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Bittere Pille für die Eisbären

Ludwigsburg. Das war eine ganz bittere Pille, die die Eisbären gestern Abend schlucken mussten. Eine 64:55-Führung sieben Minuten vor dem Ende reichte den Bremerhavenern im Gastspiel bei EnBW Ludwigsburg nicht zum Sieg. Am Ende gewannen die Schwaben mit 74:70 (30:27). Die Playoff-Hoffnungen der Mannen von Trainer Doug Spradley haben damit einen Dämpfer bekommen, sie rutschten auf Rang elf ab und haben vier Punkte Rückstand auf die Playoff-Ränge.

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Energisch setzt sich Terrell Everett in der Ludwigsburger Zone durch.

Viel Zeit, um über die Niederlage nachzudenken, bleibt dem Team nicht. Bereits gestern Abend, auf der Rückfahrt im Bus, hatten sich die Spieler das Vorbereitungs-Video auf die Giessen 46ers anzusehen. Die Hessen gastieren morgen – Spielbeginn ist bereits um 15.30 Uhr – in der Stadthalle.

Gestern Abend scheiterten die Eisbären vor allem an der sehr durchwachsenen Trefferquote gerade im ersten Viertel. Da lag die Quote aus dem Feld bei lausigen 25 Prozent (4 von 16). Somit führten die Gastgeber vor 2580 Zuschauern mit 15:10.

Mit der Hereinnahme von Craig Callahan änderte sich das Bild schlagartig. Der Eisbär mit der Nummer 13 lief richtig heiß, schenkte den Gastgebern in diesem Viertel 15 Punkte (11 in Folge) ein und sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Eisbären nach einem 17:4-Lauf plötzlich mit 27:19 führten. Einziges Manko: Callahan hatte in Sachen Punktausbeute keinen Mitstreiter und im Alleingang kann es ein Spieler auch nicht richten. Die Gastgeber konterten mit einem 11:0-Lauf und führten zur Pause mit drei Punkten.

Im dritten Viertel verzichtete Spradley 8:30 Minuten lang auf Callahan. Endlich übernahmen auch die beiden Neuen, Jamison Brewer (5 Punkte in Serie) und Terrell Everett Verantwortung und auch Philipp Schwethelm gab ein Lebenszeichen von sich. Nach seinem ersten und einzigen verwandelten Dreier lagen die Gäste wieder mit 45:41 vorn, nach 30 Minuten stand es 55:51 für die Eisbären.

Mit sechs Zählern in Folge von Callahan bauten die Eisbären den Vorsprung dann bis auf 64:55 aus, da sah es glänzend aus. Aber die Barockstädter kämpften. Jerry Green riss das Spiel an sich, markierte fünf Punkte und den Eisbären zitterte plötzlich wieder die Hand beim Wurf. Der Vorsprung schmolz zusammen. Mit zwei Freiwürfen sorgte Callahan für das 70:66, da waren noch 1:43 Minuten auf der Uhr.

Im Gegenzug verwertete der Litauer Donatas Zavackas zweimal von der Linie, Brewers Dreier ging vorbei. Wieder wurde Zavacks gefoult, wieder traf er zwei Freiwürfe – 70:70. Spradley nahm eine Auszeit und ausgerechnet Callahan traf seinen Wurf nicht. Im nächsten Angriff war Green zur Stelle, Ludwigsburg lag mit Zwei vorn, Ballbesitz Eisbären. Brewer hatte Pech mit seinem Wurf, wurde dabei aber auch gefoult, ohne dass es einen Pfiff gab. Schwethelm musste Bailey foulen. Der blieb an der Linie cool, 74:70 und der Drops war gelutscht. (rie)

Ergebnisse von gestern

Hagen – ratiopharm Ulm 83:77

Ludwigsburg – Eisbären 74:70

MBC – Düsseldorf 80:81 n.V.

Bonn – BBC Bayreuth 83:55

Gießen – Artland Dragons 53:62

ALBA Berlin – Braunschweig 94:70


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Craig Callahan (links) – hier gegen Donatas Zavackas – hatte in Ludwigsburg einen „Sahnetag“ erwischt. Aber auch seine 27 Punkte reichten den Eisbären nicht zum Sieg. Fotos Eibner
Artikel vom 20.03.11 - 12:00 Uhr
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