
Fotograf Jens Rilke setzte die Basketballer um Coach Doug Spradley auf der Empore – dem höchsten Punkt des Zoos – ins rechte Licht. Während in der Höhe die Spieler in Formation und Pose dirigiert wurden, lungerten unten – nach langem Mittagsschlaf – die echten Eisbären Valeska und Lloyd herum. In das Gehege wollten dann selbst die furchtlosen Basketballer nicht. „Wir wollen es lieber nicht darauf ankommen lassen“, sagte Pressesprecher Boris Butschkadoff.
Die Spieler scherzten, die Stimmung war ausgelassen: Neuzugang Alex Harris forderte seine Kollegen auf, doch bitte die langen Hosen anzulassen – schließlich seien noch andere Besucher im Zoo – und machte dann noch ein paar Liegestützen vor dem Team.
„Das ist eine super Sache, es ist das erste Foto-Shooting der Saison und eine Umgebung mit Symbolwert“, fand Youngster Anthony Canty. Sein Teamkollege Jacob Burtschi, der vor der Saison von den Skyliners aus Frankfurt an die Weser wechselte, war ebenfalls angetan von der Aussicht über Zoo und Deich. „Das ist wirklich eine schöne Aussicht hier, das Wetter ist zum Glück auch super“, sagte der 28 Jahre alte Amerikaner. Fotograf Rilke forderte die Spieler auf, zumindest für das Foto einen Blick aufzusetzen, der „rough and tough“ ist. Die langen Kerls sollten ernste Mienen machen. Das war besonders für den 2,12 Meter großen Scott Morrison nicht einfach. „Ich lächle eigentlich viel lieber.“
Nur ein bekanntes Gesicht fehlte am Donnerstag noch: Der 27-jährige Philip Zwiener ist vom Bundestrainer Svetislav Pesic für den ersten Teil der Qualifikation zur Europameisterschaft ins Nationalteam berufen worden.
Nach rund einer Stunde im Zoo packte der Fotograf ein, die Spieler zogen sich wieder an und schlängelten sich durch den Zoo nach draußen. Die Basketballer warfen einen letzten Blick auf Lloyd und Valeska. Die Eisbären bei den Eisbären – wenn das kein guter Start in die Saison ist.
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