Bremerhaven

Weitere Zeugen sagen aus: Mordprozess Ekaterina B. wird fortgesetzt

Nach dem überraschenden Geständnis der Schwiegermutter wird am heutigen Dienstag der Mordprozess Ekaterina B. fortgesetzt. Mit Spannung wird darauf gewartet, ob es neue Erkenntnisse geben wird.

Der Ehemann von Ekaterina muss sich als Angeklagter verantworten.

Der Ehemann von Ekaterina muss sich als Angeklagter verantworten.

Foto: Masorat

Vor dem Landgericht Bremen sollen am Dienstag drei Zeugen aussagen - unter anderem auch eine Nachbarin. Die Schwiegermutter ist diesmal nicht dabei. Nach ihrem Geständnis, Ekaterina B. getötet und zerstückelt zu haben, befindet sie sich auf freiem Fuß. Sie soll erneut im November aussagen. Angeklagt ist nach wie vor ihr Sohn, der Ehemann von Ekaterina B.

Die NORDSEE-ZEITUNG berichtet kontinuierlich über den Fall Ekaterina B. Hier finden Sie eine Chronologie der bisherigen Ereignisse:
Der Prozess
Prozesstag sieben und die überraschende Wende:
Die Schwiegermutter gesteht die Tötung von Ekaterina B.

Sechster Prozesstag:
Die Handydaten des angeklagten Ehemanns von Ekaterina B. wurden ausgewertet: Der Ehemann googlete, wie man einen Körper in Säure auflöst.

Doch damit nicht genug: Die Polizei glaubt, auf dem Handy des Mannes noch mehr Indizien dafür gefunden zu haben, dass er der Mörder ist.

Fünfter Prozesstag:
Die Polizei hat über Wochen den Chat von Mordopfer Ekaterina B. mit ihrem Freund in Russland ausgewertet. Daraus geht hervor, wie es Ekaterina in den Stunden vor ihrem Tod ging.

Der mutmaßliche Mörder von Ekaterina B. bekommt regelmäßig Besuch im Gefängnis: von seiner Mutter. Auch davor hatten die beiden ein gutes Verhältnis und sie unterhielten sich oft über Ekaterina. „Tu ihr nichts“, warnte ihn seine Mutter.

Vierter Prozesstag:
Als Ekaterina B. verschwunden war, da sei ihr Ehemann „einfach ein bisschen zu gleichgültig“ gewesen. Das hat eine Familienhelferin stutzig werden lassen. Ihre Aussage war es, die die Polizei zur Überzeugung gelangen ließ: Da stimmt was nicht.

Als Ekaterina nicht ans Telefon ging und nicht auf Nachrichten reagierte, da schöpfte ihre Familienhelferin schnell Verdacht. Denn die Frauen teilten ein Geheimnis.

Dritter Prozesstag:
Im Mittelpunkt stand erneut die Befragung ihres damals 45-jährigen Ehemanns durch die Polizei. Wurde Ekaterina wegen einer Affäre mit einem Piloten ermordet?

Der Angeklagte stellte während des Verhandlungstages seine Ehe dar. Unser Chefreporter Thorsten Brockmann fasst die Geschehnisse die Ereignisse in diesem Video für Sie zusammen.

Zweiter Prozesstag: Die Kriminalpolizei hatte die Vernehmung des Mannes am 11. Februar aufgenommen. Nun mussten die Prozessbeteiligten das mehrstündige Video ertragen.

Seit seiner Festnahme soll der 46-Jährige nichts zu den Vorwürfen gesagt haben. Einen Monat davor war das noch anders, wie das Video beweist.

Die Videoaufzeichnung vermittelt ein seltsames Bild von den letzten Stunden im Leben von Ekaterina B..

Erster Prozesstag: Im Landgericht Bremen beginnt der Prozess. Am ersten Tag wurde die Anklage verlesen.

Dem Ehemann der 32-Jährigen wird vor Gericht vorgeworfen, seine Frau ermordet zu haben. Vor dem Prozessauftakt kommen schreckliche Details ans Licht.Die VorgeschichteSeit dem 4. Februar 2022 gilt Ekaterina offiziell als vermisst. Zwei Wochen später sucht die Polizei mit Spürhunden nach der 32-Jährigen. Auch eine private Initiative mit bis zu 400 Freiwilligen hilft bei der Suche. Der Fall erregt immer mehr Aufmerksamkeit.

Zahlreiche Freiwillige machen sich erneut auf die Suche nach der vermissten Mutter aus Bremerhaven. Vergeblich - nach etwa drei Stunden wird die Aktion abgebrochen.

Noch immer fehlt von Ekaterina jede Spur. Die Polizei sucht in Hundertschaft verstärkt im Waldboden, doch sie findet wieder nichts.

Der Fall Ekaterina B. erreicht nun auch das Fernsehen. In der Sendung „Aktenzeichen xy - ungelöst“ nehmen Ermittler Hinweise der Bevölkerung auf.

Traurige Neuigkeiten bringen Licht ins Dunkel. Am Weserdeich wird ein schwarzer Reisekoffer angespült. Darin befindet sich die Leiche von Ekaterina B. Ihr Ehemann wird verdächtigt, sie getötet und zerstückelt zu haben.

Viele Menschen kommen an den Weserdeich, um ihre Anteilnahme zu zeigen. Kerzen und Blumen schmücken die Stelle, an die der Koffer angespült wurde.

Ekaterina B. hinterlässt eine fünf Jahre alte Tochter. Ihre Großmutter aus Russland möchte das Kind zu sich nehmen. Ihr Ehemann schweigt weiterhin.

Drei Monate nach ihrem Tod streiten sich die Angehörigen von Ekaterina und das Jugendamt Bremerhaven um das Sorgerecht ihrer fünfjährigen Tochter. Die Behörden wollen, dass das Kind in Bremerhaven bleibt.

Die Ermittlungen sind beendet, die Staatsanwaltschaft hat Klage eingereicht. Dem Ehemann wird vorgeworfen, die 32-Jährige getötet zu haben.

Ekaterinas Mutter Svetlana Bolgova reist nach Bremerhaven, um ihr Enkelkind zu sehen. Sie kämpft weiter um das Sorgerecht des fünf Jahre alten Kindes.
Matthias Berlinke

Online-Redakteur

Matthias Berlinke, geboren 1971, ist seit 1992 im Verlag. „McBörli“ hat nebenbei für viele Radiostationen in Deutschland Eishockey-Übertragungen gemacht. Was Berlinke liebt: Bockwürste, Lokomotiven, den Hukilau (hawaiianischer Tanz) und natürlich seine Mädels daheim.

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