L
Lamke
Der Name Lamp(e) ist die Kurzform zu dem Vornamen Lampert oder Lamprecht – so auch die niederdeutschen Namen Lampke, Lamke oder Lamps, Lamping.Hier ist der Familienname aus dem Rufnamen gebildet worden. Es wurde der der Rufname des Vaters oder - seltener- der Mutter von der nächsten Generation als Familienname genutzt.
Lamot
Der Name Lamot kommt aus dem Französischen. Es ist der Vorname Franz gemeint, der zum Familiennamen wurde.
Langstein
Der Name Langstein ist ein Herkunftsname und leitet sich von dem Ursprung „an einem langen Stein“ ab. Möglicherweise wohnte der erste Namensträger an einem Steingrab.
Lappöhn
Der Name Lappöhn leitet sich von dem mittelhochdeutschen Begriff „Lappe“ für einen einfältigen Menschen ab. Auch der Begriff „Laffe“ stammt hierher. Hier wurde der Charakter zum Familiennamen.
Lausch
Der Name Lausch, wie auch Lauschke oder Lauschmann, kommt aus dem wendisch-schlesischen Raum und bedeutet „Pfütze“.
Leefmann
Der Name Leefmann leitet sich von Leffmann ab, was wiederum im Niederdeutschen seinen Ursprung in dem Namen Liebmann hat. Das soviel bedeutet wie „lieber Mann“.
Lehmkuhl
Dieser Name ist entweder ein Wohnplatzname oder ein Berufsname. Beide
haben mit dem niederdeutschen Begriff „Lehmkuhl“, was so viel bedeutet
wie Lehmkuhle, Lehmloch oder Lehmabbau, zu tun
Lemke
Der Name Lemke oder Lem(b)ke kommt in Hamburg und Mecklenburg oft vor. Es ist die niederdeutsche Kurzform des Vornamens Lambert.
Leu
Die Namen Leu, Leue oder Lau kommen von dem Tiernamen der Löwe. Zudem werden die Namen auch als Hausname genutzt.
Lindner
Lindner kommt in Schlesien, Sachsen, Thüringen, Bayern und Österreich vor. Wir haben hier zum Teil eine Anlehnung zu vielen Ortsnamen, aber auch zum Teil nach der Wohnstätte: „unter den Linden“
Linke
Die Namen Linke oder Link leiten sich von dem Körpermerkmal „der Linkshänder“ ab. Die Namen wurden auch für einen ungeschickten Menschen gebraucht.
Lochner
Der Name Lochner, Lochmann, Löchl wurde nach der Wohnstätte „in einem Loch oder in einer Kuhle“ gebildet. Wir kennen einen Burchard Lochner, der 1270 in Basel lebte.
Löher
Der Name Löher ist oberdeutsch wie Löhermeister und bedeutet Lohgerber. Hier wurde der Beruf zum Familiennamen. Wir kennen in Köln eine Loregasse, die sich auch von diesem Namen herleitet.
Lodders
Die Namen Lodders, Lodder oder Lodde sind Spottnamen für den Lotterbuben oder Taugenichts.
Loof
Der Name Loof oder Lohff bedeutet (niederdeutsch) Laub oder Gebüsch. Es handelt sich um einen Wohnortsnamen.
Lübbers
Der Name Lübbers wird sehr oft im niederdeutsch-friesischen Raum gebraucht. Er leitet sich von Liut-bert ab, was so viel wie „im Volke glänzend“ bedeutet.
Lüder
Der Name Lüder oder Luders kommt oft in Hamburg vor und war bereits im Mittelalter ein norddeutscher Personenname. Er entspricht dem Vornamen Ludolf. Auch ist der Familienname Lutter hier einzuordnen.
Lüdke
Der Name Lüdtke oder auch Lüdke oder Lüdeck ist die Kurzform für Ludolf, also ein Vorname, der als Familienname gebraucht wird.
Lünsmann
Lünsmann oder Lünzmann ist eine Ortsbezeichnung des Ortes Lünzen bei Soltau. Also der Mann aus Lünzen.
Lüske
Der Name Lüske oder Lüss kommt aus dem bayrisch-schwäbischen Sprachgebrauch und bedeutet „der durch Los Land erhält“. Hier wurde vermutlich neues Land (Moor) verteilt.
