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Tiefere Fraßlöcher findet man bei Erdbeerfrüchten, Möhren oder an Kohlrabiknollen. Ein deutlicher Hinweis auf den nächtlichen Schneckenfraß sind nach Auskunft der Fachleute die Schleimspuren auf den geschädigten Blättern oder auf dem Boden.
Im Garten kommen verschiedene Schneckenarten vor, die meist zur großen Gruppe der Nacktschnecken gehören. Allen Schnecken gemeinsam ist ihr hohes Feuchtigkeitsbedürfnis. Aus diesem Grund sind sie auch überwiegend nachts aktiv und verstecken sich am Tage in Erdspalten, unter Steinen oder im Schatten dichter Pflanzenbestände. Insbesondere in Gärten mit bindigen Böden, also mit hohem Anteil von Ton oder Lehm, könnten sich Schnecken gut halten, da sie hier besser vor Austrocknung geschützt sind.
Barrieren errichtenJe nach Härte des Winters sind im neuen Frühjahr nur die neu geschlüpften Schnecken vorhanden oder aber Alttiere haben den milden Winter überlebt – dann sei die Zahl der Schnecken deutlich höher, sagen die Gartenexperten. Um Schneckenbefall zu vermeiden, sollten Hobbygärtner besser morgens als abends gießen. Zuwanderungswege müssen trocken gehalten, angrenzende Wiesen häufiger gemäht werden. Sinnvoll sei es auch, natürliche Feinde wie Igel, Spitzmaus, Erdkröte, Laufkäfer und Leuchtkäfer zu schonen beziehungsweise zu fördern. Die Neuzuwanderung von Schnecken lässt sich auch durch Zuwanderungsbarrieren wie einen Schneckenzaun verhindern. Auch Streifen aus Fichtennadeln, Asche und Kalk sollen manchmal, zumindest in trockenem Zustand, die Zuwanderung behindern.
Möglich ist es auch, die Schnecken mechanisch zu bekämpfen und eine Bierfalle aufzustellen. Allerdings lockt das Bier Schnecken an, eine solche Falle sollte daher nur innerhalb eines Schneckenzaunes verwendet werden. Effektiv kann auch das Absammeln während der Nacht sein. Werden abends feuchte Tücher, morsche Brettstücke, Drainagerohre oder Hohlziegel als Unterschlupfmöglichkeiten ausgelegt, können viele Tiere am Morgen von dort direkt abgesammelt werden. Wenn alles nicht helfe, raten die Experten zur chemischen Bekämpfung. Beispielsweise durch Schneckenkorn.
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