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Fische auf Parasiten untersuchen

Bremerhaven/Kreis Cuxhaven. „Im zeitigen Frühjahr die absolute Ruhe bewahren.“ Das ist der wichtigste Rat, den Gartenteich-Experte Ino Holzapfel aus Nordholz allen Teichbesitzern jetzt gibt. Meistens würde viel zu früh mit dem Frühjahrsputz am Teich begonnen. Erst wenn die Fische wieder aktiv und mobil im Wasser schwimmen, könne man tätig werden.

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Sein Herz gehört den Wassergärten und Teichen: Ino Holzapfel.

Dann sei es auch an der Zeit, ganz langsam wieder mit der Fütterung zu beginnen. Ebenfalls wichtig: Alle Fische auf weiße Pilzsporen untersuchen. „Der Pilz ist im Wasser, und wenn die Fische geschwächt aus der Winterruhe kommen, können sich Parasiten festsetzen“, so Holzapfel, der in Nordholz einen Betrieb mit Schwerpunkt Wassergärten betreibt. Beim Entfernen des Schlamms sollten die Teichbesitzer darauf achten, dass immer ein Rest auf dem Boden verbleiben muss. Nach dem Rückschnitt könne eine spezielle Düngergabe nicht schaden, da alle Wasserpflanzen starke Nährstoffzehrer sind. Kleinere Teiche sind für Goldfische geeignet. „An Kois sollte man erst ab einer Teichgröße von acht bis zehn Kubikmetern denken“, sagt Holzapfel. Dieser Fisch benötigt auch eine Wassertiefe von mindestens einem Meter. Bei „grünem Wasser“ müsse man auch nicht gleich denken, dass der Teich umkippt, betont der Fachmann. Dies würde nur bedeuten, dass viele Algen im Wasser sind, die Sauerstoff bilden. Erst wenn sich zu viele Algen zeigen, müsse man handeln, rät Holzapfel. Aus der großen Palette der Wasserpflanzen empfiehlt Ehefrau Frauke Holzapfel vor allen Dingen die Sumpfprimel und -dotterblume als Erstblüher am Teich. Arrangements aus Froschlöffel, Rohrkolben, Pfeilkraut und kleineren Arten von Schwertlilien sehen besonders im Sommer gut aus. Die Krebsschere täte der Wasserqualität gut. Und Seerosen würden natürlich jeden Gartenteich schmücken. Dass der Reiher aus den Gartenteichen nur die farbigsten Fische holt, sei ein Märchen, sagt Holzapfel und schmunzelt. „Die fressen alles, was sich im Wasser bewegt“, kann er aus eigener Erfahrung berichten. „Mit Reihern muss man sich einfach arrangieren“, lautet sein philosophischer Rat.

Fotos: Beate Ulich


Elf Tipps für den Teich:

  • Fische erst wieder füttern, wenn das Wasser des Teiches 12-15 Grad aufweist.
  • Neue Wasserpflanzen am besten von April bis Mai einsetzen.
  • Wasserpflanzen aus der freien Natur zu entnehmen, ist streng verboten.
  • Pflanzkörbe mit Wasserpflanzenerde mit niedrigem pH-Wert verwenden.
  • Pflanzkörbe mit Kies bedecken, damit die Erde nicht ausgeschwemmt wird. 
  • Heimische Wasserpflanzenarten verwenden. Andere gehen oft im Winter ein. 
  • Wasserwerte im Frühjahr kontrollieren lassen. 
  • Teichbauten so anlegen, dass sie nicht zur Todesfalle für Kinder werden können.
  • 60 Prozent eines Teiches sollte eine Tiefe von 90 bis 100 Zentimeter haben.
  • Wasserzirkulation eventuell mit kleiner Umwälzpumpe unterstützen.
  • Kein Regenwasser in den Teich. Leitungs- oder Brunnenwasser verwenden.

Artikel vom 12.04.10 - 08:25 Uhr
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