
Schon beim 0:0 in Kaiserslautern ist dieses Trio zu Hause geblieben, Schaaf vermisste bei ihnen Leidenschaft und die Bereitschaft, „das Beste aus sich herauszuholen.“ Diesen Eindruck geradezurücken gelingt offenbar nicht so schnell. Der Trainer merkt dazu an: „Es reicht nicht, in zwei Trainingseinheiten eine Reaktion zu zeigen, oder eine Woche lang. Jeder muss immer wieder aufs Neue das abrufen, wofür er steht.“
Diese für Bremer Verhältnisse ungewohnte Rigorosität ändert aber nichts am sportlichen Erfolgsstreben: Gegen Bayer Leverkusen will Werder die gute Heimbilanz ausbauen (bisher sieben Siege in acht Spielen).
Wenn ihm das auch am Sonnabend (Anpfiff: 15.30 Uhr) gelingt, wäre das gut für seinen neuen Verein. Denn das Kräftemessen mit Bayer ist ein echtes Schlüsselspiel: Werder hat zurzeit sechs Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz, aber auch sechs Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Europapokal-Platz. Man darf die Partie gegen Leverkusen getrost als Signal betrachten, in welche Richtung es mit Werder weitergeht. Klub-Chef Klaus Allofs sieht im Moment allerdings kaum eine Chance, in den Kampf um Platz vier einzugreifen: „Die Mannschaften, die vor uns stehen, sind gut und spielen sehr konstant. Für uns geht es zunächst darum, unsere Position zu verteidigen.“
Und zwar gegen Leverkusen, denn dieses Team hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto. Mit einem Sieg im Weserstadion würde Bayer die Bremer überholen. Denkbar ist das, nicht nur Schaaf weiß: „Fußballerisch hat dieser Gegner einiges zu bieten.“
Doch das gelte auch für seine eigene Mannschaft. Beim 0:0 in Kaiserslautern zum Beispiel habe er „sehr viel Positives gesehen“. Seine Mannschaft habe sich „sehr gut bewegt, sie stand gut und hat harmoniert.“ Nicht zufrieden war der Trainer allerdings damit, wie seine Spieler die Räume genutzt haben, die die Lauterer ihnen gelassen haben. Dennoch überwiege die Zuversicht.
Die Statistik macht Werder zusätzlichen Mut für Sonnabend: 31-mal hat Leverkusen schon im Weserstadion gespielt, aber in all dieser Zeit nur drei Siege geschafft. Aus Sicht der Grün-Weißen soll es dabei auch bleiben.
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