40000 Palettenstellplätze gibt es im Logistikzentrum. Sarah Janssen-Hennenberg (rechts) zeigte den Lesern einige Produkte. Foto: Brocks
40000 Palettenstellplätze gibt es im Logistikzentrum. Sarah Janssen-Hennenberg (rechts) zeigte den Lesern einige Produkte. Foto: Brocks

Vorfreude auf Silvester nach Comet-Besuch

Es knallt und raucht, farbenfrohes Feuerwerk erleuchtet den Himmel: Wie in der Silvesternacht fühlten sich jetzt sechs Abonnenten der NORDSEE-ZEITUNG. Sie durften sich ganz exklusiv im Logistikzentrum der Feuerwerksfirma „Comet“ umsehen und beim Testschießen zuschauen.

Rund 900 Container aus Fernost sind in den vergangenen Wochen am Weddewardener Überseering angekommen. „In der Hochsaison arbeiten rund 200 Mitarbeiter im Lager“, erklärt Andreas Reimer. Sie bereiten alles für den Transport zu den Einzelhändlern vor. Knaller, Böller und Raketen lassen viele Kunden inzwischen links liegen. Im Trend liegen Batterien. „Die bereiten weniger Arbeit. Man muss sie nur einmal anzünden und hat dann einen schönen andauernden Effekt“, sagt Andreas Reimer.

Der Clou bei den Batterien: Mehrere Feuerwerkskörper sind mit einer Zündschnur verbunden und feuern minutenlang beinahe profireifes Feuerwerk ab. „Wir versuchen die Effekte von Großfeuerwerken zu verkleinern und in den Batterien zu verwenden“, erklärt der Experte. Mit Ideen aus Bremerhaven reisten Comet-Mitarbeiter für mehrere Wochen und Monate nach China, um dort die ersten Muster zu entwickeln. Alle Feuerwerkskörper werden streng kontrolliert – in China, bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und im Bremerhavener Labor. Beim Testschießen auf dem Abbrennplatzwird zudem geprüft, ob die Feuerwerke das halten, was die Verpackung verspricht.

„Wir wohnen in der Nähe und hören immer, wenn hier probegeschossen wird. Nur gesehen haben wir das bisher nie“, sagt Gudrun Huskamp, die von der Führung durch das Logistikzentrum begeistert war. „Man liest immer, wie viel Feuerwerk verkauft wird. Aber erst hier im Lager werden einem die Dimensionen erst deutlich“, sagt Bernhard Huskamp angesichts der zahlreichen Kisten. Selbst knallen die Huskamps nicht: „Wir spenden das Geld lieber. Aber trotzdem schauen wir immer gerne zu.“ (akb)