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Eisbären: Ende einer langen Pause


BREMERHAVEN. „Drei Wochen Pause am Stück“, sagt Eisbären-Cheftrainer Doug Spradley und denkt nach, „habe ich noch nie gehabt, seit ich Trainer bin.“ Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen die Phantoms Braunschweig (Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle) gibt er aber zu, dass die einwöchige Trainingspause seinen Akteuren gut getan hat. „Sie kamen frisch und mit viel Energie zurück ins Training“, meint der Trainer. VON OLIVER RIEMANN


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Es ist so weit: Am Sonntag wird Trainer Doug Spradley wohl auch Jason Cain nach dessen Verletzungspause wieder aufs Feld schicken können. Der Amerikaner hat seine Verletzung (Fingerbruch) auskuriert und freut sich auf die Partie gegen seinen Ex-Verein. Foto eer

Diese Energie müssen die Eisbären (18:18 Punkte) aber auch am Sonntag aufs Parkett bringen, um die Partie gegen die Niedersachsen (22:16) zu gewinnen. Spradley ist zuversichtlich, wenngleich die Phantoms für ihn ein sehr starker Gegner sind. „Sie haben viel Erfahrung, da weiß jeder, wie er ein Spiel entscheiden kann und was er auf dem Feld zu tun hat. Mein Kollege Sebastian Machowski hat in Braunschweig sehr gute Arbeit geleistet und eine gute Truppe beisammen“, so Spradley.

Er hofft, dass er seine beiden Langzeitverletzten, Kapitän Torrell Martin und den Ex-Braunschweiger Jason Cain, wieder einsetzen kann. „Entschieden wird das aber erst kurzfristig“, so der Übungsleiter, der kein Risiko eingehen will: „Wir haben noch 16 Spiele zu bestreiten, da kommt es auf das eine am Sonntag nicht so sehr an. Ich will nicht riskieren, dass einer von beiden womöglich länger ausfällt, weil wir ihn zu früh ins Wasser geworfen haben.“

Das letzte Wort habe zwar er, aber er werde einen Teufel tun, und den Vorschlag der medizinischen Abteilung aufheben. „Dafür haben sie viel mehr Erfahrung auf diesem Gebiet als ich.“ Heißt also: Teamarzt Jan Ernst und Physiotherapeut Nils Minkwitz sprechen eine Empfehlung aus – an die sich der Coach dann „fast immer hält“.

Einer wird am Sonntag auf jeden Fall den Eisbären-Dress tragen – und voraussichtlich nicht zum letzten Mal. Die Eisbären wollen zwar erst am Montag bekanntgeben, ob sie Anthony Smith bis zum Ende der Saison verpflichten, doch Manager Jan Rathjen ließ bereits am Freitag durchblicken, dass die Verlängerung des Kontrakts in trockenen Tüchern ist. „Unsere Gespräche mit einigen potenziellen Geldgebern waren durchaus erfolgreich“, sagt der Geschäftsführer, wenngleich noch das Ergebnis eines Termins aussteht. Smith hatte Anfang Januar nur einen weiteren, auf vier Wochen begrenzten Vertrag bekommen, weil dem Klub noch Geld fehlte, um den Spieler bis zum Saisonende zu verpflichten.

Aus sportlicher Sicht, so Spradley, müsse der Verein den Amerikaner behalten. Da gebe es kein Wenn und Aber. „Aber natürlich müssen die Finanzen stimmen“, weiß auch der Trainer. Ohne Moos ist auch bei den Eisbären halt nichts los.

Während die Phantoms bereits am vergangenen Wochenende wieder im Einsatz waren und gegen Meister Bamberg nur knapp verloren, ist es für die Eisbären das erste Spiel nach der langen Pause. „Natürlich besteht die Gefahr, dass man etwas aus dem Rhythmus kommt, aber wir haben versucht, dem vorzubeugen“, so der Coach.

Am Montag haben die Bremerhavener deswegen ein Testspiel gegen Kooperationspartner Cuxhaven BasCats bestritten, um wieder etwas Wettkampfpraxis zu bekommen.

Ansonsten wurde viel und hart trainiert. Vor allem in der ersten Trainingswoche habe das schon die Intensität eines Vorbereitungscamps gehabt, wie es Spradley nennt. „Aber die Jungs haben erstklassig mitgezogen und es hat Spaß gemacht.“


Artikel vom 04.02.12 - 12:00 Uhr
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