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Vermisster Niedersachse Julian P.: Bergretter geben nicht auf

Zweistellige Minusgrade, Schneesturm und Absturzgelände: Seit Samstag suchen Retter nach einem verunglückten Bergsteiger. Die Helfer lassen nicht locker, auch wenn die Hoffnung schwindet. Doch sie haben nun einen Hinweis.

Ein Hubschrauber der Bergwacht mit einem Recco-Sender versuchte auch am Mittwoch schon, den vermissten Niedersachsen Julian P. zu finden.

Ein Hubschrauber der Bergwacht mit einem Recco-Sender versuchte auch am Mittwoch schon, den vermissten Niedersachsen Julian P. zu finden.

Foto: dpa

Der Donnerstag soll das Ende der quälenden Ungewissheit bringen: Die Suche nach einem verunglückten Bergsteiger in den Berchtesgadener Alpen wird fortgesetzt. Schon am Vortag hatten die Helfer versucht, den bereits am Samstag am Hochkalter in Bergnot geratenen 24-Jährigen Julian P. aus Hannover mithilfe eines speziellen Ortungsgeräts zu finden.

Bei der Suche ist am Mittwoch auch ein Eurofighter der Bundeswehr zum Einsatz gekommen. Der Eurofighter unterstützte die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern, teilte das Bayerische Rote Kreuz am Donnerstagmorgen mit.

Nachdem das Sonargerät sie zunächst auf die falsche Spur geführt hatte und unter dem Schnee nur ein abgestürzter Wetterballon zum Vorschein kam, fanden die Retter am Mittwochnachmittag zumindest den Rucksack des jungen Mannes aus Niedersachsen.

Wetter verhindert die Rettung immer wieder

Damit lässt sich der bislang unbekannte Aufenthaltsort des 24-Jährigen zumindest eingrenzen. Weil der Bereich aber nach dem Fund des Rucksacks wieder von Wolken umhüllt war, konnten vorerst keine weiteren Bergretter für eine umfassendere Suche zum Einsatzort geflogen werden. Daraufhin schwanden die Hoffnungen, den Bergsteiger lebend zu finden, weiter.

Der 24-Jährige war am Samstag am Hochkalter bei Ramsau nahe Berchtesgaden abgerutscht. Er setzte einen Notruf ab, weil er sich bei eisiger Kälte und Schneesturm in dem steilen Gelände kaum noch halten konnte. Seither ist jeder Kontakt abgebrochen. Die Suche nach ihm war tagelang wegen Schneesturms und entsprechender Lawinengefahr in dem hochalpinen, steilen Gelände weder zu Fuß noch per Helikopter möglich. Am heutigen Donnerstag sollte aber endlich gutes Wetter herrschen.

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