M
Madena
Der Name Madena geht auf den Ortsnamen Madena zurück.
Mädge
Der Name Mädge bedeutet soviel wie „Honig“. Wir finden diese Namen auch in der Zusammensetzung in Mägdefessel, was soviel wie „Honigfässchen“ bedeutet. Dieser Name stammt in der Urform von „Met“.
Mählke
Der Name Mählke oder Malke leitet sich von der Kurzform des slawischen Vornamens Malik ab.
Mahlstedt
Der Name Mahlstedt leitet sich von einem Wohnortsnamen ab, wobei „mal“ so viel wie Schlamm, Morast oder Sumpf bedeutet.
Mahr
Der Name Mahr hat seine Bedeutung von „Andermahr“, was soviel bedeutet, wie am Sumpf. Mundartlich bedeutet „mar“ Sumpfsee oder stagnierendes Wasser.
Mainzer
Der Name Mainzer leitet sich als Ursprungsname von dem Ort Mainz ab.
Marquordt
Der Name Marquordt oder Marquardt ist ein Patronym zu Marquardsen, was so viel bedeutet wie „Grenzhüter“. Dieser Name wurde in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen gebraucht.
Masermann
Der Name Masermann stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet durch das Kernwort „maser“ soviel wie „Becher aus Maser- , Ahornholz“. Hier ist die Berufsbezeichnung des Drechslers enthalten, des Bechermachers.
Meenken
Meene, Meenen, Meenken, Meenenga oder Meents sind friesische Varianten zu „Meine(n)“ und sind mit dem Vornamen Meinhard – ein germanischer Name – gleichzusetzen. Er bedeutet „kraftvoll“ und „kühn“.
Mehrbach
Der Name Mehrbach kommt aus dem fränkisch-schlesischen Namen „Merbot“. Dies war schon 300 nach Christus ein fränkischer Königsname. Berühmt wurde der Name durch den Makromannenkönig Marbod (Merobaudes).
Meine
Der Name Meine, Meenen, Meenken oder Meenzen sind die friesischen Varianten zum Vornamen „Meine(n)“ oder „Meinhardt“. ein germanischer Personenname.
Meinke
Der Name Meinke, Mein(e)cke oder Meinen sind norddeutschen Ursprungs. Die Urnamen hierzu sind Meinhard, Meine(t) oder Meiners.
Meißner
Meißner, Meisner, Meichsner oder Meixner leitet sich aus dem Ort bzw dem Fürstentum Meiße ab. Meißen kommt von dem Begriff Misna, was „Supfort“ bedeutet.Es besteht auch die Möglichkeit einen Meyßner als Tuchhändler zu bezeichnen.
Mende
Der Name Mende kommt aus der Gegend Sachsen, Oberlausitz bis nach Schlesien. Deutbar ist dies als „am Ende (des Dorfes oder der Straße) wohnend“ Hier haben wir also einen weiteren Wohnstättennamen.
Mertens
Der Name Mertens ist die norddeutsch-rheinländische Bezeichnung für den Namen Martin. Hier wird aus dem Vornamen wieder ein Familienname.
Meusel
Der Name Meusel, Mäusel oder Meisel bedeutet soviel wie „kleine Maus“ und kommt vom niederdeutschen „Mu(u)s“.
Milbrath
Der Name Milbradt, Milbrodt oder Milbredt, umgedeutet „Mildebach“, „Mildebrett“ oder „Mühlbradt“ ist die Zusammensetzung aus „millu“, was „lieb“ bedeutet, und „brat“, was soviel heißt wie „Bruder“. Hier haben wir einen Klosterbruder.
Misch
Der Name Misch, Mischke, Mische oder Mischer kommt aus dem schlesischen Raum oder der Lausitz und ist die Kurzform von Michael. Hier wurde wieder ein Vorname zum Familiennamen.
Mohrmann
Der Name Mohrmann oder Moormann ist der, der im Moor wohnt oder von dort zugezogenen Mensch.
Monsees
Der Name Monsees ist vor allem im nördlichen Raum von Bremen verbreitet. Es handelt sich um eine patronymische Bildung zu Mohn, also die Mohns. Der Name Monsees wurde stark verkürzt und durch ein „s“ erweitert. Der Name bezeichnet demnach den Sohn des Manse(e). Der Stamm des Wortes „Mons“ kann „mundo“ sein. Das Element „munis“ wird auf gotisch „munes“ für den Begriff „Gedanke“ genutzt.
