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Den Garten auf den Balkon holen

Bremerhaven. Welcher Gartenfreund wünscht sich das nicht: Üppig blühende Pflanzen in Blumenkästen können den Lieblingsplatz auf dem Balkon oder der Terrasse in ein kleines Gartenparadies verwandeln. Um die optimale Bepflanzung zu erreichen, sind aber erst einmal grundsätzliche Fragen zu klären. Von Jürgen Rabbel

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Martina Brüns, Marktleiterin bei der Firma Wassenaar, betont, dass der Erfolg bereits mit der guten Planung anfängt. Der Trend ginge zurzeit zum bunt bepflanzten oder mediterranen Blumenkasten hin. In einen 60 Zentimeter langen Kasten finden vier bis sechs Pflanzen ihren Platz. Dabei muss bei der Pflanzenauswahl darauf geachtet werden, ob der Balkon überwiegend schattig oder sonnig sei.

„Auch bei den Blumenkästen gibt es gravierende Unterschiede“, sagt Brüns. So gäbe es auch Bewässerungskästen mit Reservoir, die man beruhigt einige Tage allein lassen kann. Ein Wasserabzug gegen Staunässe wäre aber immer wichtig.

Auch bei der Pflanzerde gibt es gravierende Unterschiede. Ob man sich für eine aktive Erde entscheidet, die bereits für die gesamte Saison aufgedüngt ist, oder eine Erde bevorzugt, die nach eigenen Vorstellungen mit Dünger angereichert wird, das müsse jeder Blumenliebhaber selbst entscheiden, so die Expertin. Man könne auch einer normalen Blumenerde einen Langzeitdünger beimischen. Wichtig sei es nur, dass stark zehrende Pflanzen auf jeden Fall nach vier bis sechs Wochen nachgedüngt werden müssen. Im Fachhandel sind auch torffreie Substrate erhältlich.

Bei den Spezialdüngern gibt es große Unterschiede. Der Langzeitdünger mit Sofortwirkung enthält zwei Komponenten, die zu unterschiedlichen Zeiten freigesetzt und von den Pflanzen aufgenommen werden. Ebenfalls beliebt ist der Flüssigdünger, der dem Gießwasser zugesetzt wird. Auch bei größeren Kübeln müsse man an die Abzugslöcher denken, betont Brüns. Sie empfiehlt eine Drainage aus Blähton. Diese Technik sei ebenfalls für alle Blumenkästen geeignet. Schwere Terrakottagefäße könnten auch gut durch leichte und täuschend echt nachempfundene Kunststoffgefäße ersetzt werden.

Pflanzen für den Balkon
• Hängepetunien sind stark zehrend und benötigen nach vier bis sechs Wochen eine Nachdüngung.
• Hängepetunien neigen zu Ungeziefer wie weißer Fliege oder Blattläusen. Dagegen helfen spezielle Pflanzenzäpfchen.
• Die beliebteste Blumenkastenpflanze ist immer noch die Geranie.
• Immer mehr im Kommen ist die australische Fächerblume mit ihren blauen Blüten und den biegsamen Trieben.
• Beliebt sind auch Vanillepflanzen, die in den Abendstunden einen tollen Duft verströmen.
• Strukturpflanzen als Unterbepflanzung machen den Balkonkasten interessant.
• Wertvolle Pflanzen sollte man bei 5 bis 12 Grad Celsius hell überwintern. Das Gießen nicht vergessen.
• Im Frühjahr umtopfen, kürzen und die Pflanze langsam an die Außentemperaturen gewöhnen. Anfangs abends wieder hereinholen.

Artikel vom 17.05.10 - 08:28 Uhr
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