
Laut Pinguins-Teammanager Alfred Prey soll Jaeger vor allem als Absicherung dienen, falls sich einer der beiden Torhüter Marko Suvelo oder Sebastian Staudt verletzt. Doch das kann nicht der einzige Grund für die Verpflichtung sein. Einen ausländischen Torhüter für die Tribüne kann sich kein Verein der Liga leisten.
„Auch wenn es zuletzt nur noch je drei Gegentore waren, davor haben wir viel zu viele bekommen. Vielleicht kann ein neuer Torhüter neue Impulse geben“, hofft Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Allerdings besetzt der Kanadier Jaeger eine Ausländerstelle. Soll er spielen, muss einer der ausländischen Feldspieler auf die Tribüne, weil das Ausländerkontingent ausgeschöpft ist. „Ob er spielt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hilft er aber auch, die anderen besser zu machen, weil er die Konkurrenz erhöht, sowohl für die Torleute als auch für die ausländischen Feldspieler“, meint Leidborg.
Jaeger, der heute Abend erstmals mit den Pinguins trainieren soll, spielte bisher beim dänischen Erstligisten Copenhagen Hockey. Der Verein ist Letzter in der AL-Bank Ligaen, Jaeger kassierte im Schnitt 3,12 Gegentore. Allerdings parierte er knapp 91 Prozent der Schüsse auf sein Tor, was ein anständiger Wert ist.
Weil die Playoffs für Copenhagen Hockey unerreichbar sind, hat der Verein allen ausländischen Spielern die Freigabe erteilt. Über seine Kontakte erfuhr Prey davon, so dass er sich in der vergangenen Woche zusammen mit Trainer Gunnar Leidborg nach Dänemark aufmachte, um Jaeger spielen zu sehen. Danach entschied man sich für den Torhüter. Das Geld für die Verpflichtung haben die Pinguins laut Prey mit Hilfe einer „Gruppe von Sponsoren“ aufgetrieben. Jaeger sei aber wegen der Situation in Kopenhagen auch nicht allzu teuer gewesen, sagt Prey.
Bisher ist Jaeger im internationalen Eishockey ein unbeschriebenes Blatt. Kopenhagen war seine erste Station in einer bedeutenden europäischen Liga. „Dänemark war eine großartige Erfahrung. Bremerhaven ist nun ein weiterer Schritt auf der Leiter“, wird Jaeger auf der Internetseite seines alten Clubs zitiert.
„Um ehrlich zu sein, kenne ich ihn nur von diesem einen Spiel, das wir in Dänemark gesehen haben“, sagt Leidborg zu seinem neuen Torhüter. „Da zumindest hat er sehr gut gespielt.“ Das bestätigt auch Prey, der den 29-Jährigen neben Alfie Michaud von Tabellenführer Vojens zu den besten Torhütern der Liga zählt. In einer Sache hat Jaeger den Ex-Pinguin Michaud sogar ausgestochen: Als die beiden am vergangenen Donnerstag aufeinandertrafen, gewann Vojens zwar mit 3:2 nach Verlängerung – aber Jaeger wurde zum „Spieler der Spiels“ gewählt.
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