Morgenroth
Der Name Morgenroth leitet sich ab von dem Frühaufsteher, also dem Bauern oder Landarbeiter, der das Licht des Tages für seine Arbeit benötigt.
Murken
Der Name Murken kommt aus dem norddeutschen Raum und ist ein Übername zum mittelhochdeutschem Wort „mure“ – in Bedeutung von „morsch, mürbe, faul, morastig, schadhaft“, er bezeichnete einen zurückgebliebenen Menschen.
Müssigbrodt
Der Name Müssigbrodt oder Müßigbrod ist ein Mensch, der sein Brod in Muße isst. Also ein Eigenschaftsname.
N
Nanninga
Die Namen Nanne, Nannen, Nanneke, Nanninga oder Nansen sind niederländisch-friesische Kurzformen von den Vornamen Wignand, Gernand, Siegnand. Im alten Hamburg gibt es oft die Vornamen Nanna oder Nanneka. Hier haben wir wieder einen Nachnamen, der vom Vornamen hergeleitet wird.
Nelsen
Der Name Nelsen oder Nellessen ist eine Ableitung von der Beschreibung „Cornelius’ Sohn“.
Neubauer
Der Name Neubauer oder Neugebauer kommt aus dem Sächsisch-Schlesischen und bedeutet „der neu zugezogene Bauer“.
Neugebauer
Der Name Neugebauer kommt aus dem sächsisch-schlesischen Raum. Es bedeutet „der zugezogene Bauer“. Gebauer heißt mundartlich „Gebur“, was soviel wie „Dorfgenosse, Bauer und zur Gemeinde der Vollbauern gehörig“ bedeutet.
Nibbe
Der Name Nibbe bedeutet in der norddeutschen Mundart Schnabel oder Mäulchen. Es wird auch im Namen Nibbecke oder Nebbe benutzt.Wir kennen 1312 in Stade den zusammengesetzten Namen Wittenibbe oder 1346 in Stralsund den Namen Kreyhenibbe (Krähenschnabel).
Nieschlag
Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen. Er bildet sich aus den Worten „nie“ was soviel wie „neu“ bedeutet und dem Wort „Schlag“. Dieses bedeutet Sperrbaum, Abteilung des Ackers oder der Wiese oder auch die Aufgliederung des Waldes. Wir haben hier einen Namen, der sich am besten mit „neues Stück Ackerland“ übersetzen lässt. Hier wurde wohl der Wohnort zum Familiennamen.
Niesel
Hier finden wir eine einfache Erklärung, denn dieser Name wurde wieder vom Rufnamen zum Familiennamen übernommen. Nieß, Nießle oder Niesel ist die Kurzform zu Dyonys.
O
Oesting
Die Namen Ost, Oesting, Östing oder Ostmann kommen aus dem norddeutsch-westfälischen Raum. Hier bedeutet die Einführung von „ö“ in ein „oe“ eine Dehnung der Aussprache. Die Bedeutung wurde nach der Wohnstätte gefunden.GutknechtDer Name Gutknecht bedeutet der „gute Knecht“ schlechthin. Außerdem kann man diesen Namen mit „der freie Knecht“ übersetzen – im Gegensatz zu den Hörigen.
Oetting
Der Name Oetting, Ötke, Ötken oder Ötjen ist patronymisch, deutet also auf den Vornamen des Vaters hin. Der Ursprung ist niederdeutsch-westfälisch, es ist die Kurzform des Vornamens Odebert, „Ode“.
Ohlhoff
Der Name Ohlhoff ist eine Zusammensetzung von „Ohl“, die Kurzform des Namens Ohlerich, und die niederdeutsche Bezeichnung für den Hof. Es ist der Hof des Herrn Ohlerich.
Onken
Onken oder Oncken ist ein friesischer Vatername von Onnen mit der Bedeutung „Sohn des Onno“.
Oppermann
Der Name Oppermann kommt aus dem norddeutsch-westfälisch-nordhessischen Raum. Dies ist die Bezeichnung für den Küster (Kirchendiener), der das Kirchenopfer einsammelt.
