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Hoffen auf Martin und Cain

bremerhaven. So langsam, sagte Center Chris McNaughton, „sollten wir die Kurve kriegen, wenn wir in die Playoffs wollen“. Die kommenden drei Spiele werden zeigen, in welche Richtung die Reise für die Eisbären Bremerhaven in der Basketball-Bundesliga geht. Am Sonntag hat der Tabellen-Achte (18:18 Punkte) die Phantoms aus Braunschweig (5./22:16) zu Gast in der Stadthalle (16 Uhr), es folgt die Partie in Gießen, bevor sie gegen Frankfurt erneut Heimrecht haben.

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Zuletzt fieberten Kapitän Torrell Martin (links) und Jason Cain nur auf der Bank mit. Mindestens einer der beiden Langzeitverletzten soll am Sonntag im Heimspiel gegen Braunschweig wieder auf dem Parkett der Stadthalle stehen. Foto eer

Zwei der drei Begegnungen müssten die Bremerhavener gewinnen, „besser noch alle drei“, wie es McNaughton formuliert. Dann wären sie wieder mitten drin im Kampf um einen der acht begehrten Plätze. Der wird, glaubt man Eisbären-Coach Doug Spradley, „bis zum letzten Hauptrunden-Spieltag andauern, weil alle Teams so dicht zusammenliegen und die Liga so ausgeglichen ist“.

Gegen den direkten Kontrahenten Braunschweig muss ein Sieg her, dann wären die Eisbären wieder auf zwei Minuspunkte dran an den Niedersachsen.

Beide Mannschaften plagen sich allerdings mit großen Verletzungssorgen herum. Bei den Eisbären wird fieberhaft daran gearbeitet, Kapitän Torrell Martin und Power Forward Jason Cain für die Partie am Sonntag fit zu bekommen. Die medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren, ob es schon für einen Einsatz reicht, wird aber erst am Spieltag entschieden.

Ein Einsatz von Cain, der vor der Saison aus Braunschweig zu den Eisbären wechselte, ist sehr wahrscheinlich. Der gebrochene Finger macht kaum noch Probleme, mit einem Tapeverband sollte der 2,09 Meter lange Amerikaner mitwirken können.

Martin hat zwar ebenfalls schon wieder mit der Mannschaft trainiert, doch er soll nur dann zum Einsatz kommen, wenn das operierte rechte Knie komplett verheilt ist. Denn das Risiko, dass der Leistungsträger womöglich noch länger ausfällt, wollen die Eisbären nicht eingehen. „Wir werden das kurzfristig entscheiden“, sagt Manager Jan Rathjen. Ein klares „Ja“ zum Martin-Einsatz hört sich anders an.

Aber auch die Braunschweiger haben Verletzungssorgen. Der Amerikaner Stephen Dennis (8,4 Punkte pro Spiel/2,7 Assists) hat sich das Knie verdreht und fällt länger aus. Sein Landsmann Rich Melzer, mit 13,4 Punkten bester Werfer der Niedersachsen, hat sich – wie Jason Cain – den Finger gebrochen, LaMarr Greer (11,7 PpS/2,4 Assists) plagt sich mit Rückenproblemen herum.

Die beiden Letztgenannten sollen, so war aus Braunschweig zu vernehmen, wohl auch am Sonntag noch nicht spielen können. Wobei Doug Spradley dem Braten nicht recht traut. „Meistens sind sie dann gegen uns doch wieder fit“, sagt der Eisbären-Trainer.

Dennis fällt ohnehin länger aus. Für ihn haben die Phantoms Ersatz verpflichtet. Der 25-jährige Igor Milosevic, der auch schon für drei Teams in der Euroleague gespielt hat, soll im Aufbau die nötigen Impulse geben. Der Serbe wird am Sonntag auf jeden Fall mit von der Partie sein. (rie)

Artikel vom 03.02.12 - 12:00 Uhr
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