
Er tauscht quasi den Platz mit Marius Garten, der zu den Indians wechselt. Gunkel soll Gartens Rolle als Mittelstürmer der vierten Reihe übernehmen. Dabei passt der 22-Jährige perfekt ins „Beuteschema“ von Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg: Er ist mit 1,86 Metern 16 Zentimeter größer als Garten und mit 90 Kilo auch 17 Kilo schwerer. „Gunnar Leidborg wollte einen physisch starken Mittelstürmer“, berichtet Gunkel. Und noch in anderer Hinsicht passt der gebürtige Thüringer zu den Verpflichtungen des Pinguins-Trainers: Er hat mit Gunkel bereits zusammengearbeitet. Vor seinem Wechsel zu den Indians war der 22-Jährige vier Jahre bei den Eispiraten Crimmitschau – unter anderem mit Leidborg als Trainer. „Philipp ist ein fleißiger, mannschaftsdienlicher und hart arbeitender Teamplayer. Er wird uns weiterhelfen“, meint der Schwede.
Schon vor der vergangenen Saison hatten die Pinguins um Gunkel geworben, der entschied sich dann aber für die Indians. „Es hat aber in Hannover nicht so gut geklappt wie ich gehofft hatte“, sagt er im Rückblick. Das bezieht er nicht nur aufs sportliche Abschneiden, sondern auch auf die eigene Rolle. „Ich habe immer Außen gespielt, dabei bin ich viel lieber in der Mitte. Da hat man mehr Scheibenbesitz und mehr Verantwortung.“ In Hannover schoss Gunkel in 49 Spielen vier Tore und gab elf Vorlagen. Mit den Pinguins will der Neuzugang, der die Rückennummer 39 tragen wird, an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen: „Ich denke, die Mannschaft der Pinguins wird noch stärker sein als letzte Saison. Ich hoffe, dass wir eine gute Rolle spielen“, sagt er.
Pinguins-Teammanager Alfred Prey sprach von einem „absoluten Wunschspieler“. Nun fehlen den Pinguins nur noch ein Ersatztorhüter, ein Außenstürmer und ein Verteidiger. Dabei ziehen sich die Verhandlungen mit dem Wunschkandidaten in die Länge. „Die Sache ist nicht einfach“, meint Prey.
Etwas leichter war da schon der Fall Gunkel: „Die Pinguins-Verantwortlichen haben sich toll um mich bemüht. Die Entscheidung fiel mir leicht“, sagt Gunkel. Der 22-Jährige weilt derzeit in der thüringischen Heimat, wo er sich auf die Saison bei den Pinguins vorbereitet. In Bremerhaven wird er Mitte Juli erwartet.
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