Es war von Beginn an ein intensives, schnelles Spiel, das sich beiden Mannschaften lieferten. In Reihen der Dresdner standen einige Gast-Spieler, die noch um einen Vertrag spielen, und die hängten sich nach Meinung von Pinguins-Sportmanager Alfred Prey „besonders rein“.
Die ersten Möglichkeiten hatten die Pinguins, doch Marian Dejdar scheiterte nach wenigen Sekunden an Pasi Häkkinen im Tor der Eislöwen, und Carsten Gosdeck traf nach einem Pass von Ales Kreuzer den Pfosten.
Auf der Gegenseite stand Goalie Marko Suvelo seinem Landsmann im Tor der Dresdner in nichts nach. Er rettete gegen Sami Kaartinen (4.) und auch kurz vor der ersten Drittelsirene gegen Jan Zurek. Einige Minuten zuvor hatten die Leidborg-Schützlinge für 1:22 Minuten eine 5:3-Überzahl, agierten im Powerplay aber zu statisch und brachten Häkkinens Kasten nicht in Gefahr.
Das änderte sich im zweiten Drittel. Da spielten die Pinguins viel druckvoller, brachten die Scheibe immer wieder gefährlich vor das Tor der Eislöwen. Die hatten aber in Häkkinen (bis zur 30. Minute) und dann im Schweizer Pascal Caminada zwei starke Torhüter zwischen den Pfosten. Zunächst hielt Häkkinen den Schuß von Alex Janzen (23.), dann rettete er gegen Chris Stanley. Im zweiten Versuch machte es der Kapitän der Pinguins besser und überwand den Finnen nach Janzens Pass zur verdienten 1:0-Führung (24.).
Auf der Gegenseite war Suvelo zweimal gegen Zurek auf dem Posten, als Justin Kurtz auf der Strafbank saß.
Chris Leineweber (33.) scheiterte ebenso am eingewechselten Caminada wie eine Minute später Kurtz, der einen richtigen „Hammer“ auspackte, aber im Schweizer seinen Meister fand. Die größte Chance, auf 2:0 zu erhöhen, vergab Stanley kurz vor Drittelende, als er den Puck nicht im leeren Tor unterbringen konnte.
Im Schlussabschnitt bestimmten weiter die Bremerhavener das Spiel, beherrschten den Gegner und machten Dampf. Nach einer Kombination über Marcel Ohmann und Thomas Brandl erzielte Daniel Willaschek das 2:0 (45.), dem Slaton auf Vorarbeit von Brandl das 3:0 (52.) folgen ließ. 30 Sekunden vor dem Ende kamen die Eislöwen zum Anschlusstor durch Zurek, aber das war nach einer wirklich couragierten Vorstellung der Pinguins nur noch ein Schönheitsfehler.
Zum Abschluss des Trainingslagers treffen die Pinguins heute Abend auf den tschechischen Erstligisten Bili Tygri Liberec. (rie)
Tore: 0:1 (24.) Stanley/Alex Janzen/Dejdar; 0:2 (45.) Willaschek/Ohmann/Brandl; 0:3 (52.) Slaton/Brandl; 1:3 (60.) Zurek/Kaartinen.
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