
Nach einem Aufbauspieler suchen die beiden, seit Donald Copeland seine Unlust offenbart hatte, bis zum Ende der Serie für die Bremerhavener spielen zu wollen. Mittlerweile spielt er in Puerto Rico.
Dann kam noch die Sache mit Torrell Martin dazu, der im Training auf die Hand gefallen war, sich einen Handwurzelknochen gebrochen und auch noch zwei Bänder gerissen hat. Martin wurde gestern operiert und wird wohl erst Anfang nächster Woche aus dem Krankenhaus entlassen.
Dass er in dieser Saison noch einmal für die Eisbären spielen kann, ist recht unwahrscheinlich. „Das ist ganz bitter für Torrell Martin“, sagt Doug Spradley, der seinen Spieler gar zurückweisen musste. „Wir machen einen Verband um die Hand, dann spiele ich“, hatte Torrell Martin noch nach seiner Verletzung gesagt. Nun wird er sich in den nächsten Wochen damit begnügen müssen, seinen Eisbären nur zuschauen zu können.
Ersatz für ihn oder für Donald Copeland war gestern noch nicht gefunden.
„Wir hatten drei Kandidaten. Die hatten so gut wie zugesagt, aber dann hat sich doch wieder alles zerschlagen“, sagt Jan Rathjen. Die hatten, so klang es hinter vorgehaltener Hand, bei ihren Vereinen im Südosten oder im Süden Europas schon drei Monate kein Gehalt mehr auf ihrem Konto gefunden. So war der geschlossene Vertrag automatisch erloschen. Doch dann besserten die Vereine entweder nach oder sie stellten die Freigabe für Mitte nächster Woche in Aussicht. Doch am Montag ist Transferschluss, bis dahin muss ein neuer Mann verpflichtet sein.
So kann es sein, dass am Sonntag, wenn die Eisbären gegen die New Yorker Phantoms aus Braunschweig auflaufen, schon ein neuer Spieler auf der Bank sitzt, ohne allerdings spielen zu sollen. „Das bringt wenig“, sagt Spradley. Die andere Variante ist, dass zu vernünftigen finanziellen Konditionen und zu passenden sportlichen Voraussetzungen kein neuer Mann gefunden wird. Dann bauen die Eisbären auf Tyrone Brazelton, der die Position ausfüllen könnte, oder auf Anthony Canty, der sein Talent bei den Eisbären schon unter Beweis gestellt hat. Dass dann das eine oder andere Spiel eben nicht gewonnen wird, dieses Risiko müssen die Eisbären in Kauf nehmen.
Am Sonntag geht es gegen die Braunschweiger, die Doug Spradley gut besetzt sieht und das Team so einschätzt: „Sieben Spieler von denen sind top.“
Da hilft nur intensives Spiel und Konzentration bis zur Schlusssirene. Wie es die Eisbären zuletzt in Trier demonstriert haben. Dort gab die Mannschaft, auch für Torrell Martin, mehr als in den Spielen davor. (ewm)
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