Nachnamen beginnend mit dem Buchstaben:

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z
A

Aldag
Der Name Aldag ist einer der typischen Namen des altsächsisch-ingwäonischen Nordseeraumes auf „-dag“, was soviel wie „lichter Tag“ bedeutet. Aldag leitet sich von „Adeldag“ ab – ein besonders schöner Tag. Ingwäonische Sprachen sind nordseegermanische Sprachen.

Allmers
Der Name Allmers ist wie auch Hillmers ein häufiger, niederdeutsch-friesischer Personenname. Die zweite Silbe mit der Endung auf „-mer“ bedeutet „berühmt“. Die Vorsilbe „All-“ ist kontrahiert aus „Adel-“ wie in den Namen Allers, Allbrecht oder Almut.

Antholz
Der Name Antholz(er) bedeutet in Tirol soviel wie Abholzer. Er ist im Eisachtal in Tirol beheimatet.

Apholz
Der Name Apholz leitet sich vom mittelhochdeutschen „Abhalter“ ab. Das bedeutet Apfelbaum.

Appelles
Appelles oder Apelles ist ein Humanistenname, erwähnt wurde er um 1570 in Freiburg an der Saale, urkundlich für Ap(p)el. Er ergibt sich aus der Kurzform für den Vornamen Albrecht. Hieraus ist auch der Name Opitz entstanden.

Appiarius

Bei diesem Namen handelt es sich um den lateinisierten Berufsnamen des Imkers.


B
Babst
Der Name Babst kommt vom mittelhochdeutschem „babes“ und aus dem griechisch/lateinischem „papas“, was so viel wie Papst bedeutet. Es wird hier ein Mensch mit päpstlichen Charakter oder mitunter wohl auch auf seine Beziehung zur Kurie deutend benannt.

Bachmann
Der Name Bachmann leitet sich von der Wohnstätte am Bach ab. Somit haben wir hier den Mann vom Bach.

Bade
Dieser Name kommt oft in Hamburg und im norddeutschen Raum vor. Die Bedeutung kommt von Baden oder Bading, eine Kurzform des Vornamen Segebade, Garbade, Segebode oder Gerbode. Der Wortstamm bot bedeutet Gebieter.

Baßner
Der Name Baßner leitet sich von dem Vornamen Bastian oder Sebastian ab. Diesen Namen gibt es in vielen Kurzformen.

Ballehr
Der Name Ballehr kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „untersuchen“. Es könnte sich um einen Bader oder Heiler gehandelt haben.

Barthel

Barthel bedeutet oberdeutsch und in Schwaben mit „Bartle“ die Koseform für „zum Heil“ und leitet sich von dem Vornamen Bartholomäus oder Barthelme ab.

Bartosch
Der Name Bartosch oder Bartsch kommt im ostdeutsch-schlesischen Raum vor und ist die Kurzform zu Bartholomäus.

Bäsecke
Der Name Bäsecke oder Beseke ist die niederdeutsche Kurzform für den Heilnamen Basilius. Beseke (Basilius) von der Gartow ist 1342 in Quedlinburg bekannt.

Basteck
Der Name Basteck wird vom Vornamen Bartholomäus abgeleitet. Hier wurde wieder ein Vorname zum Familiennamen.

Bederke
Der Name Bederke oder Beder ist die Umlautform für den Bader und ist vor allem im Altfränkischen üblich. Der Beruf bildete den Familiennamen.

Behrje
Der Name Behrje ist für den ostfriesischen Raum durch die Endung „tje“ als typisch zu erkennen. Hier wurde die Endung an den Vornamen „Bernhard“ gehängt. Es handelt sich um einen Vornamen, der zum Nachnamen geworden ist.

Bellingröhr
Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen. Der Name Bellingröhr hat mit „belling“ die Bedeutung aus dem althochdeutschen soviel wie Streitaxt oder Schert. Im zweiten Teil mit „Grohr oder Ger“ die Bedeutung von Speer. Hier kann es sich um einen Menschen handeln, der als Speerträger bei der Verteidigung aufgestellt war.

Benecke
Der Name Benecke, Benck oder Behn kommt vom norddeutschen „Behnecke“ oder „Beneke“ und leitet sich vom Vornamen Bernhard ab.

