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Über Fenster kann viel Wärme verloren gehen, gerade bei der Einfachverglasung. Bei tiefen Außentemperaturen kühlen die Scheiben bis auf Minusgrade ab. Die Wärme kann weitgehend ungehindert abfließen. Zu den hohen Energieverlusten kommt ein unbehagliches Raumklima.
Aber auch das normale Zwei-Scheiben-Isolierglas, dass etwa bis 1995 üblich war und das Sachses Eltern vor mehr als 30 Jahren eingebaut hatten, besitzt unzureichende Dämmeigenschaften. „Bei passender Gelegenheit durch Wärmeschutzglas ersetzen“, lautet die Empfehlung. Für Sachse und seine Frau bietet sich diese Gelegenheit gerade.
Wärmeschutzverglasung – im Neubau ohnehin ein Muss – soll auch im Gebäudebestand ein Muss werden. Schließlich bietet es einen um 50 bis 60 Prozent besseren Wärmeschutz als herkömmliches Isolierglas. Werden heute ganze Fenster oder auch nur die Scheiben erneuert, ist immer der Einbau von Wärmeschutzverglasung erforderlich. In der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) sind die Werte vorgegeben.
Komplette Fenstererneuerung;: Der Uw-Wert darf bei beheizten Räumen höchsten 1,3 W/(m²K) betragen.
Austausch der Verglasung: Der Ug-Wert darf höchstens 1,1 W/(m²K) aufweisen.
Möglich ist aber, dass Förderprogramme noch strengere Maßstäbe anlegen.
Die Wärmedämmeigenschaften, für die vor allem die Qualität der Verglasung und die des Rahmens ausschlaggebend sind, spiegelt sich im sogenannten U-Wert wider. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser. Das „w“ im Uw steht für den englischen Begriff „window“ und kennzeichnet Rahmen inklusive Glas, das „g“ in Ug für „glazing“ und meint nur das Glas.
Zwei-Scheiben-Isolierglas erreicht diese verschärften Vorgaben nicht mehr. Das schafft erst Wärmeschutzverglasung. Drei-Scheiben-Wärmeschutzfenster erreichen Uw-Werte von unter 1.
Wie schaffen die das? Zwei-Scheiben-Wärmeschutzfenster haben eine Edelgasfüllung. Dazu kommt im Scheibenzwischenraum eine dünne, nicht sichtbare Metallbedampfung des raumseitigen Glases. Bei der nächsten Stufe wird durch die dritte Scheibe, eine Metallbedampfung auf zwei Scheibeninnenoberflächen und die Edelgasfüllung ein noch besserer Effekt erreicht.
Holger Sachse hat Fenster mit einem Uw-Wert von 1,1 geordert. Sie sind aus Kunststoff, haben dicke, besonders konstruierte Rahmen und Dichtungen, die zum Dämmeffekt beitragen. Außen sind sie braun. „Wir haben uns den anderen Häusern angepasst. Wir wollten ein einheitliches Bild“, erzählt er. Und als ehemaliger Polizeibeamter hat er gleichzeitig an den Einbruchsschutz gedacht.
Der Fenstertausch wird viel bringen.
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