
Bis dahin sah es ganz gut aus. Zwei Drittel lang ließen die Pinguins nur wenige Chancen der Gäste zu und spielten selbst eine ansehnliche Anzahl heraus. Zwei Überzahl-Spiele nutzten sie durch Kevin Saurette (11.) und Jan Kopecky (26.) zu Treffern und ließen nur ein Gegentor in Unterzahl durch Mitch Stephens (23.) zu. „Wir haben es zwei Drittel lang gut gemacht, auch wenn wir nicht genug Tore aus den Chancen gemacht haben. Im letzten Drittel waren wir dann zu passiv“, analysierte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.
Ihrerseits spielten die Gastgeber kaum noch eine Chance heraus, so dass das Spiel emotionslos zu Ende plätscherte. Obwohl noch genug Zeit war zum Ausgleich, passierte wenig nach vorne – und in der mit 2652 Fans gut gefüllten Eisarena herrschte gespenstische Stille. „Das Selbstvertrauen ist zurzeit nicht da“, meinte Leidborg. „Ich kann meiner Mannschaft aber nicht vorwerfen, dass sie nicht gearbeitet hat.“
Nur der Lohn für solche Spiele, der fehlt nun schon viel zu lange. Seit zehn Partien (dem 6:4 gegen Crimmitschau am 20. Dezember) haben die Pinguins keinen „Dreier“ mehr geholt. Platz acht in der Tabelle ist die Quittung, die Abstiegsrunde ist nur noch vier Punkte entfernt.
Als Ales Kreuzer seine Mannschaft mit einem dusseligen Foul hinter dem gegnerischen Tor in Unterzahl brachte, nutzte Mitch Stephens das Powerplay nach toller Vorarbeit von Dominic Auger (22.) zum Ausgleich. Der juckte die Gastgeber aber weinig. Als sie zum zweiten Mal in Überzahl waren, traf Jan Kopecky nach einem starken Pass von Andrei Teljukin zum 2:1 (26.). Die dritte Powerplay-Gelegenheit kurz darauf hätte endgültig Sicherheit bringen können, trotz bester Gelegenheiten durch Patrik Beck und Mark Kosick fiel das dritte Tor aber nicht. Dennoch blieben die Pinguins die bessere Mannschaft, ein Hammer von Carsten Gosdeck und ein Solo von Beck brachten gute Torgelegenheiten.
Nach der zweiten Pause war der Elan dahin. Zaghaft im Angriff, nicht zupackend im Rückwärtsgang. Ein Gegentor wie das 2:2, als Gottwald nachstocherte, darf fallen. Ein Tor wie das 2:3 nicht. Die Pinguins waren im Angriff, als Rosenheim aus dem eigenen Drittel einen Konter startete. Stanley konnte dem flinken Asselin nicht folgen, und der verwertete den Pass von Cory Quirk so eiskalt, dass die Pinguins wie schockgefrostet wirkten.
Pinguins – Rosenheim 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)
Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Teljukin, Fatyka – Hucko, Slaton – Thomas, Willaschek – Janke; Angriff: Beck, Stanley, Kopecky – Kreuzer, Kosick, Saurette – Gosdeck, Gunkel, Verelst – S. Janzen, A. Janzen, Litesov
Tore: 1:0 (10:42) Saurette (Hucko, Kosick) bei 5/4; 1:1 (22:45) Stevens (Asselin, Gaucher) bei 5/4; 2:1 (25:23) Kopecky (Teljukin, Fatyka) bei 5/4; 2:2 (52:35) Gottwald (Wenzel, Stephens); 2:3 (53:06) Asselin (Quirk, Marsall)
Strafzeiten: Pinguins: 12 Minuten – Starbulls: 10 Minuten
Schiedsrichter: Reik van Gameren – Zuschauer: 2652
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