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Äußeres verlockt zum Naschen
Von Beate Ulich


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Bremerhaven/Kreis Cuxhaven. Kinder nehmen gern Pflanzen in den Mund, die gut riechen und verlockend aussehen. Nicht nur Giftpflanzen im Wald, wie die Tollkirsche oder den Fingerhut, sondern auch einige beliebte Stauden und Büsche im Garten, auf dem Balkon und in der Wohnung können mögliche Gefahrenquellen für Kinder auf ihrer Erkundungstour darstellen.

Besonders Beeren können sehr auffällig sein und scheinen besonders zum Naschen zu verleiten. Schnell haben Kinder davon eine kritische Menge in den Mund genommen oder sogar verschluckt.Im Hausgarten sind das vor allem die beliebten Ziersträucher Goldregen, Pfaffenhütchen, Stechpalme und Seidelbast. In einem Garten, in dem kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen, sollte auf diese Sträucher besser verzichtet werden. Dagegen gehören die Vogelbeere (Eberesche), die Zwergmispel, Lorbeer- und Heckenkirsche nicht unbedingt dazu. Ihre Beeren sind nur sehr gering giftig. Erst nach dem Genuss größerer Mengen kommt es zu Erbrechen und Durchfall. Weitere gesundheitliche Folgen sind nicht zu befürchten.

Vorsicht geboten ist jedoch bei manchen Pflanzen im Gemüsegarten: Rohe Bohnen und Kartoffeln sowie noch grüne Tomaten sind nicht giftfrei, der Genuss kann Kindern schaden. Was kaum bekannt ist: Bei einigen Pflanzen ruft schon die bloße Berührung ernste Schäden hervor. Hierzu zählt insbesondere die Herkulesstaude (Riesenbärenklau). Schon der geringste Kontakt der Haut mit dem Pflanzensaft führt zu einer Fotosensibilisierung. Symptome wie nach schweren Verbrennungen sind die Folge. Verbrennungsähnliche Erscheinungen – allerdings in wesentlich geringerem Maße – sind allerdings auch nach der Berührung des Pflanzensaftes mit anderen Doldenblühern, wie zum Beispiel der Pastinake, möglich.

Artikel vom 05.05.10 - 08:56 Uhr
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