
Im Trainingslager im türkischen Belek hat Schaaf das Hauptaugenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt. Das war die Achillesferse der Bremer vor der Winterpause. Mit den Ergebnissen ist er zufrieden, auch wenn die sportlichen Resultate dies nicht spiegeln. Von den fünf Vorbereitungsspielen hat seine Elf nur eins als Sieger beendet. „Klar, wir hätten lieber alle Spiele gewonnen. Für mich steht aber im Vordergrund, dass wir möglichst schnell alle verletzten Spieler wieder fit bekommen. Dann haben wir auch eine schlagkräftige Truppe zusammen“, so Schaaf.
In Lautern werden Naldo, Wolff, Marin, Mielitz und Avdic fehlen. Die Langzeitverletzten Boenisch und Silvestre trainieren wieder, ein Einsatz dürfte aber noch zu früh kommen. „Dafür sind Pizarro, Bargfrede, Fritz und Arnautovic wieder im Training“, sagt Schaaf – und auch einsatzbereit. „Ich glaube, dass wir eine Formation haben werden, die in Kaiserslautern bestehen kann“, ist der Coach zuversichtlich.
Einer der Gewinner in der Vorbereitung war Tom Trybull. Der 18-Jährige hat große Fortschritte gemacht und könnte sogar in der Anfangsformation stehen. Schaaf: „Wir haben einen jungen Mann gesehen, der sich gut einbringt. Er könnte Sonnabend dabei sein.“
Das wird Sandro Wagner definitiv nicht – weder bei Werder noch bei seinem neuen Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern. Die Bremer haben den 24-jährigen Stürmer bis zum 30. Juni 2013 an die Pfälzer ausgeliehen, „wir haben Sandro aber für Sonnabend intern gesperrt“, sagte Allofs – und schmunzelte. Soll heißen: Gegen seinen Ex-Klub, bei dem er noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 hat, darf er nicht spielen. Das haben die Bremer mit den Pfälzern so abgesprochen.
Im Januar 2010 war Wagner vom MSV Duisburg an die Weser gewechselt, kam dort aber nie über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus, obwohl er in der Endphase der vergangenen Saison fünf ganz wichtige Treffer für Werder erzielte. „Er war unzufrieden, wir auch, weil er nicht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gemacht hat“, sagt Schaaf und verdeutlicht damit, warum es für beide Parteien so der beste Weg gewesen ist.
Weitere Spielerverkäufe bis zum Ende der Wechselperiode am 31. Januar will Allofs nicht ausschließen. „Es gibt einige Anfragen. Wir müssen sehen, was Sinn machen könnte“, so Allofs. Abgeneigt, den einen oder anderen Akteur noch abzugeben, ist der Geschäftsführer („unser Kader ist in allen Mannschaftsteilen quantitativ gut besetzt“) nicht.
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