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Über einen längeren Zeitraum beobachten wir für Sie, die Entwicklung dreier Gärten. In der zweiten Woche unserer Beobachtung, sieht man schon wie grün die Gärten geworden sind.
Auch diesmal hat Gabriela Neugebauer wieder einen besonderen Tipp von Hobbygärtner zu Hobbygärtner parat:Achte Woche
Gerd Bourbeck. Mulsum. Nun kann man langsam zuschauen, wie die Pflanzen im Gemüsegarten wachsen. Gerd Bourbeck hat in der vergangenen Woche die Bohnen gelegt und außerdem noch einige Kohlpflanzen gesetzt. "Damit diese nicht gleich wieder von den Tauben verspeist werden, habe ich ein Drahtgitter darüber gestülpt" so der Mulsumer. Die Erbsen, die bisher prachtvoll an der Rankhilfe standen, sind an einigen Stellen auch dem Appetit der der gefräßigen Vögel zum Opfer gefallen. Geerntet hat Familie Bourbeck mittlerweile die ersten Radieschen. Die Roten Beete schauen aus der Erde und auch der Knollensellerie kommt ganz fein. Richtig kräftig sind der Knoblauch, die Steckzwiebeln und die verschiedenen Salatsorten. Auch die Frühkartoffeln stehen gut. "Nur meine späte Sorte ist bisher recht spärlich gekommen" so Bourbeck. In der Blumenrabatte regieren jetzt Klatschmohn und Pfingstrosen.
Gabriela Neugebauer. Langen. Die Kaki hat es geschafft. Erste Blattknospen zeigen sich. "Geduld zahlt sich im Garten aus", freut sich Gabriela Neugebauer aus Langen. Man müsse halt immer und immer wieder den Pflanzen auch eine Chance geben. Mit Gurken dagegen hätte sie offensichtlich kein Glück, so die Hobbygärtnerin. War in der vergangenen Woche bereits "La Diva", die besonders süße Gartengurke, eingegangen, ist jetzt auch die robuste Dominica-Gurke am Kränkeln. Die Tomaten und Kräuter dagegen wachsen um die Wette. Auch die kleinen Kürbispflänzchen treiben kräftige Blätter. Auf ihrem Friesenwall ist mittlerweile die kluge Pflanzordnung aufgegangen. Hinter den prächtigen Frauenmantel-Pflanzen verstecken sich die kümmerlichen Tulpenblätter nach der Blüte. So langsam beginnt die Zeit der Rosenblüte im Garten von Familie Neugebauer. Die ersten Heckenrosen zeigen ihre Knospen. Und auch der Klatschmohn kann es kaum noch erwarten, seine lachsfarbenen Blütenblätter auszubreiten.
Eine gute Zeit, um Buchsbaum zu schneiden, ist Mitte bis Ende Juni. Damit die frischen Schnittstellen keine Verbrennungen bekommen, werden sie immer noch einen Tag lang mit einem alten Bettlaken abgedeckt.
Über einen längeren Zeitraum beobachten wir für Sie, die Entwicklung dreier Gärten. In der zweiten Woche unserer Beobachtung, sieht man schon wie grün die Gärten geworden sind.
Siebte Woche
Rolf und Hella Jürgens 7. Woche. Wremen. Vom gesamten Tulpenbeet im Garten von Hella und Rolf Jürgens ist nicht mehr viel übrig. Nur noch eine ganz späte, pastellfarbene Sorte zeigt ihre hübschen Kelche. Nach dem weißen Flieder ist jetzt der violette mit duftenden Blüten an der Reihe. Der Kartoffelacker ist eine wahre Pracht. Viele Spaziergänger bleiben mittlerweile stehen und bewundern das prächtige Kraut. Rund um den kleinen Teich haben sich die typischen Wasser- und Sumpfpflanzen breit gemacht. Auch der späte Apfelbaum steht jetzt in voller Blüte.
Gerd Bourbeck. Mulsum. Jetzt wird auch der Gemüsegarten so langsam grün. Gerd Bourbeck hat in der vergangenen Woche jeweils zwei Zucchini und Kürbispflanzen gesetzt. Die Erbsen stehen mittlerweile prachtvoll an der Rankhilfe. "Ich hoffe ja nur, dass die Tauben jetzt nicht mehr an die zarten Pflanzen gehen" so der Mulsumer. Bald ernten kann Familie Bourbeck die ersten Radieschen. Kaum zu glauben, was für ein Wachstumsschub da in der vergangenen Woche passiert ist. Bei den Blumenrabatten gibt es neue Farbkleckse. Die ersten Klatschmohnblüten öffnen sich und auch die Pfingstrosen zeigen ihre dunkelroten Blütenblätter. Eine Pracht ist auch die große Kastanie mitten im Garten. Über und über ist der baum zurzeit mit den kerzenartigen weißen Blüten bedeckt. Auch die dunkelroten Salatköpfe sehen bereits sehr appetitlich aus und werden sicherlich bald in der Küche landen.
