NORD|ERLESEN Grußbrücke

Grußbrücke: In Disney World nur an Fantasie und Freude denken

Florida: Doris Orvis unterrichtet ihre Tochter jetzt lieber zu Hause. Ein Besuch in „Disney World“ sorgte für dringend benötigte Abwechslung. Australien: Mit der Dampflok durch den Dschungel, ein sehr deutsches Städtchen, Wale vor der Küste – Christa Sell hat 2021 viel erlebt. Florida: Willy und Bernadette Eschberger hoffen auf ein Ende von Corona und eine bessere Zeit.

Doris Orvis mit ihrer Familie in Disney World, Florida

Doris Orvis (rechts) hat mit (von links) Jennifer, Justin, Troy, Larry Jr., Jenna und Taliyah eine unbeschwerte Zeit in „Disney World“ verbracht.

Foto: privat

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1. Kapitel

Ein Besuch in Disney World

Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches neues Jahr wünsche ich allen! Es kommt einem so vor, als ginge jedes Jahr schneller vorbei als das jeweilige Vorjahr. Obwohl ich wohl noch Deutsch sprechen kann, fällt mir das Schreiben immer schwerer. Oft zweifele ich an der Rechtschreibung: Hört es sich richtig an oder nicht?

Weihnachten fängt hier im Oktober an, wenn wir anfangen, uns Weihnachtsfilme im Fernsehen anzusehen. Ich denke, dieses Jahr war viel besser als das vergangene. Obwohl es im Moment nicht so gut aussieht, da alles so teuer ist und viele Menschen immer noch nicht arbeiten wollen, da sie „kostenloses Geld“ vom Staat bekommen. Was natürlich nicht wirklich „kostenloses Geld“ ist, aber anscheinend sehen es viele nicht so...

Gott sei Dank ist unser Staat Florida noch frei und wir können noch alles selbst entscheiden. Unsere Kinder gehen noch zur Schule und sind froh, dass sie wieder mit anderen Kindern zusammen sein können. Eigentlich waren unsere Schulen nicht lange zu, dann bekamen die Schüler die Wahl zwischen virtuellem Unterricht von zu Hause aus oder Schulbesuch mit Maske. Dann, im Januar, änderte sich alles, Kinder sollten nur noch zur Schule, und zwar ohne Maske. Es macht einen Unterschied: Viel mehr Kinder werden zu Hause gelehrt, was auch sehr gut ist. Ich unterrichte meine Tochter, aber meine Enkelin, die bei uns wohnt, geht zur Schule.

Disney World bringt Freude

Ich sehe die Unterschiede jeden Tag. Die Kinder in unseren Homeschool-Gruppen sind viel geselliger, können mit Erwachsenen reden, als wären sie selbst erwachsen, und haben bessere Test-Ergebnisse. Im ganzen Land hat sich die Zahl der Homeschoolers (mindestens) verdoppelt, in einigen Staaten ist sie noch stärker gestiegen. Im Moment haben wir viele Probleme mit dem, was in unseren Schulen gelehrt wird.

Anfang des Jahres lud unser ältester Sohn uns ein, Disney World zu besuchen. Natürlich konnten wir nicht Nein sagen. In Disney World denkt man an nichts anderes, nur an Fantasie und Freude. Abgesehen davon, dass wir eine Maske tragen mussten, war es eine wunderbare Zeit. Das Wetter war einmalig, perfekt sogar. Es ist immer ein Abenteuer in Disney World. Das deutsche Restaurant in Epcot/Disney World hat einmaliges Essen, zwar mehr Süddeutsches, aber so gut! Dazu gibt es gutes süddeutsches Entertainment. Traurigerweise haben wir in diesem Jahr keine anderen Reisen unternommen, also war es ein bisschen langweilig. Der ganze Sommer war verregnet, also konnte man nicht viel unternehmen. Wir haben noch viel vor bis Weihnachten.

Auf der Suche nach Familienmitgliedern

Ich hatte schon ein paar Mal „Ancestry DNA“ erwähnt. Ich versuche, mehrere Familienmitglieder in Norddeutschland zu finden, aber nach vielen Jahren ist es mir noch nicht gelungen. Ich denke, DNA-Tests sind dort noch nicht so beliebt wie hier. Die Ergebnisse können sehr interessant sein und auch oftmals überraschend. Na ja, eines Tages hoffe ich, mehr Familienmitglieder zu finden.

Ich habe besondere Weihnachtsgrüße für Helga und Rolf Schween, Petra Lingener und Familie, Renate Haase und Familie, Fancy Troike und Familie, Anne Philips in Virginia, Sabine Richter Quell (Cousin) und Familie, Christa Ehlen mit Henrik Jungen (Cousins) in Bremervörde und Bremen, und Werner Börger (Cousin) und Familie in Mehedorf.

Frohe Weihnachten von: Larry und Doris Orvis, mit Kim Hess und Familie, Van Nguyen und Familie, Larry, Jr. und Familie, Kristian Orvis und Familie, John Orvis und Familie, Kathryn Orvis, Jasmine Orvis, Jenna Orvis und Taliyah (Enkelin, die bei uns wohnt). Ich bedanke mich recht herzlich, dass ich jedes Jahr die NORDSEE-ZEITUNG bekomme und dann lesen kann. Ich freue mich immer sehr darauf.

