Ganz nah dran waren die Teilnehmer der „NZ+Ich“-Aktion bei der Probe der englischen Soul-Sängerin Natasha Watts. Foto: Brocks
Ganz nah dran waren die Teilnehmer der „NZ+Ich“-Aktion bei der Probe der englischen Soul-Sängerin Natasha Watts. Foto: Brocks

Soulfood-Festival als Herzensangelegenheit

Der letzte Ton ist gerade verklungen, schon brandet Applaus auf: Sängerin Natasha Watts schaut ein wenig überrascht in den Zuschauerraum – mit so viel Beifall hat sie bei einer Probe wohl nicht gerechnet. Doch zehn Leser der NORDSEE-ZEITUNG ließen ihrer Begeisterung freien Lauf. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion am Freitagabend konnten sie sich bei einem Probenbesuch schon auf das heutige Soulfood-Festival einstimmen.

„Soul ist nach wie vor ein Nischenprodukt“, betonte Soulfood-Organisator Klaus Luka beim Rundgang durch den Backstage-Bereich. Doch die Musik sei im kollektiven Unterbewusstsein der Seestadt tief verankert: „Die Amerikaner haben den Soul nach Bremerhaven gebracht. Daran wollten wir mit unserem Festival anknüpfen“, erinnerte Luka an die Anfänge. Inzwischen locke das Festival nicht nur Besucher aus ganz Deutschland, auch internationale Künstler bäten von sich aus darum, in der Stadthalle auf der Bühne stehen zu dürfen. „Es läuft sehr viel über Kontakte. Wer einmal hier war, erzählt es begeistert weiter. Das Festival ist für alle Beteiligten eine Herzensangelegenheit“, betonte Luka. Kein Wunder, dass es nicht nur bei den Proben, sondern auch am Soulfood-Tag selbst sehr familiär zugehe. „Bei der Aftershow-Party feiern die Musiker mit dem Publikum gemeinsam.“

„Echtes Seelenfutter“

Davon konnte sich auch NZ-Leser Frank Wrona bereits überzeugen: „Ich bin Soul-Fan seit ich denken kann. Ich bin mit dieser Musik groß geworden“, sagte der 54-Jährige, der schon mehrfach beim Soulfood mitgefeiert hat. Die Musik sei „echtes Seelenfutter“ und für gute wie schlechte Tage geeignet. Besonders freute sich der Beverstedter über ein Wiedersehen mit der englischen Soul-Sängerin Natasha Watts: „Wir kennen uns schon seit vier Jahren“, verriet der Musikliebhaber – nachdem die Sängerin ihn beim Probenbesuch wiedererkannt und herzlich umarmt hatte.

„Es ist aufregend, bei den Proben dabei sein zu können“, sagte Bianka Bartelt. Sie hatte sich bei der „NZ+Ich“-Aktion angemeldet, um ihren Mann und Soul-Fan Jens zu überraschen. „Wir waren bisher bei jedem Soulfood-Festival dabei und von der Stimmung total begeistert“, sagte die 43-Jährige. „Es geht hier so familiär und so locker zu“, lobte auch Jens Bartelt. Zur Vorbereitung auf das Soulfood-Festival hat er für einen privaten Soul-Abend wieder einmal seine Platten herausgeholt. „Ich freue mich ganz besonders auf Midnight Star. Von denen habe ich fünf Platten“, so Jens Bartelt.

„Man macht sich gar keine Gedanken, wie viel Arbeit ein einziger Abend verursacht und was da alles dranhängt“, sagte Karin Landeck. Sie genoss den umfassenden Blick hinter die Kulissen und das Gespräch mit Organisator Klaus Luka: „Man merkt, mit wie viel Liebe er dabei ist“, lobte Landeck.