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„Die Massenhysterie, die Bananen, das war mir alles suspekt“

Was gestern verboten war, ist heute erlaubt. Was gestern vom Staat gewünscht und gefördert wurde, ist über Nacht tabu. Vor 30 Jahren, als die Mauer fiel, katapultierte der Systemwechsel die DDR-Bürger in ein völlig neues Leben. Die Brücke zwischen Gestern und Heute wurde vielfach wackelig - auch wenn das von Euphorie und Aufbruchstimmung Ende 1989 erstmal überdeckt blieb. Vier Ostdeutsche, drei Männer und eine Frau, kommen zu Wort, sie blicken auf vergangene Jahrzehnte und die Gegenwart.

Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Je länger eine Epoche zurückliegt, desto verklärter und schwammiger wird häufig die Erinnerung. Für diejenigen Menschen, die in der DDR bespitzelt, aufs berufliche Abstellgleis verfrachtet oder eingesperrt wurden, gilt das nicht. Sie erinnern sich lebhaft an Verrat, Verhöre und das Gefühl von Ohnmacht. Und auch wer in beiden Systemen eher unpolitisch und konzentriert aufs private Umfeld seinen Alltag meisterte, hat den 9. November als Wendetag und viele Details des alten Lebens noch im Kopf.

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