiesen mit den typischen braunen Kühen an. Als während des Lockdowns in Deutschland auf den Balkons geklatscht wurde, wurden bei uns die Kuhglocken geschwungen.

Gemeinsam auf der Skipiste

Vergangenen Winter waren wir erstmalig gemeinsam als Familie auf der Skipiste. Da selbst unser Kleinster nun bereits seine zweite Saison Ski fährt – in der Schweiz ist es nicht unüblich, dass selbst die Zwei- und Dreijährigen auf der Piste an einem vorbeisausen – hat sich auch Nordlicht Mama überwunden, sich auf die Bretter zu stellen. Wir haben wunderschöne, kleine Skigebiete wie Jaun, La Berra und Moléson (um die Ecke von Gruyère, wo der bekannte Käse herkommt) in 30 Minuten Entfernung von uns. Am Wochenende schaut man aus dem Fenster, und wenn die Sonne scheint, packt man Skier und Kinder ins Auto, verbringt den Tag auf der Piste, trinkt vor der letzten Abfahrt am Gipfel eine heiße Schoki, läuft den restlichen Tag in Skiunterwäsche durchs Haus und isst idealerweise am Abend heißes Käsefondue mit leckerem Käse aus der Region.

Familie van Wyk beim Skifahren.

Familie van Wyk beim Skifahren.

Foto: privat

Von dem wir meist sehr viel haben; jeder Verein lässt seine Mitglieder im Herbst Käsefondue an seine Familie und Freunde verkaufen, um seine Vereinskasse aufzubessern. Da unsere Freunde selbst somit bestens versorgt sind, unsere Familie weit weg in Südafrika und Bremerhaven ist und unsere Kinder zudem sehr aktiv sind mit Schwimmen, Turmspringen, Fußball, Reiten, Mountainbiking etc. haben wir im Winter stets kiloweise Käsefondue im Kühlschrank, aber „pas de problème“, zusammen mit einem Johannisberg-Weißwein aus dem Wallis ist es immer ein feines „Znachtessen“.

Besonders freuen wir uns auf das Nikolauswochenende. Das Nikolausfest ist im Brauchtum der Stadt Fribourg tief verwurzelt, da der heilige Sankt Nikolaus Schutzpatron der Stadt ist. Am ersten Dezemberwochenende besucht der Nikolaus von Myra auf seinem Esel die Stadt, begleitet von Musikern, Sängern und Schmutzlis. Normalerweise reitet er im Fackelschein und unter Glockengeläut durch die alten mittelalterlichen Straßen, bevor er seine Kathedrale, die St.-Nikolaus-Kathedrale, wieder in Besitz nimmt. Der große Umzug muss dieses Jahr aufgrund von Corona leider wieder ausfallen, aber der Stadtheilige lässt es sich trotzdem nicht nehmen, vom Turm der Kathedrale, in der auch seine Reliquien aufbewahrt werden, eine feierliche Rede zu halten. Besonders freuen sich die Kinder, wenn er sie in der Schule besuchen kommt, wobei er gleichermaßen geliebt und gefürchtet ist. Wenn sie lieb waren, erhalten sie ein Lebkuchen mit seinem Konterfei, wenn nicht, macht er sie mit seinem Schmutzli bekannt.

Am Tag vor Nikolaus haben wir dieses Jahr einen Workshop in der Caillier Schokoladenfabrik gebucht, der ältesten Schokoladenmarke der Schweiz, in der auch heute noch die leckerste Schokolade der Welt produziert wird. Dort werden wir nicht nur so viel Schokolade essen, bis uns die Bäuche platzen, sondern mit Hilfe eines Cailler Chocolatiers einen Samichlaus aus feinster Schokolade herstellen. Wenn er es bis Weihnachten schafft, ein schönes Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa.

Grüße nach Bremerhaven

In Shanghai war der Weihnachtswunsch unserer kleinen Tochter Snowflakes, welcher in einer verrückten Stadt wie Shanghai, ob künstlich oder echt, möglich war. Hier braucht sie sich dies nicht zu wünschen. Schneeflocken werden sicher im Verlauf des Winters fallen und die Schweiz wieder in unser Winterwonderland verwandeln.

Wir grüßen wieder ganz herzlich unsere Familie in Bremerhaven: Meine Eltern Gisela und Konrad Semrau, meinen Bruder Markus Semrau und Nina mit Danny, John, Lina und Mila, meine Schwester Sabine Raabe und Felix mit Jytte und Ylva (die dieses Jahr ihr erstes Weihnachten feiert) und meine kleine Schwester Lisa Fit und Leo mit Oskar, meinen Patenonkel Günter Jochimsen und Petra, meinen Onkel Thomas Jochimsen und Ute mit Tim und Torge, meinen Cousin Jan Jochimsen und Secil mit Dion sowie unsere Freunde Kwi und Schmidti und Jan mit Lauri.

