Bremerhaven

DSM-Flotte: Stadt gibt Geld für „Seefalke“ und „Rau IX“

Die Stadt will die Museumsflotte dauerhaft mit mindestens 200.000 Euro jährlich unterstützen. Zuerst profitieren der „Bremerhavener Handkurbelkran“, die „Seefalke“ und die „Rau IX“. Perspektivisch soll eine Stiftung ins Leben gerufen werden.

Die Stadt will zusammen mit dem Land dauerhaft Geld in die Museumsflotte stecken.

Die Stadt will zusammen mit dem Land dauerhaft Geld in die Museumsflotte stecken.

Foto: Arnd Hartmann

Die Museumsflotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) steuert wieder besseren Zeiten entgegen. Das unterstrichen jetzt Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) und die Fraktionsspitzen von SPD, CDU und FDP. Die Stadt werde die Schiffe mit mindestens 200.000 Euro jährlich unterstützen, das Land Bremen mit 400.000 Euro. Zuerst profitieren der „Bremerhavener Handkurbelkran“, der Hochsee-Schlepper „Seefalke“ und das Walfängerschiff „Rau IX“.

Da bis 2026 insgesamt 6,6 Millionen Euro für den Erhalt der Museumsflotte benötigt werden, will Bremerhaven seinen Anteil noch sukzessive erhöhen, wie Oberbürgermeister Grantz mitteilte. Zudem wolle man einen Verein gründen, in den private Spenden und Erbschaften derer fließen könnten, die das maritime Erbe Bremerhavens bewahren wollten - Vorbild soll die Stiftung Hamburg Maritim sein. Denn auch die Schiffe, die in der Hand der maritimen Vereine in Bremerhaven seien, bräuchten Unterstützung.

Nur noch Schiffe mit Forschungszweck

Zudem gebe es Geld aus Berlin für den Nachbau der „Najade“ und für die Sanierung des Feuerschiffs „Elbe 3“. Die Politiker sind sich einig: Die Flotte müsse nicht nur auf Vordermann, sondern auch ins digitale Zeitalter gebracht werden. „Wir müssen die Schiffe auch durch Digitalisierung interessant für junge Leute machen“, kündigt CDU-Fraktionschef Thorsten Raschen an.

Fest steht unterdessen, dass die Schiffe auch weiterhin in der Hand des Museums bleiben sollen und nicht von der Stadt übernommen werden. „Wir können aber als Kommune nicht alle Probleme des DSM lösen“, machte FDP-Fraktionschef Hauke Hilz deutlich und erinnerte daran, dass das Schifffahrtsmuseum ein Deutsches Nationalmuseum sei. Da der Bund eine Finanzierung der Museumsschiffe abgelehnt hatte mit der Begründung, dass sie keine Forschungsobjekte seien, sollen künftig nur noch Museumsschiffe neu in den Hafen kommen dürfen, mit denen klar ein Forschungszweck verbunden ist. Das gelte auch für die „Najade“, erklärten Magistrat und Politik gemeinsam.

Die Politiker sind zuversichtlich, dass das DSM wieder zu einem Highlight Bremerhavens werden könnte, wie es in den 1970er-Jahren schon einmal war, und zugleich auch weiterhin Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bleiben könne. „Wir haben den positiven Eindruck, dass sich das Museum wieder Bremerhaven gegenüber mehr öffnen möchte“, unterstrich Oberbürgermeister Grantz.

Jens Gehrke

Reporter

Jens Gehrke wurde in Bremerhaven geboren und ist seit 2011 im Verlag. Der Reporter, Jahrgang 1984,  fühlt sich im Cuxland genauso zu Hause wie in der Seestadt. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik-Berichterstattung. Privat interessiert ihn vor allem der Sport.

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