Gabriela Neugebauer. Langen. "La Diva" ist eingegangen. Was sich schon in der letzten Woche andeutete, ist jetzt eingetroffen. Die besondere Gurkensorte hat wohl die andauernde Kälte trotz Gewächshaus nicht vertragen. Die robuste Dominica-Gurke und die Tomaten dagegen wachsen um die Wette. Besonders stolz ist Gabriela Gebauer auf die selbst gezogenen Hokkaido-Kürbispflanzen. "Die sind regelrecht explodiert" so die Gartenliebhaberin stolz. So ein gerade gekeimtes Pflänzchen wäre schon ein Erfolgserlebnis, wenn man die schleimigen Kürbiskerne selbst gewaschen, getrocknet und dann in die Erde gebracht hätte. Der kleine Säulenapfelbaum trägt reichlich Blüten. Auch die Kaki zeigt mittlerweile echte Austriebknospen. Auf ihrem Friesenwall hat Gabriela Gebauer mittlerweile bunte Mittagsblumen als Farbtupfer gepflanzt. Und auch der Reiherschnabel zeigt erste filigrane Blüten. Der solle ja von Mai bis September blühen, so die Hobbygärtnerin. Das wäre sehr außergewöhnlich für Steingartengewächse. Besonders viel Freude bereitet ihr zurzeit die große Schale mit Hornveilchen im Eingangsbereich, die nach acht Wochen intensiver Pflege prachtvoll blühen. Genauso herrlich sind die gemaserten Tulpen in verschiedenen Pastellfarben.
Natürlich hat sie auch wieder einen besonderen Tipp von Hobbygärtner zu Hobbygärtner parat: Hortensien zählen für viele Gärtner zu den Lieblingsblumen. Besonders ins Schwärmen kommt Gabriela Neugebauer wenn sie hellgrüne Hortensienblüten mit Rosen zu klein gebundenen, zauberhaften Sträußchen verarbeiten kann. Durch einen Zufall hat sie herausgefunden, wie es gelingt, Hortensien hellgrün zu bekommen. Man stellt einfach eine weiße Hortensie über mehrere Wochen in den Schatten, die Blüten werden durch Lichtmangel hellgrün.
Gerd Bourbeck 6. Woche. Mulsum. Die Tauben haben gnadenlos zugeschlagen. Nur noch die Rippen der prachtvollen Kohlrabipflanzen haben die gefräßigen Vögel übrig gelassen. Erstaunlicherweise haben sie aber die zarten Salatköpfe nebenan verschont. "Die rote Sorte ist ihnen wohl zu bitter" überlegt Gerd Bourbeck. Ansonsten tut sich was im Gemüsegarten. Rote Beete, Wurzeln und Dill schaut vorwitzig aus der Erde, die Radieschen bekommen erste Blätter. Und bei den Kartoffeln stieg die Spannung ins Unermessliche. "Da habe ich ganz vorsichtig nachgeschaut" gesteht Bourbeck. Das Kraut hätte er direkt unter der Erdkruste gefühlt.
Rolf und Hella Jürgens 6.Woche. Wremen. Die Tulpenblüte im Garten von Hella und Rolf Jürgens geht langsam ihrem Ende entgegen. Nur noch die ganz späten, dunkel-violetten Sorten zeigen ihre unversehrten Blütenkelche. Dafür setzt der weiße Flieder jetzt zu einer Duftorgie an. Spaziergänger, die am Garten vorbeikommen, bekommen den typischen Fliederduft in die Nase. Auch der Kartoffelacker ist eine wahre Pracht. Sosehr ins Kraut geschossen sind die Pflanzen, dass Rolf Jürgens sie sogar schon angehäufelt hat. Die Buchenhecke macht mittlerweile dem Mai alle Ehre. Dicht und in allen Grünschattierungen zeigen sich die Blätter.
Gabriela Neugebauer 6. Woche. Langen. "Es muss jetzt einfach wärmer werden" seufzt die Hobbygärtnerin. Die Tomatenecke "steht wie eine Eins". Auch der kleine Säulenapfelbaum trägt reichlich Blüten. Immer wieder kritisch betrachtet wird auch die Kaki. Wie ein Stöckchen ohne Funktion steht das Bäumchen noch in einer Ecke. "Ich glaube aber bestimmt, dass noch einige Triebe sprießen werden, so Gabriela Neugebauer. Man müsse eben viel Geduld haben. Aufgefallen ist der versierten Gärtnerin, dass ihre Rosen wegen des kühlen Wetters und der Trockenheit besonders üppig ihre Blätter ausgebildet hätten. "Und keine Krankheiten wären bisher zu entdecken".
Natürlich hat sie auch wieder einen besonderen Tipp von Hobbygärtner zu Hobbygärtner parat: Wenn man Tontöpfe mit schöner Patina mag, kann man diese leicht selber herstellen. Pflanztöpfe einfach mit reichlich Buttermilch einpinseln und in die Sonne stellen. Den Rest besorgt ganz schnell die Natur.
Von Beate Ulich
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