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Pinguins wollen die Verkrampfung lösen

Bremerhaven. Wer derzeit die Internetseite der Dresdner Eislöwen anwählt, wird dort mit einem neuen Startbild empfangen. Ein Löwe schnappt nach einem springenden Pinguin, daneben steht: „Flieg nicht zu hoch, mein kleiner Freund.“ Tatsächlich haben die Eislöwen den Höhenflug der Fischtown Pinguins im ersten Playoff-Viertelfinale am Dienstag jäh gestoppt. Doch gegessen ist die Sache längst noch nicht.

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Nur mit solchem Einsatz wie hier von Gerrit Fauser gegen Jörg Wartenberg kann man in den Playoffs bestehen. Foto ls

„Dresden hat einen Satz gewonnen, aber noch nicht das Match. Dazu brauchen sie vier Sätze“, sagt Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Immerhin haben die Dresdener auswärts gewonnen und damit ein „Break“ geschafft, um im Tennis-Bild zu bleiben. Doch schon heute Abend haben die Bremerhavener in Dresden die Chance auf das „Re-Break“.

Dafür, so Leidborg, müsse seine Mannschaft aber einiges ändern: „Die Einstellung am Dienstag war: bloß nicht verlieren. Wir müssen aber zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen.“

Kampf- und Laufbereitschaft waren bei den Eislöwen stärker ausgeprägt. Leidborg fehlte es vor allem am Mannschaftsspiel. „Das hat uns stark gemacht, da müssen wir wieder hin“. Gestern im Abschlusstraining rief er seine Spieler auf dem Eis zu sich und pfiff sie zusammen, weil ihm die Einstellung zu lasch erschien: „Ich habe gesagt, dass wir für die Playoffs zu wenig tun“, erläuterte Leidborg später.

Mehr Zusammenarbeit vor allem in der Defensive und besseres Passspiel im Angriff sind für ihn die Schlüssel zum Sieg. Der Schwede erwartet heute allerdings ein anderes Spiel als am Dienstag. „Dresden muss zu Hause auf jeden Fall offensiver spielen, das werden wir nutzen.“ Er will seine Mannschaft defensiver ausrichten und mit einer ähnlichen Taktik wie die Eislöwen zum Erfolg kommen. Vor allem aber vom Kopf fordert er eine andere Einstellung: „Wir waren viel zu verkrampft. Wir müssen mehr Spaß an der Sache haben“, sagt Leidborg.

Haloschan genäht

Personell erwägt der Pinguins-Trainer keine Änderungen. „Wir haben eines der letzten zehn Spiele verloren, man darf jetzt auch nicht alles schlecht machen“, meint er. So wird in Dresden dieselbe Mannschaft spielen. Sogar Ersatztorhüter Dustin Haloschan will mitfahren, obwohl er am Dienstag auf der Auswechselbank einen Puck ins Gesicht bekommen hatte, gestern noch die Fäden von der Naht in der linken Augenbraue hatte und das Auge dick geschwollen war. „Das tat am Anfang höllisch weg und ist sofort dick geworden, aber jetzt geht es wieder“, sagt der 20-Jährige, der über sein Missgeschick schon wieder lachen kann: „Dass sich der Ersatztorwart auf der Bank verletzt, ist wohl einmalig“, schmunzelt er. (lb)

Vorkaufsrecht

Wer in der vergangenen Saison eine Dauerkarte für einen Sitzplatz bei den Pinguins hatte, hat von Montag bis zum 5. April ein Vorkaufsrecht, um sich einen adäquaten Platz in der neuen Eisarena für die neue Saison zu sichern. Wer Interesse hat, kann sich an die Pinguins-Geschäftsstelle in der Eisarena wenden.

Artikel vom 18.03.11 - 07:00 Uhr
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