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Gegen die Indians auf Kriegspfad

BREMERHAVEN. Seit zehn Spielen warten die Fischtown Pinguins in der Zweiten Eishockey-Bundesliga auf einen Dreier. Die Durststrecke begann mit einem 4:5 nach Verlängerung bei den Hannover Indians. Das war am 23. Dezember 2011. Am Sonntag kommt es nun erneut zum Duell mit den Rothäuten. Für die Pinguins ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, auf Kriegspfad zu gehen und endlich wieder einen glatten Sieg einzusacken (16 Uhr, Eisarena).

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Pinguins-Goldhelm Jan Kopecky droht gegen die Hannover Indians auszufallen. Damit würde der mit Abstand beste Scorer fehlen. Foto eer

Die Fans der Pinguins rätseln: Gibt der neue Torhüter Brett Jaeger am Sonntag sein Debüt? Und wenn ja: Welcher Feldspieler muss für den 29 Jahre alten Kanadier auf die Tribüne? Fragen über Fragen. Antworten gibt es nicht. Coach Gunnar Leidborg hält sich bedeckt und hat – so versichert er glaubhaft – noch keine Entscheidung getroffen.

„Man muss sagen, dass die abgelaufene Woche sehr gut lief. Die Trainingsleistungen der Torhüter waren vielversprechend. Der Konkurrenzkampf hat sich hier augenscheinlich positiv bemerkbar gemacht“, sagt der Schwede. „Diesen Konkurrenzkampf wünscht man sich als Trainer auf allen Positionen. Im Sturm wird es bald genauso sein, wenn Marian Dejdar wieder zurückkommt.“

Die Goalies Brett Jaeger, Marko Suvelo und Sebastian Staudt liefern sich einen harten Dreikampf um den Platz zwischen den Pfosten. Freiwillig stellt sich keiner ins zweite Glied. „Sicherlich habe ich mein Tief gehabt, aber das kann durchaus auch mit dem Tief der gesamten Mannschaft zu tun gehabt haben“, sagt Staudt. „Ich gehe sehr selbstkritisch mit mir um, habe mich aber zuletzt beim Pokalsieg in Bad Nauheim empfohlen, als ich zu null spielte.“

Der 23 Jahre alte Torhüter, der im vergangenen Sommer aus Schwenningen kam, hat klare Vorstellungen: „Ich erwartete jetzt, dass ich wieder meine Chance bekomme. Mein Ziel ist es generell, irgendwann die Nummer eins bei einem Zweitligisten zu sein. Das ist ein Prozess, der über mehrere Jahre läuft.“

Wer muss auf die Tribüne?

Sollte Jaeger zum Einsatz kommen, müsste Leidborg einen anderen Kontingent-Ausländer aus seinem Feldspieler-Reservoir auf die Tribüne verbannen. Dieses Handicap würde Leidborg im Fall der Fälle schlucken. „Die letzten Spiele haben wir immer mit fünf Ausländern gemacht, gewonnen haben wir trotzdem nicht. Es ist also absolut denkbar, dass einer mal pausiert“, meint der Trainer.

Kandidaten wären entweder Stürmer Kevin Saurette oder Verteidiger Patrik Hucko. Leidborg äußert sich öffentlich nicht zu Namen und Spekulationen.

Vielleicht löst sich das Kontingentspieler-Problem von ganz alleine. Stürmer Jan Kopecky, aktuell mit 38 Punkten Topscorer der Pinguins, hat sich am Freitag beim Training bei einem Check verletzt. Dass der 32-Jährige gegen Hannover wieder mitmachen kann, ist fraglich. Sollte der Tscheche tatsächlich ausfallen, müsste Leidborg seine Angriffsformationen neu mischen. Kopecky hat bislang noch kein Pflichtspiel versäumt. Seine Durchsetzungskraft im gegnerischen Drittel wird dringend benötigt. (ber)


Artikel vom 28.01.12 - 12:00 Uhr
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