Osterloh
Den Familiennamen Osterloh gibt es oft in Bremen. Dieser ist eine Zusammensetzung von zwei Begriffen und ein Wohnstättenname. „Oster“ bedeutet nach Osten hin gelegen und „loh“ ist das Gehölz oder Wäldchen.
Ottersberg
Der Name Ottersberg leitet sich von Ortsnamen bei Bremen ab.
P
Pape
Der Name Pape kommt im Niederdeutschen häufig vor und leitet sich von dem Wort „Pfaffe“ ab. Auch die Schreibweisen „Paap(e), Pa(a)pke oder Päpke“ sind bekannt.
Papist
Der Name Papist oder Babst kommt vom oberdeutschen und mittelhochdeutschen „babes“. Dies kommt vom griechisch-lateinischen Begriff „papes“, also „der Papst“. Hier haben wir es mit einem Menschen mit einem päpslichen Charakter oder auch mit Beziehungen zur Kurie zu tun.
Pätz
Der Name Pätz oder Petz bedeutet Peter. Diesen Namen gibt es auch mit Erweiterungen. Wir kennen Peczold (Pecz) Kolbel 1347 in Lüneburg.
Pecksen
Hier haben wir einen Berufsnamen. Peeck oder Peckholz ist mundartlich. Im norddeutschen Sprachgebrauch bedeutet „pek“ Pike oder Spieß, ein Name für den Spießmacher.Wir kennen einen Sigfridus Pekholt (also Spießschaft) in Hamburg. Sprachlich ist auch gebräuchlich: „ein pek von 16 voeten“.
Persich
Der Name Perschke, Perske, Persicke, Persich kommt aus Oberschlesien und leitet sich von dem slawischen Vornamen Piersik ab, was soviel wie Petrus heißt.
Peters
Der Name Peters hat den Ursprung nach dem Namen des Apostefürsten Petrus. Dieser war im Mittelalter der häufigste kirchliche Taufname. Im norddeutschen Raum tritt dann der Name Peters, Petters oder Pieters auf.
Petrusch
Der Name des Apostelführers Petrus war im Mittelalter der häufigste kirchliche Taufname. Von diesem leiten sich sehr viele Familiennamen ab, wie beispielsweise auch Petrusch, Rietsch, Petzold und weitere. Der Name bedeutet „ein Fels“.
Peyler
Die Namen Peyler oder Peyerl leiten sich vor allem im Münchener Raum von dem Volksnamen Beyer oder Bayer ab, wobei aber in diesem Fall der keltische „Bojer“ im Namensbegriff enthalten ist.
Plat
Der Name Plat ist ein Herkunftsname zum Ort Plat in Mecklenburg-Vorpommern.
Plöger
Der Name Plöger leitet sich von „Plog“ ab und kommt in Hamburg oft vor. Der Plöger ist das niederdeutsche Wort für Pflüger. Wir kennen einen Hinrich Plog 1326 in Lüneburg.
Poppinga
Popp, Poppe, Poppinga oder Popkema sind Namen friesischer Abstammung. Sie sind Abwandlungen des Vornamens Robert, auch Roppo oder Roppke. Der Name hat die Bedeutung von Schwelger oder Großtuer.
Pöting
Der Name Pöting leitet sich vom Ortsnamen Pöthau/Pöthen in Anhalt ab. Wir haben hier auch Namen wie: Potenitz, Pothen, Pöthing oder Pöting.
Preuk
Der Name Preuk leitet sich von dem Volksstamm der Preußen ab. „Preuß“ oder niederdeutsch „Prüß“. Hier können wir den Namen nicht nur von der Herkunft, sondern auch auf Geschäftsbeziehungen und/oder Reisen dorthin ableiten.
Preuß
Der Name war eine Bezeichnung für einen einheimischen Preußen, meist noch mit dem Zusatz „ein heidnischer“. Die Bedeutung kommt vom Wort „pruce“, was so viel wie Gestrüpp oder Gebüsch bedeutet. So wird wohl die preußische Landschaft ausgesehen haben.
Prigge
Der Name Prigge ist die Variante zum niederdeutschen Wort „Prikke“, einem Stechwerkzeug zum Aalfang oder zum Stechen von Torfsoden. Ähnlich sind die Namen Knigge, Schnigge oder Wrigge zu sehen.
