
Markus Rosenberg ist dagegen aus Skandinavien deutlich härtere Winter gewöhnt, daher kommentierte der Schwede den Tempeartursturz ziemlich gelassen. „Nein, das ist kein Problem für mich. Wenn man sich bewegt, geht es ja auch“, sagte der Werder-Stürmer.
Thomas Schaaf nahm sich das zu Herzen und sorgte mit seinem Trainingspensum dafür, dass seine Mannen nicht ins Frieren kamen. Zunächst ließ der Werder-Coach ausgiebig Standards üben, wobei Neuzugang Zlatko Junuzovic, Youngster Florian Hartherz und Mehmet Ekici als Freistoß- oder Eckenschützen gefragt waren. Anschließend gab es ein Trainingsspiel, in dessen Verlauf sich Ekici eine Blessur zuzog. Der Spielmacher gab aber noch auf dem Weg in die Kabine Entwarnung – sein Einsatz am Sonntag beim SC Freiburg (15.30 Uhr) ist nicht gefährdet.
Dass Ekici durch die Verpflichtung von Junuzovic die Rolle als zentrale Figur im Werder-Mittelfeld verlieren könnte, ist zurzeit nicht absehbar. Schaaf testete den Neuzugang von Austria Wien bislang auf der rechten Seite, wo der österreichische Nationalspieler auf Grund seiner Ballsicherheit und seines Spielverständnisses die Kiebitze am Trainingsplatz beeindruckte.
Auch seine Kollegen sehen in Junuzovic eine Verstärkung, die in der Lage ist, mehr Qualität in Werders Spiel zu bringen. „Zlatko nimmt die Dinge sehr gut an. Er ist sehr interessiert und fragt, wie er sich auf dem Platz verhalten soll. Das ist wichtig“, lobte Clemens Fritz die Einstellung des 24-Jährigen. Dem Werder-Kapitän gefällt, was er bislang von dem dritten Österreicher im Team nach Sebastian Prödl und Marko Arnautovic zu sehen bekam. „Er ist ein sehr guter Fußballer, der auch die Defensive nicht vernachlässigt“, sagte Fritz.
Auf der rechten Mittelfeldseite, die in Freiburg wohl von Junuzovic übernommen werden wird, hatte in den vergangenen Monaten Aleksandar Ignjovski ordentliche Leistungen abgeliefert. Der Serbe wird dennoch einen Platz im Team behalten, weil mit Philipp Bargfrede die Stammkraft im defensiven Mittelfeld wegen seiner fünften gelben Karte fehlen wird – Ignjovski soll als Sechser einspringen. „Ich habe diese Position schon in Augsburg, Mainz und gegen Köln gespielt. Da hat es gut geklappt“, erzählte der 21-Jährige.
Gutes Omen für Werder und Ignjovski, den sie „Iggy“ nennen: In den drei Partien mit ihm als Sechser holten die Grün-Weißen immerhin sieben Punkte.
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