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Der Gewinner von Belek


Belek. Knapp eine Woche vor dem Rückrundenauftakt beim 1. FC Kaiserslautern sieht Thomas Schaaf sein Team auf dem richtigen Weg. „Die Mannschaft ist den Aufgaben, die wir uns gestellt haben, sehr gut nachgekommen“, zieht der Trainer Werder Bremens ein zufriedenes Fazit des Trainingslagers in Belek. Am Donnerstag kehrte der Werder-Tross aus der Türkei nach Bremen zurück. Aus Werders TRainingslager in der Türkei berichtet Dietmar Rose


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Mehmet Ekici (Foto) ist (neben dem 18-jährigen Tom Trybull) der größte Gewinner von Werders Trainingslager in Belek: Er hat gezeigt, dass in der Rückrunde mehr von ihm zu erwarten ist, als er bislang im grün-weißen Dress gezeigt hat. Foto nph

Schaaf hatte den achttägigen Aufenthalt an der türkischen Riviera vor allem dazu nutzen wollen, das Abwehrverhalten seiner Profis zu verbessern. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, in den Testspielen gegen den RSC Anderlecht (1:2) und den AZ Alkmaar (2:1) standen die Bremer defensiv deutlich sicherer als in der Bundesliga, wo sie bereits 31 Gegentore kassiert haben.

„Die Mannschaft hat sehr diszipliniert agiert und sich gegenseitig unterstützt“, sagt Schaaf. Wenn man bedenkt, dass mit Naldo der stärkste Werder-Abwehrspieler wegen Knieproblemen nicht eingesetzt werden konnte, waren die Fortschritte in der Defensive unübersehbar.

Wesley spielt kleine Rolle

Trainingslager bieten Spielern die Chance, für sich zu werben. Der 18-jährige Tom Trybull und der in der Hinrunde enttäuschende Mehmet Ekici nutzten diese Gelegenheit. „Er hat versucht, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und seine Aktionen wesentlich effektiver zu setzen“, bescheinigt Schaaf seinem Spielgestalter Ekici, einen Schritt nach vorn gemacht zu haben.

Der 21-Jährige hat zurzeit auf der Zehnerposition gegenüber Marko Marin die Nase vorn und wurde in den Begegnungen gegen Anderlecht und Alkmaar mit einem Treffer und einer Vorlage auffällig. Keine Rolle in Schaafs Planungen scheint dagegen Wesley zu spielen – der Brasilianer war nur eine Halbzeit am Ball.

Neuer Sponsor gesucht

Während Schaaf mit dem ungewohnt schlechten Wetter in der Türkei und dem Ausfall des Testspiels gegen Pakhator Taschkent haderte, gibt es wirtschaftlich keinen Grund zur Klage. „Wir haben im Sponsoringbereich noch nie so viel Geld verdient wie bisher“, sagt Klaus Filbry, bei Werder als Geschäftsführer für Finanzen zuständig. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen macht bei Werder inzwischen 25 Prozent der Einnahmen aus. Auf Hochtouren läuft die Suche nach einem neuen Trikotsponsor, der Vertrag mit der Targobank läuft im Sommer aus. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in drei bis vier Monaten Vollzug melden können“, berichtet Filbry. Mit der Akquise hat Werder die Vermarktungsagentur Infront beauftragt, die ihre Fühler auch nach China ausgestreckt hat. „Das ist ein Markt, der immer interessanter wird“, will Filbry nicht ausschließen, dass demnächst ein Unternehmen aus Fernost auf der Werder-Brust wirbt.

Wer neue Märkte erschließen will, muss sich dort auch präsentieren. Für Werder bedeutet das, zum Trainingslager auch mal in die USA statt ins Zillertal zu reisen. Ziemlich konkret sind laut Filbry Pläne, im Sommer einige Freundschaftsspiele in Südamerika auszutragen. „Alle großen Vereine gehen auf Tour“, erklärt der ehemalige Adidas-Manager. Am Widerstand des Trainers werde das nicht scheitern, ist Filbry überzeugt: „Es gibt auf der sportlichen Seite Verständnis dafür, dass wir zusätzliche Einnahmen generieren müssen.“

Ein Thema in Belek war noch das angebliche Ansinnen des FC Bayern München, Stürmer Claudio Pizarro ab der kommenden Saison unter Vertrag nehmen zu wollen. Geschäftsführer Klaus Allofs verwies Medienberichte darüber ins Reich der Fabeln. „Im Winter passiert in Sachen Pizarro ohnehin nichts, und aus München habe ich keine Hinweise bekommen, dass sie Claudio verpflichten wollen“, so Allofs.

Artikel vom 13.01.12 - 07:00 Uhr
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