Probst
Pröbstel, in Bayern sonst Probst genannt, kommt vom Lateinischen „prae-propositus“, was so viel bedeutet wie „Vorgesetzter aller Aufseher“
Prott
Der Name Prott leitet sich von dem mundartlichen „prot“ ab, was so viel wie „prötziges, laute Weser“ bedeutet.
Prüssen
Der Name Prüß wurde oft in Hamburg gebraucht, auch als Prüße, Prüßmann oder Prüßing. Der Name deutet nicht nur auf die Herkunft aus dem Lande der Preußen, sondern auch auf Geschäftsbeziehungen und Reisen dorthin. Einen Dietrich Prüßen treffen wir 1384 in Überlingen. Die „Prüßen“ sind die im 13. Jahrhundert unterworfenen Vorbewohner Preußens.
Pucher
Der Name Pucher oder Bucher ist oberdeutschen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Buchengehölz“, also diesem Fall ein Wohnstättenname.
Q
Quader
Der Name Quader oder Quade kommt in Hamburg oft vor und bedeutet mundartlich „böse“.
Quarg
Quarg, Quark oder Quarck kommt in Breslau oft vor. Er stammt aus dem Slawischen: Twarog bedeutet Weichkäse. Es ist also ein Übername für einen Käsehändler oder Käsehersteller.
Queiss
Der Name Queißer, Queißner oder Queiss ist in der Gegend von Görlitz oft anzutreffen. Er leitet sich von dem Fluss „Queiß“ aus dem Isergebirge her (östlich von Görlitz). Wir kennen einen Michael Queißer 1381 bei Zittau.
R
Rauchfleisch
Der Name Rauchfleisch leitet sich in der Zusammensetzung von „Rau, Rauh oder Rauch“ aus dem Mittelhochdeutschem „ruch, ruh oder ru“ ab. Es meint den „Rauhaarigen oder Groben“. Der zweite Namensteil „Fleisch“ beschreibt den Beruf des Schlachters. Der Name beschreibt somit den Schlachter fürs Grobe oder einen groben Menschen.
Ravens
Der Name Ravens, Raven, oder Rave kommt in Hamburg oft vor und bedeutet der Rabe. Dies ist auch ein alter Vorname „Raben“. Wir kennen einen Ritter Raven Strus 1359 in Holstein.
Reents
Der Name Reents kommt oft in Hamburg vor. Er ist die friesische Kurzform der Namens Reinerts oder Reinhards. Auch hier wurde der Vorname zum Familiennamen.
Reglin oder Rechlin
Dieser Name kommt in Hamburg , Mecklenburg und auch als Ortsname an der Müritz in Mecklenburg auf. Abgeleitet von „Rechner“ mundartlich „amtlicher Berechner“ oder „Steuerbeamter“.Es gab einen Burkart der Rechner (1326) und einen Hans Rekener 1390 in Hannover.
Regul
Hier gehen wir davon aus, dass es sich um einen Nachnamen unserer Region handelt. Dann kommt der Nachname vom altdeutschen Rufnamen „Ragilo“ oder „Regil“, was soviel bedeutet wie „Rat geben“. Also wird hier wieder der Rufname zum Familiennamen.
Rehbein
Der Name Rehbein wird in Norddeutschland auch Rehbehn genannt und ist ein Übername für den „Flinkfüßigen“.
Reinsch
Der Name Reinsch ist schlesisch und die schlesisch-sächsische Kurzform zu Reinhold beziehungsweise Reinhard mit dem slawischen Suffix „-isch“
Reiser
Denkbar ist der Herkunftsname von „der aus dem Reis stammt“ oder aber der Örtlichkeitsname „Anlieger an einem Risi (Rinne). Auch besteht die Möglichkeit, dass der Name von „Reis“ kommt, was Gehölz oder Gebüsch bedeutet. Es könnte auch ein Berufsname sein und von der „Rißer“ kommen, was Holzschneider heißt.
Riemenschneider
Der Name wird im norddeutschen Raum „Remensnider“ genannt. Dies ist ein Übername des Schusters, auch der Riemer und der Gürtler gehören zur Zunft.
Riepenhusen
Dies ist ein zusammengesetzter Name. Der Begriff „Riepen“ ist die Kurzform für den Namen Rieprecht oder Ruprecht und der Wortteil „husen“ bedeutet so viel Hausen oder Ort. Hier wohnt also der Herr Ruprecht.
