
Dieser Rekord aus dem Jahr 2008 stand bei 9450 Besuchern aus dem Eisbären-Spiel gegen EWE Baskets Oldenburg. Damit haben sich die umfangreichen Werbeaktionen der Eisbären auch in Bremen und im Bremer Umland gelohnt. Obwohl die Kosten für das Spiel in Bremen wesentlich höher sind als eine Partie in der Stadthalle in Bremerhaven, bleibt für die Eisbären, geschätzt, ein fünfstelliger Betrag übrig.
Noch sind rund 600 Karten für das große Ereignis in der Bremen Arena zu haben. Doch Manager Jan Rathjen geht davon aus, dass auch diese Karten bald vergriffen sind. Sobald die Bremen Arena ausverkauft ist, werden die Eisbären dies im Internet unter ihrer Adresse www.eisbaeren-bremerhaven.de melden, damit kein Besucher am Sonntag (16 Uhr) in Bremen vor verschlossenen Hallentüren stehen muss.
Bis auf rund 200 Fans der Artland Dragons Quakenbrück werden die Basketballfans hinter den Eisbären Bremerhaven stehen.
Die können die Unterstützung auch gebrauchen, denn das große Basketball-Ereignis in Bremen ist zwar ganz nett, letztlich geht es aber sportlich darum, dass die Eisbären die Playoffs erreichen. Das wird nicht ganz einfach, deshalb ist ein Sieg gegen die Drachen aus Quakenbrück fast notwendig. „Wir sehen von Spiel zu Spiel“, mag sich Eisbären-Coach Doug Spradley auf keine Hochrechnung für die Playoffs einlassen. Andererseits sieht er, dass 13 oder 14 Mannschaften der Liga sich um die begehrten Plätze bewerben. Insofern ist jeder Sieg wichtig und jeder gewonnene direkte Vergleich mit den Konkurrenten.
Den direkten Vergleich mit den Artland Dragons können die Bremerhavener mit einem Sieg für sich entscheiden. Das Hinspiel gewannen die Bremerhavener 78:76, und solch eine enge Kiste könnte es auch am Sonntag in Bremen geben.
„Wir wissen, dass wir Quakenbrück schlagen können. Dazu müssen wir aber unsere volle Leistung abrufen. Die Dragons haben in dieser Saison super gespielt und stehen zu Recht auf dem vierten Tabellenplatz. Ihre große Stärke ist die Ausgeglichenheit des Teams“, weiß Spradley.
Er wird heute Abend mit der Mannschaft in der Bremen Arena trainieren, das Team wird auch in Bremen übernachten. Die Eisbären nehmen die Partie also als eine Art Auswärtsspiel, was Doug Spradley doch ein wenig in die Karten spielt: „Bei Auswärtsspielen ist die Konzentration vor der Partie naturgemäß etwas höher.“
Spradley kann auf seinen kompletten Kader, bis auf den verletzten Torrell Martin, zurückgreifen. Spielmacher Tyrone Brazelton ist ebenso fit wie die beiden Neuzugänge Jamison Brewer und Terrell Everett.
Beide kamen bereits beim Spiel in Bonn zum Einsatz und stehen vor ihrem Heimdebüt.
„Beide integrieren sich mehr und mehr in die Mannschaft“, sieht Doug Spradley täglich Fortschritte bei den beiden. Er ging ein Risiko ein, beide schon kurz nach ihrer Ankunft in Bonn einzusetzen, doch das hat sich ausgezahlt. „Beide konnten alles umsetzen“, sagt Spradley. Hoffentlich gelingt es Brewer und Everett am Sonntag erneut.
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