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Spradley sieht eine Besserung

bremerhaven. Viel Zeit, sich Gedanken über die Niederlage gegen die Artland Dragons zu machen, hatten die Eisbären Bremerhaven nicht. Bereits heute Abend müssen sie in der Basketball-Bundesliga bei EnBW Ludwigsburg (19.30 Uhr) ran, am Sonntag kommen die Giessen 46ers bereits um 15.30 Uhr in die Stadthalle.

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Im Spiel gegen die Artland Dragons wirkte Doug Spradley angesichts der fehlenden Einstellung seiner Spieler fast ein bisschen ratlos. Foto ls

Coach Doug Spradley scheint es gar nicht so ungelegen zu kommen, dass er mit seiner Mannschaft zunächst in der Fremde antreten muss. „Auswärts spielen wir im Moment einfach besser“, sagt er. Die Siege in Trier und Bonn geben ihm Recht.

Die Begegnung heute Abend ist für die Eisbären ein Vier-Punkte-Spiel. Sie rangieren mit einer Niederlage mehr als der Gegner auf Platz neun, stünden also nicht in den Playoffs. Mit einem Sieg würden sie wieder an den Barockstädtern vorbeiziehen und hätten auch den direkten Vergleich, der am Ende bei Punktgleichheit zählt, in der Tasche. Denn im Hinspiel gewannen die Eisbären in eigener Halle mit 90:80. Spradley hat seinen Akteuren vor allem in Sachen Einsatz und Kampfbereitschaft ins Gewissen geredet. Einiges haben die Bären auch spielerisch umgestellt. Aber vor allem appellierte er an die Einsatzfreude und die Eigenverantwortung der Spieler. „Wir haben uns von Quakenbrück den Schneid abkaufen lassen. Das geht nicht, so kann man sich nicht präsentieren, schon gar nicht vor über 10 000 Zuschauern“, sagt Spradley.

Im Gegensatz zur vergangenen Woche („da hatte ich das Gefühl, dass die Jungs die Partie zu leicht genommen haben“) habe die Truppe in den drei vergangenen Tagen gut trainiert. Alle seien voll bei der Sache gewesen, „so, wie ich mir das vorstelle“.

„Eine gute Qualität“

Die Ludwigsburger haben sich im Verlauf der Saison gesteigert. „Sie haben eine gute Qualität, sind eingespielt und in eigener Halle immer schwer zu schlagen“, meint Spradley. In Dreier-Spezialist Alex Harris (15,1 Punkte pro Spiel), dem Litauer Donatas Zavackas (12,4 PpS), Center John Bowler (11,3 PpS), Spielmacher Jerry Green (9,7 PpS/4,2 Assists) sowie dem Ex-Quakenbrücker Toby Bailey (8,5 PpS), Center Rick Rickert (8,3 PpS) und Johannes Lischka (6,6 PpS) haben sie ihre besten Kräfte.

Trotzdem ist Spradley davon überzeugt, „dass wir eine sehr gute Chance haben, dort zu gewinnen. Aber nur, wenn wir von der ersten bis zur letzten Sekunde mit viel Intensität spielen und vor allem die Reboundarbeit besser verrichten als gegen Quakenbrück“, meint der Coach. Seinen Spieler habe die letzte Niederlage auch nicht geschmeckt, aber nur sie könnten es ändern – mit einer besseren Einstellung.

Verzichten muss der Eisbären-Coach heute auf Kapitän Jan Lipke. Der hat sich einen Magen-Virus eingefangen und saß gestern nicht mit im Bus. „Wir wollten kein Risiko eingehen, dass er die anderen Jungs noch ansteckt“, sagte der Trainer. (rie)


Artikel vom 18.03.11 - 12:00 Uhr
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