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Nach der Partie gibt’s Urlaub


Bremerhaven. Eine Weihnachtspause hatten die Eisbären in dieser Saison nicht. Aber die wird nun nachgeholt: Ein Spiel noch, dann ist eine Woche frei. Dann fahren die Bremerhavener Basketballer nach Paris, nach Norwegen, einige sogar in die USA. Die Flüge sind schon gebucht. Aber morgen ab 16 Uhr müssen sich alle noch mal konzentrieren: Phoenix Hagen kommt in die Stadthalle – und hat Wut im Bauch. Von Torsten Melchers


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Anthony Smith wird für die Eisbären immer wichtiger. Kein Wunder, dass Manager Jan Rathjen an einer Vertragsverlängerung arbeitet. Morgen gegen Hagen könnte der Forward weitere Argumente liefern. Foto kmu-f

Lange führten die Hagener im Hinspiel, das gerade eine Woche her ist, aber dem Schlussspurt der Bremerhavener standen sie hilflos gegenüber. Trainer Ingo Freyer beklagte die mangelnde Ordnung seines Teams: „Man sieht, wie wichtig es ist, dass wir noch einen Leader dazubekommen.“ Dieser Wunsch wurde ihm mittlerweile erfüllt: Aus der Ukraine kam der US-Boy Patrick Sparks.

Eisbären-Coach Doug Spradley erwartet aber nicht, dass sich dadurch das Hagener Spiel wesentlich ändert, allenfalls werde es „vielleicht ein bisschen kontrollierter“. Er stellt sein Team jedenfalls wieder auf jene unberechenbaren Phoenix-Angriffe ein, die den Bremerhavenern im Hinspiel einige Sorgen bereitet haben.

Abstimmungsprobleme

Das lag allerdings auch daran, dass in Hagen nicht nur der verletzte Torrell Martin fehlte, sondern kurzfristig auch Jason Cain ausfiel. So mangelte es an der Abstimmung, was noch durch die frühen Foul-Probleme verschärft wurde: Einige Bremerhavener fanden sich plötzlich auf ungewohnten Positionen wieder.

Beide Spieler werden auch morgen fehlen. Erst nach der kleinen Pause, am 5. Februar gegen Braunschweig, rechnet Spradley mit der Rückkehr von Martin und Cain. Dennoch fordert der Coach von seinem Team diesmal mehr Ordnung in der Verteidigung: „Wir wollen besser stehen, Passwege zustellen, im Eins-gegen-eins bestehen.“ Dass zwei wichtige Spieler fehlen, dürfe keine Ausrede sein: „Das ist eine Riesenchance für diejenigen, die sonst nicht auf 20 Minuten Einsatzzeit kommen.“

Wie man eine Chance nutzen kann, hat gerade Alex Gordon demonstriert. Der als Ersatz für Jamison Brewer geholte Point Guard hatte nur einen Zwei-Wochen-Vertrag, kam in eine feststehende Mannschaft und musste Leistung zeigen. Spradley lobte: „Wie er mit diesem Druck umgegangen ist, zeigt seine Qualität.“ Der Lohn: Er bekam einen Vertrag bis Saisonende. Auch mit Anthony Smith wollen die Eisbären diesen Schritt gehen, Manager Jan Rathjen ist zuversichtlich, dass das auch klappt.

Das Hagen-Spiel ist der Auftakt der Rückrunde, von jetzt an wird die Ernte eingefahren. „Die Playoffs sind möglich“, sagt Spradley, „die Frage ist nur: Bleiben alle gesund?“ Außerdem wisse man nie, wie sehr sich die Spieler gegen Ende der Saison von möglicherweise ungeklärten Vertragssituationen in der Konzentration stören lassen. Die Stimmung im Team – und im Umfeld – sei jedenfalls „sehr positiv“. Hagen Phoenix soll das morgen zu spüren bekommen.

Artikel vom 14.01.12 - 12:00 Uhr
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