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Frühbeet gut vor Nachtfrost schützen

Kann man sieben Jahre alten Gartenhibiskus noch verpflanzen? Muss man eine Rasenfläche rigolen, wenn daraus ein Gemüsegarten werden soll? Gibt es standorttreue Farne? Auf diese und andere Fragen weiß Gartenexperte Werner Teichmann eine Antwort. von Jürgen Rabbel

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Ranunkel ist eine mehrjährige und winterharte Pflanze. Ranunkel erreichen eine Höhe zwischen 20 und 40 Zentimetern. Sie gehören zu den Frühlingsblühern. Ranunkel kann sonnig und im Halbschatten stehen. Der Boden sollte durchlässig, aber nicht trocken sein.

Werner Jabs: Bei meiner Thuja-Hecke hat ein Austriebssterben eingesetzt. Das Grün vom vergangenen Jahr wird braun und fällt herab. Was ist das und was kann ich dagegen tun? Antwort: Ist das ganz bestimmt eine Thuja-Hecke? Ich vermute aufgrund des typischen Schadbildes nach diesem strengen Winter eher, dass Sie eine Scheinzypresse (Chamaecyparis) als Hecke haben. Sie sollten noch etwas abwarten und bei dem beginnenden Austrieb der übrigen Hecke die braunen Triebe vorsichtig entfernen oder zurückschneiden.

Christian Schwarz: Ich möchte einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Ein Nachbar hat mir nun erzählt, dass ich die Rasenfläche nicht nur umgraben, sondern rigolen müsste. Was versteht man darunter? Wie muss ich es machen? Worauf muss ich achten? Antwort: Sie sollten möglichst vorher die Grassoden abschälen und vom zukünftigen Gemüsebeet entfernen. Somit minimieren Sie das anschließende Auftreten zum Beispiel von Drahtwürmern oder der Tipula-Raupe. Hiernach können Sie in einfacher Spatenblatt-Tiefe umgraben. Versorgen Sie Ihr Gemüseland zusätzlich mit altem Mist oder Kompost und mit Kalk. Bei dem rigolen gräbt man in Absätzen (Stufen) in mehreren Spatenblatt-Tiefen. Dieses Verfahren findet heute kaum noch Anwendung.

Susanne Schmidt: Wir haben einen Kleingarten übernommen. Dort steht auch ein Frühbeet. Können wir es jetzt schon bepflanzen? Was eignet sich besonders gut für das Frühbeet? Lassen sich dort auch Blumen vorziehen? Antwort: Sie können viele Gemüsepflanzen wie zum Beispiel Salat, Radieschen oder auch Ihre Gemüse-Jungpflanzen (auch Blumen wie Tagetes, Fleißige Lieschen, Petunien usw.) im Frühbeet ziehen oder für das anschließende Auspflanzen in das Freiland vorziehen. Achten Sie auch darauf, dass das Frühbeet vor Nachtfrösten geschützt ist. Hierfür gibt es im Fachhandel geeignete Matten, oder Sie legen sich einen kleinen Heizlüfter mit Frostwächter zu.

Gerd Hinrichs: Mein Gartenhibiskus ist sieben Jahre alt. Nun möchte ich die Terrasse erweitern. Die Pflanze steht im Weg. Kann ich sie umpflanzen? Was muss ich beachten? Zweite Frage: In welchem Alter sollte man sich von Obstbäumen trennen? Unser Apfelbaum ist 50 Jahre alt. An einigen Astbereichen scheint er morsch zu sein. Am Hauptstamm sitzt dick Moos. Antwort: Zur ersten Frage: Den Hibiskus können Sie mit einem ausreichend großen Ballen noch versetzen. Schneiden Sie nach dem Umsetzen ruhig ein Drittel der Äste ab. Das erleichtert das Anwachsen. Geben Sie ihm in diesem Jahr keinen Dünger, sondern nur ausreichend Wasser. Zur zweiten Frage: Die Obstbauern trennen sich oft bereits nach 15 bis 20 Jahren von ihren Apfelbäumen. Wenn Ihr Apfelbaum noch standsicher ist und auch noch trägt, brauchen Sie ihn nicht zu fällen. Sie sollten lediglich das abgestorbene Holz entfernen, und sich die morschen Stellen genauer ansehen. Ich habe viele alte Obstbäume gesehen, die selbst mit einem hohlen Stamm noch viele Jahre gut getragen haben. Die Flechten und Moose sitzen oft auf den Stämmen. Sie fügen dem Baum keinerlei Schaden zu. Sie brauchen auch nicht entfernt zu werden.

Silke Hilberts: Ich liebe Rosen. Nur leider haben wir in unserem kleinen Garten keinen Standort, an denen sie wirklich viel Sonne bekommen würden. Gibt es Sorten, die auch gut im Halbschatten wachsen? Was muss ich beim Pflanzen beachten? Zweite Frage: Gibt es Farne die nicht wie "Unkraut" wuchern, sondern nur am Standort wachsen? Antwort: Zur ersten Frage: Es gibt Rosensorten die mehltauresistent sind. Diese Sorten sind im Fachhandel (Rosenzüchter) zu beziehen. Ich vermute aber, dass Sie mit den Rosen im Halbschatten nicht wirklich zufrieden sind, da sie dort ihre Pracht nicht richtig entfalten können. Wenn Sie es trotzdem versuchen wollen, sollten Sie unbedingt den empfohlenen Pflanzabstand beachten. Pflanzen Sie ausreichend tief (Veredlungsstelle unter der Bodenoberfläche) in den gewachsenen Boden und düngen Sie erst ab dem zweiten Standjahr mit einem Rosendünger. Achten Sie auch darauf, dass die Rosen keinen Tropfenfall von anderen Pflanzen und auch kein Wasser vom Rasensprenger abbekommen. Zur zweiten Frage: Bei den Farnen gibt es einige Arten wie zum Beispiel Hirschzungenfarn (Phyllitis), die auf ihrem Standort verbleiben. Hier sollten Sie sich direkt an eine Staudenfirma wenden.

Artikel vom 16.04.10 - 11:26 Uhr
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