Fegefeuer der Konventionen Bremerhaven. Ein großartiges Bühnenbild, schlicht-schöne Kostüme, ein ausgezeichnet aufspielendes Ensemble unter überzeugendem Regiekonzept schenken dem Publikum im Stadttheater Bremerhaven mit Friedrich Hebbels bürgerlichem Trauerspiel „Maria Magdalena“ einen spannenden und großen Theaterabend.
Von Volker Heigenmooser weiter„Das ist ein großes Abenteuer“ Hamburg. Mary Roos und Schlager gehören zusammen wie der Mai und Frischverliebte. Seit den sechziger Jahren singt uns der Star aus Bingen am Rhein Hits wie „Arizona Man“ oder die Grand-Prix-Erfolge „Nur die Liebe lässt uns leben“ und „Eine Liebe ist wie ein Lied“. Jetzt, mit 64 Jahren, zeigt sich die Wahlhamburgerin von einer anderen Seite. Sie hat eine Chanson-CD aufgenommen und geht mit einem Quartett erstmals auf Clubtour. Kurz vor dem Start sprach Mary Roos mit unserem Mitarbeiter Thomas Joerdens.
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Für den Meister des freien Wortes Bremerhaven. Der Brückenschlag von der Vergangenheit zur Gegenwart fiel diesmal nicht schwer. Kurz bevor er dem Schriftsteller Péter Esterházy den 12. Jeanette-Schocken-Preis überreichte, erinnerte Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken an die Bücherverbrennungen, die vor 80 Jahren, am 10. Mai 1933, in 19 deutschen Städten stattgefunden haben – an die „Vernichtung des deutschen Geisteslebens durch die Nationalsozialisten“.
Von Sebastian loskant weiter
Strenge Ästhetik in S/W Bremerhaven. Nachdem Thorsten Brinkmanns „Kaffee dü Welt“ für bunte Opulenz sorgte, ist jetzt wieder eine strenge Schwarz-Weiß-Ästhetik in die Kunsthalle Bremerhaven eingezogen. Bis zum 9. Juni werden im Haus an der Karlsburg Fotografien von Gabriele und Helmut Nothhelfer gezeigt, und auch die Ausstellung „Unter Menschen gehen“ lohnt unbedingt einen Besuch.
Von Ulrich müller weiterIn einer Welt ohne Christus HAMBURG. Der erste Gedanke auf der Bühne gilt der Tötung des Vaters. Rasch versammeln sich alle, aus deren Mitte der Hass kommt, an der Rampe. Es ist das Personal aus Fjodor Dostojewskijs letztem Roman „Die Brüder Karamasow“ (1878). Die wunderbare Neuübersetzung von Swetlana Geier benötigt 1240 Seiten. Luk Perceval stellte zur Premiere im Thalia Theater eine Bühnenfassung in dreieinhalb Stunden Spielzeit vor.
VON harald gillen weiter