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Doppelschlag haut die Pinguins um


Bremerhaven. Diese Niederlage war so unnötig wie ein Streusalz-Vorrat in diesem Matsch-Winter. Obwohl sie das Spiel lange dominierten, verloren die Fischtown Pinguins gegen die Starbulls Rosenheim mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:2). Durch einen Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden fielen die Pinguins im Schlussdrittel noch auf die Nase. Von Lars Brockbalz


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Zwei Drittel lang beackerten die Fischtown Pinguins um Kapitän Chris Stanley (links) das Tor von Gäste-Torhüter Norm Maracle ganz anständig. Die beiden Treffer, die dabei heraussprangen, waren am Ende aber nicht genug. Fotos eer

Bis dahin sah es ganz gut aus. Zwei Drittel lang ließen die Pinguins nur wenige Chancen der Gäste zu und spielten selbst eine ansehnliche Anzahl heraus. Zwei Überzahl-Spiele nutzten sie durch Kevin Saurette (11.) und Jan Kopecky (26.) zu Treffern und ließen nur ein Gegentor in Unterzahl durch Mitch Stephens (23.) zu. „Wir haben es zwei Drittel lang gut gemacht, auch wenn wir nicht genug Tore aus den Chancen gemacht haben. Im letzten Drittel waren wir dann zu passiv“, analysierte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.

Gespenstische Stille

Mit einer 2:1-Führung ging seine Mannschaft ins Schlussdrittel, in dem den Pinguins anzusehen war, dass sie sich über die Marschroute nicht im Klaren waren: Sollten sie auf das dritte Tor spielen oder lieber mauern, was die Kelle hergibt, um den Vorsprung zu verteidigen? Es wurde nichts Halbes und nichts Ganzes. So konnten die Gäste durch ein „Murmeltor“ von Stephen Gottwald ausgleichen (53.) und nur 31 Sekunden später durch Patrick Asselin, der Chris Stanley bei einem Konter einfach davonlief, den Siegtreffer erzielen.

Ihrerseits spielten die Gastgeber kaum noch eine Chance heraus, so dass das Spiel emotionslos zu Ende plätscherte. Obwohl noch genug Zeit war zum Ausgleich, passierte wenig nach vorne – und in der mit 2652 Fans gut gefüllten Eisarena herrschte gespenstische Stille. „Das Selbstvertrauen ist zurzeit nicht da“, meinte Leidborg. „Ich kann meiner Mannschaft aber nicht vorwerfen, dass sie nicht gearbeitet hat.“

Nur der Lohn für solche Spiele, der fehlt nun schon viel zu lange. Seit zehn Partien (dem 6:4 gegen Crimmitschau am 20. Dezember) haben die Pinguins keinen „Dreier“ mehr geholt. Platz acht in der Tabelle ist die Quittung, die Abstiegsrunde ist nur noch vier Punkte entfernt.

Stanley verliert Laufduell

Gegen Rosenheim lief es eigentlich planmäßig. Nach gutem Beginn machten die Pinguins in ihrer ersten Überzahl das 1:0. Saurette stocherte die Scheibe über die Linie, nachdem Patrik Hucko geschossen hatte. Die Starbulls traten nicht so souverän auf wie gewohnt. Planvolle Angriffe waren selten, eine Druckphase, in der sie sich im Pinguins-Drittel festsetzten, hatte sie über die gesamte Spielzeit nicht. Die Pinguins waren in der Rückwärtsbewegung aufmerksam, und auch Torhüter Marko Suvelo zeigte ansteigende Form.

Als Ales Kreuzer seine Mannschaft mit einem dusseligen Foul hinter dem gegnerischen Tor in Unterzahl brachte, nutzte Mitch Stephens das Powerplay nach toller Vorarbeit von Dominic Auger (22.) zum Ausgleich. Der juckte die Gastgeber aber weinig. Als sie zum zweiten Mal in Überzahl waren, traf Jan Kopecky nach einem starken Pass von Andrei Teljukin zum 2:1 (26.). Die dritte Powerplay-Gelegenheit kurz darauf hätte endgültig Sicherheit bringen können, trotz bester Gelegenheiten durch Patrik Beck und Mark Kosick fiel das dritte Tor aber nicht. Dennoch blieben die Pinguins die bessere Mannschaft, ein Hammer von Carsten Gosdeck und ein Solo von Beck brachten gute Torgelegenheiten.

Nach der zweiten Pause war der Elan dahin. Zaghaft im Angriff, nicht zupackend im Rückwärtsgang. Ein Gegentor wie das 2:2, als Gottwald nachstocherte, darf fallen. Ein Tor wie das 2:3 nicht. Die Pinguins waren im Angriff, als Rosenheim aus dem eigenen Drittel einen Konter startete. Stanley konnte dem flinken Asselin nicht folgen, und der verwertete den Pass von Cory Quirk so eiskalt, dass die Pinguins wie schockgefrostet wirkten.

Pinguins – Rosenheim 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)

Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Teljukin, Fatyka – Hucko, Slaton – Thomas, Willaschek – Janke; Angriff: Beck, Stanley, Kopecky – Kreuzer, Kosick, Saurette – Gosdeck, Gunkel, Verelst – S. Janzen, A. Janzen, Litesov

Tore: 1:0 (10:42) Saurette (Hucko, Kosick) bei 5/4; 1:1 (22:45) Stevens (Asselin, Gaucher) bei 5/4; 2:1 (25:23) Kopecky (Teljukin, Fatyka) bei 5/4; 2:2 (52:35) Gottwald (Wenzel, Stephens); 2:3 (53:06) Asselin (Quirk, Marsall)

Strafzeiten: Pinguins: 12 Minuten – Starbulls: 10 Minuten

Schiedsrichter: Reik van Gameren – Zuschauer: 2652

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Vor dem Tor von Marko Suvelo arbeiteten die Pinguins lange Zeit sehr gut. Trotzdem verloren sie das Spiel.
Artikel vom 23.01.12 - 07:00 Uhr
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