Doris Grimm/Tietje/Orvis
doris912@cox.net
5970 Pursley Ave.
Pensacola, Florida 32526, USA

2. Kapitel

In Süd-Australien ganz wie in Europa gefühlt

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte, die leider von Jahr zu Jahr weniger werden und denen die Pandemie gewaltig zugesetzt hat – wie in Europa und vielen anderen Ländern auch hier in Australien, obwohl wir ziemlich gut abgeschnitten haben.

Die Großstädte Melbourne und Sydney sind von einem Lockdown in den anderen gegangen, und immer wieder kommt es zu neuen Ausbrüchen. Vieles ist darauf zurückzuführen, dass Menschen, die kein Englisch sprechen, Fehlinformationen zum Opfer gefallen sind. Doch das hat sich in den vergangenen Wochen sehr geändert. Die Impfungen steigen. 83 Prozent aller Einwohner sind zweimal geimpft und erwarten ihre dritte Impfung.

Ich bin gerade von einer sechstägigen Reise nach Süd-Australien zurückgekommen. Das war nur möglich, weil in beiden Staaten das Virus mehr oder weniger unter Kontrolle ist. Eine tolle Reise, wenn auch nur für sechs Tage. Beim Flug und in öffentlichen Gebäuden in Adelaide musste auch Maske getragen werden. Süd-Australien hat in den Gründerjahren vielen deutschen Immigranten ein neues Zuhause gegeben. Viele davon kamen aus Schlesien.

Christa Sell mit Urenkelin Freya und Chris

Christa Sell verbringt Weihnachten mit der Familie. Ganz besonders freut sie sich auf ihre Urenkelin Freya, hier in den Armen von Chris.

Foto: privat

Ein gewaltiges Weinanbaugebiet zeigt sich dort von seiner besten Seite. Die verschiedenen Weinsorten, umgeben von Buschrosen, die in voller Blüte standen, dazu die europäischen Laubbäume in ihrem Frühlingsgrün: Ich fühlte mich wie in Europa, herrlich! In Hahndorf, einem sehr deutsch aussehenden Städtchen, aßen wir Flammkuchen, Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelbrei. Eine gute Bratwurst zu finden, ist gar nicht so einfach. Dazu ein Glas Riesling und deutsche Karnevalsmusik der sechziger Jahre. Es war fantastisch!

„Down Under“ entdecken

Vor meiner Reise nach Süd-Australien war ich mit unserem ältesten Sohn Thorsten für zehn Tage auf einer Tasmanien-Tour im Westen unserer Insel, entlang der Nordküste und zurück via Ostküste. Viele neue Eindrücke und eine Zugreise mit Dampflokomotive durch dichten Regenwald. Ein Überbleibsel aus der Zeit, in der es wenige Straßen in dieser Gegend gab, über die die Arbeiter oder das Eisenerz und andere Mineralien wie Kupfer von der Westküste hätten befördert werden können. Man brauchte die Zugverbindung.

Wir machten auch zwei Schiffsfahrten auf zwei Flüssen, die ebenfalls eine große Rolle in der Entwicklung der Westküste spielten. Wir leben nun schon 53 Jahre in Australien und immer noch finden wir Plätze, die wir noch nicht gesehen haben. Ein weiterer Ausflug versetzte uns in eine Welt, die uns den Atem nahm. In einem Schnellboot mit zwei großen Außenbordmotoren und 34 Passagieren fuhren wir entlang der Süd-Ost-Küste Tasmaniens. Eine spektakuläre Küste, steile Felsen, doch dann kam die große Überraschung: Wir sahen zehn Mutterwale mit ihren Jungtieren. Keine Übertreibung, sie waren da. Man muss Abstand halten, doch sie zeigten sich uns von ihrer besten Seite. Wir sahen auch unzählige Seebären (hier nennt man sie „New Zealand Fur Seal“), die früher vom Aussterben bedroht waren, da man sie gejagt hat. Doch die Art hat sich in den letzten Jahren wieder sehr gut erholt. Hier lagen sie auf den Felsen und beäugten uns, denn wir konnten ziemlich dicht an den Felsen vorbeifahren. Es war unbeschreiblich interessant und hat unsere Herzen höherschlagen lassen.

Ich freue mich auf das Weihnachtsfest, denn unsere Urenkelin Freya wird uns alle in Atem halten. Sie wird im März zwei Jahre alt.

Alles Gute, vor allem Gesundheit, wünsche ich euch allen!

Eure Christa und Familie

3. Kapitel

„Haltet die Daumen gedrückt“

Viele Grüße aus New Jersey (in der Sommerzeit) und Florida (in der Winterzeit). Ich hoffe, dass die Dinge jenseits des Teiches besser werden (Covid etc.). Haltet die Daumen gedrückt. Es geht alles vorbei.

Noch mal das Allerbeste! Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Willy und Bernadette Eschberger
1507 Hodges La
The Villages, Florida 32162, USA
eschberger@msn.com

Grußbrücke 2021

Karte: maps4news.com/©OSM

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