Riggers
Der Name Riggers oder Riggert kommt in Hamburg vor, er ist friesischen Ursprungs und kommt von „Rikker“ oder „Rickers“, was für den Vornamen Rüdiger steht.
Rink
Der Name Rink(e) oder Rinck(e) kommt häufig vor. Gemeint ist der Rinker, der Verfertiger von Rinken oder Spangen aus Metall.
Rippe
Der Name Rippe, Rip(p)ke, Rippen(s) oder auch Ribbe ist eine Kurzform zu dem friesisch-norddeutschen Namen „Ribbert oder Rippert und bedeutet „glänzender Herrscher“.
Roesner
Der Name kommt vom Begriff „Rose“, er wird häufig im sächsischen, schlesischen, böhmischen Raum benutzt. Alle Teile einer Rose gehen in dem Namen auf, wie auch der Beruf des Rosenzüchters.
Rohde
Der Name Rohde kommt in Hamburg oft vor. Hier ist auf norddeutschem Boden meist der Rothaarige und Rotbärtige gemeint, wovon sich dieser Familienname ableitet.
Rohlfing
Der Name Rohlfing kommt aus dem norddeutsch-westfälischen Raum und ist die Kurzform zu Rohlf oder Rohlof. Ein Vorname wurde zum Familiennamen.
Rojahn
Der norddeutsche Begriff „Rodejahn“ bedeutet „der rothaarige Johann“. Hier wird die Beschreibung der Person zum Nachnamen.
Rolapp
Der Name Rolapp oder Rolappe kommt aus dem norddeutschen Bereich und bedeutet „roher oder rauer Lappen“. Auch ist als Schelte noch der Begriff „Laffe“ bekannt.
Rönner
Der Name Rönner leitet sich vom Rheinischen ab und bedeutet soviel wie froh oder wohlgemut. Der Name steht für einen glücklichen Menschen.
Rose
Der Name Rose lässt sich, wie jeder weitere zusammengesetzte Name mit Rose als Übername des Rosengärtners deuten. Wir kennen einen Bentz Rose 1350 in Stuttgart.
Rosenbrock
Der Name Rosebrock ist zusammengesetzt aus zwei Begriffen: „Ros“, dem „Pferd, und „Brock oder Brook“, dem Landgebiet.
Röttger
Der Name kommt in Hamburg oft vor. Auch die Namen Röttgers und Röttcher werden benutzt. Dies ist die norddeutsche Form für den Vornamen Rüdiger.
Röver
Der Name Röver oder Röwer kommt im niederdeutschen Raum oft vor. Er bedeutet „Räuber“.
Ruhkopf
Der Name Ruhkopf kommt in Hamburg vor. Er ist niederdeutschen Ursprungs und leitet sich von Ruge ab. Dies bedeutet soviel wie „der Raue“. Wir kennen einen Luder Rukop aus dem Jahre 1400 in Hannover.
Rühlandt
Der Name Rühland oder Ruhlandt leitet sich vom Vornamen Roland ab, was so viel wie „ruhmvoll und kühn“ bedeutet.
Rumpler
Der Name Rumpler oder Rümbler meint den „Polterer“. Rumpeln oder rummeln bedeutet poltern oder lärmen. Der Name ist in Schlesien, Sachsen, Bayern und Österreich verbreitet. Die Form mit Umlaut kommt besonders in der Görlitzer Gegend vor.
Runkel
Der Name Runkel kommt in Köln oft vor und leitet sich von dem Ortsnamen Runkel an der Lahn ab. Wir kennen einen Heinrich Runkel (1290) aus Nieder-Olm.
Rupietta
Der Name Rupietta leitet sich vom weiblichen Vornamen für Rupert ab. Hier wurde wieder aus dem Vornamen ein Familienname.
Ruppert
Rupppert leitet sich von der Kurzform eines Personennamens aus den Wortstämmen „hrod“ und „bert“ ab und ist dadurch eine in vielen Sprachräumen verbreitete Variante des alten deutschen Rufnamens Rupert oder Ruprecht.
Rust
Rust kommt oft vor und ist im Wesentlichen der Flurname „Rust“, was soviel wie Röhrich, Schilficht heißt und hier für den Familiennamen gebraucht wird.
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