Nachdem der Angriff schon seit Wochen fast komplett ist, nimmt auch die Verteidigung der Pinguins Form an. Sechs Verteidiger sind unter Vertrag, jetzt fehlt noch das Top-Duo. Das wurde in der vergangenen Saison von Justin Kurtz und Chris Leinweber gebildet, die Bremerhaven jedoch beide verlassen. Es dürften also zwei neue Ausländer sein. Einer davon könnte Stanisalv Fatyka sein.
Ganz entgegen ihrer sonstigen Gepflogenheiten haben die Pinguins haben offen ihr Interesse an dem Slowaken bekundet. Deshalb dürfte eine Verpflichtung nur noch Formsache sein. Fatyka wechselte im Laufe der vergangene Saison aus der ersten slowakischen Liga von Dukla Trencin zu den Wölfen Freiburg. In 32 Spielen erzielte der 32-Jährige acht Tore und gab zehn Vorlagen. Zudem sei man an einem weiteren „Hochkaräter“ für die Defensive dran, kündigte Pinguins-Teammanager Alfred Prey an. Eventuell gebe es im Laufe der Woche einen Vollzug zu melden.
Mit Fatyka, Vitalij Janke und Steve Slaton sowie Hucko und Willaschek setzen die Pinguins in der Verteidigung auf Erfahrung. Willaschek kam in der Vorsaison aus Crimmitschau an die Unterweser. Mit Offensivspiel hat er nicht viel am Hut, er ist ein klassischer Saubermann für das eigene Drittel. In 49 Spielen schoss er kein Tor. Vier Vorlagen stehen zu Buche.
Lange Zeit bildete Willaschek mit Janke ein Duo. Eine Verletzung – im Training hatte der Verteidiger einen Puck ins Gesicht bekommen und mehrere Zähne verloren – warf ihn jedoch zurück. Als sein Ersatz Felix Thomas am Saisonende groß aufspielte, verlor Willaschek seinen Platz und musste meist zuschauen. Dennoch war der 30-Jährige mit der Saison zufrieden. „Obwohl ich für längere Zeit ausgefallen war, hat man mir immer das Gefühl gegeben, dass ich ein wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft bin. Dieses Vertrauen werde ich in der neuen Spielzeit zurückzahlen“, sagte Willaschek, der in Tschechien geboren wurde, aber einen deutschen Pass hat.
Ein „echter“ Tscheche ist Patrik Hucko, den es 2009 ganz kurz vor Ende der Wechselfrist nach Bremerhaven verschlagen hat. Schon damals kokettierte der 38-Jährige mit einem baldigen Karriereende, nun hat er für ein weiteres Jahr verlängert. „Trainer, Management und Fans lassen einem doch gar keine andere Wahl“, sagte der Publikumsliebling. „Für mich war es klar, dass ich bei einem Angebot der Pinguine noch ein weiteres Jahr hier spielen würde.“
Zwar ist der 1,91-Riese nicht mehr der allerschnellste auf dem Schlittschuh, dafür hat er ein exzellentes Stellungsspiel und ist körperlich noch topfit. Hucko fehlte lediglich in einem Spiel und sein Schlagschuss ist nach wie vor gefürchtet. Elf Tore und 20 Vorlagen in 53 Spielen sprechen für sich. (lb)
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