Wir wünschen allen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit hoffentlich jeder Menge (Schweizer) Schokolade.

Ganz liebe Grüße,
Moni, Abie, Ruby, Charly und Coby van Wyk

2. Kapitel

Mit Sack und Pack zurück nach Wisconsin

Hallo Bremerhaven! Die Welt ist so durcheinander und ich war mir nicht sicher, ob ich dieses Jahr wieder einen Beitrag schreiben sollte. Nach einigem Hin und Her habe ich mich entschlossen, dass mir diese wundervolle Tradition wichtig ist.

Wie immer steht bei uns die Familie an vorderster Stelle. Im Juni haben wir unsere Tochter, ihren Freund und meine Tante mit Familie in Texas besucht. Wir haben auch den Magnolia Markt in Waco und die Stockyards in Fort Worth besucht. Aber das Schönste ist immer die Zeit mit der Familie.

Fort Worth Stockyards

Manuela Lornson hat mit der Familie das historische Fort Worth Stockyards Viertel in Fort Worth, Texas, besucht. Hier ist die Zeit des „Wilden Westens“ noch lebendig.

Foto: privat

Im Frühling, Sommer und Herbst haben wir mehrere Fahrten mit dem „All Terrain Vehicle“ (Geländefahrzeug) unternommen. Natur pur mit der Familie.

Die Familie wiedervereint in Wisconsin

Ende August kam die beste Nachricht: Unsere Tochter und ihr Freund kommen zurück nach Wisconsin. Er bekam eine Beförderung und wurde nach Wisconsin versetzt. Sie hatten zwei Wochen Zeit und kamen mit zwei Hunden und ihrem gesamten Sack und Pack an.

Im Herbst musste ich dann noch auf zwei Geschäftsreisen. Ich bin so dankbar, für eine tolle Firma zu arbeiten, die es uns möglich gemacht hat, seit März 2020 von zu Hause arbeiten zu können. Und hier sind wir schon wieder am Jahresende angelangt.

Meine Familie und ich wünschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Manuela Lornson (geb. Busse)
Appleton, Wisconsin, USA

3. Kapitel

Herzprobleme hindern nicht am Gärtnern und Reisen

Je älter man wird, umso schneller vergeht das Jahr – so kommt es mir zumindest vor. Aber wir sind so weit gut durchgekommen.

Nachdem man gegen Ende des letzten Jahres festgestellt hatte, dass ich ein schwaches Herz habe und ich auch vier Tage im Krankenhaus war, habe ich mich mit meinen Aktivitäten ein wenig vorgesehen. Trotzdem sind wir manchmal nach North Carolina zur Farm gefahren, denn das Unkraut in meinem kleinen Garten hört nicht auf zu wachsen – und das Gras auch nicht.

Familientreffen mit Erika Sprenkle

Erika Sprenkle hat in Bremerhaven ein Familientreffen besucht.

Foto: privat

Am 1. Mai kam der traurige Tag, an dem wir von unserer lieben Hündin Rose Abschied nehmen mussten. Rose war zu krank und musste eingeschläfert werden. Aber ohne Hund im Haus geht es wohl nicht und so haben wir einige Wochen später Bella bekommen.

Das typische Bremerhavener Wetter

Ende Mai ist Dennis, der noch in Deutschland stationiert ist, gemeinsam mit seiner Familie zu Besuch gekommen. Dafür gab es einen guten Grund: Mein Enkel Justin hatte seine Abschlussfeier an der Universität. Ende Dezember wird er dann aktiv in die Air Force eintreten.

Das Beste für mich in diesem Jahr war natürlich, dass ich mal wieder nach Bremerhaven gekommen bin. Das Wetter hat mich nicht sehr freundlich begrüßt: ein November ohne Sonne. Typisch Bremerhaven. Aber es hat zumindest nicht so viel geregnet, so dass ich draußen rumlaufen konnte und noch einmal viele Erinnerungen aufgeweckt habe. Einiges hatte sich natürlich verändert. Trotzdem war es schön, alles wiederzusehen. Und dann gab es natürlich auch ein Familientreffen: Erst bei der Feier des 50. Geburtstags der Frau meines Patenkindes und dann hat mein Bruder ein Treffen mit allen Cousinen und Cousins arrangiert.

Das war das Jahr. Bis zum nächsten Mal!
Erika Sprenkle (geb. Helms)

1220 Stonehenge Dr.,
York PA 17404, USA

Grußbrücke 2021

Karte: maps4news.com/©OSM

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