Gibt es denn überhaupt noch Erstliga-Basketball in Bremerhaven?
Eisbären-Manager Jan Rathjen lacht, als er sagt: „Vor der vergangenen Saison hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Spieler unter Vertrag. Es ist doch noch früh.“
Unter Vertrag hat er derzeit die beiden Deutschen Jan Lipke und Philipp Schwethelm, Torrell Martin und Steven Esterkamp, der sich in der Reha schindet, um pünktlich zum Saisonbeginn ins Geschehen eingreifen zu können. Fest steht auch, dass sich der Klub von Bryan Lucas, Kevin Lyde, Norman Richardson und Jonathan Moore getrennt hat und sie nicht wieder nach Bremerhaven zurückkehren werden.
Das ist natürlich auch Spradley nicht verborgen geblieben, es dürfte daher unwahrscheinlich sein, dass der Klub die Option in Anspruch nimmt.
Anders sieht es bei Gibbs und Drevo aus. Die möchten die Eisbären gerne halten, aber die Verhandlungen ziehen sich hin. Beide Spieler haben ein Angebot der Eisbären vorliegen und das schon seit längerer Zeit. „Bei Andrew liegen Welten zwischen unseren und seinen wirtschaftlichen Vorstellungen“, sagt Rathjen.
Klar ist, dass beide Spieler den Markt sondieren und natürlich versuchen, einen möglichst guten Kontrakt auszuhandeln. Das haben sie sich durch ihre guten Leistungen verdient. Klar ist aber auch, dass die Eisbären nicht unbegrenzt Zeit haben, um ihren Kader aufzustellen.
Das gilt auch für Jeff Gibbs, „dem wir ein sehr gutes Angebot unterbreitet haben. Wir stehen mit seinem Agenten in Kontakt, handelseinig sind wir uns aber noch nicht“, sagt Rathjen.
Das ist nach Ansicht des Managers schade. „Jeff weiß, was er hier hat. Er kennt den Coach, das Umfeld, aber er zögert halt noch“, sagt Rathjen.
In Kontakt steht der Manager auch mit einem alten Bekannten: Mit Craig Callahan. Er könnte die Alternative sein, wenn Gibbs und/oder Drevo sich gegen die Bremerhavener entscheiden. „Es gibt da viele Varianten“, meint der Manager.
Somit ist klar, dass die Eisbären noch einen weiteren Akteur mit deutschem Pass verpflichten werden, der zwischen 10 und 15 Minuten Einsatzzeit bekommen wird. Dabei soll es sich um einen Akteur für die große Position handeln.
Die Nummer elf und zwölf im Eisbären-Kader werden auch in der kommenden Saison zwei junge deutsche Spieler sein.
Neben Gibbs steht ganz oben auf der Prioritäten-Liste aber auch, einen Nachfolger für Campbell als Aufbauspieler zu finden. Spradley war einige Tage in den USA, hat dort viele Spieler gesichtet. Mal sehen, ob ihm ein ähnlicher Coup gelingt wie vor der vergangenen Saison.
Da spielte in einem dieser Camps nämlich auch ein gewisser Louis Campbell.
Andrew Drevo ist ins Grübeln gekommen: Noch liegen die finanziellen Forderungen des Amerikaners und das vorliegende Angebot der Eisbären aber zu weit auseinander. Foto eer
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