Benjes
Der Name Benjes ist die friesische Abwandlung des niederdeutschen Begriffes „Benck“, auch Behncke oder Beneke, was soviel wie Bernhard bedeutet. Hier haben wir wieder einen Vornamen, der zum Familiennamen wurde.

Beste
Der Name Best, Beste oder auch Bestmann kommt sehr oft in Hamburg vor. Die Bezeichnung kommt von „der Beste“. Der Bestmann an Bord eines Schiffes ist der Vorarbeiter.

Beth
Der Name Beth, Bethke oder Bethmann ist die niederdeutsche Kurzform zu dem Vornamen Betram.

Binnemann
Der Name Binnemann leitet sich von dem Mann ab, der innen arbeitet. Höchstwahrscheinlich ist hier der Heerhaufen gemeint, der einen kräftigen „Innenmann“ benötigt.

Birkhofer
Der Name Birkhofer – wie auch Birkmann, Birkner oder Birckholz – stammt von einer Wohnstätte ab. Vermutlich in einem Birkenwald. Wir kennen einen Rüdeger zu dem Birke 1334 in Ebersbach.

Blase
Der Name Blaas, Blaase oder Blaasch kommt in Hamburg vor und ist die Kurzform zu Blasius.

Blöhbaum
Der Name Bloibaum, Bley- oder Blöboom kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet: „blühender Baum“ Es gibt auch den Namen „Blödorn“.1412 hat es in Lübeck den Kord Bloyeboem gegeben.Auch Abwandlungen nach den Wohnstätten Nottelboom oder Beerbohm wären möglich.

Böckelken
Der Name Böckelken kommt aus dem westfälischen Sprachraum und bedeutet soviel wie: Böckchen oder kleiner Bock.

Bohling
Aus dem Vornamen „Bolewin“ oder „Boldewin“ wird die Kurzform Böhlke, Bölk oder Bahlke abgeleitet.Hieraus entstehen die Namen Bahle, Bohlen, Bolens, Bohlmann, Bohlken, Boling, Böhling und Bohling mit noch vielen schriftlichen Abweichungen.

Bohling
Der Name Bohling oder Bohlken ist friesisch und ein Patronym von Boling oder Bohlje. Hier gibt es eine Ableitung auch aus dem lateinischen von Bolilius oder Bohlenius.

Bolhöfer
Der Name Bolhöfer ist ein Spottname für einen „dicken“ Hofbesitzer, also einen reichen Bauern oder auch einen Bauern, der gern reich wäre.

Booken
Der Name Booken leitet sich vom norddeutschen „Buchengehölz“ ab. Wir kennen auch den Namen Bookmeier oder Buchmann.

Bornemann
Dieser Name kommt aus dem Raum Sachsen bis Schlesien und kommt auch in den Schreibweisen Boremann oder Bornmann vor. Die Bedeutung leitet sich von der Wohnstätte am Brunnen (mundartlich Born) her. Wir haben beispielsweise die Namensbeschreibung Hannus bi dem borne von 1368.

Bornleit
Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen. Der Begriff „Born“ bedeutet Quelle und „leit“ soviel wie widerwärtig. Also wohnte dieser Mensch an einer schlechten Quelle.

Böschen
Der Name Böschen ist ein Wohnstättenname. Das Verb „böschen“ bedeutet einen Wall oder Graben mit einem schrägen Abhang.

Bötz
Der Name Bötz, Botz oder Bötzle ist allemanischen Ursprungs. Meist steht dieser Begriff für „Knirps“ oder auch „Poltergeist“, wie wir es auch vom „Butzemann“ kennen.

Brau
Brau, Breu, Brauer aus dem Mittelniederdeutschen stammenden Wort „Bruwer“ für den Bierbrauer bildet hier den Familiennamen.

Bredehorn
Der Name Bredehorn kommt in vielen Zusammensetzungen vor. Er kommt von „Brede“, das bedeutet die „feuchte sumpfige Niederung“. Der Begriff Horn bedeutet der Winkel oder die Ecke.

Bremer
Der Name Bremer leitet sich von dem Ortsnamen Bremen ab. Das Adelsgeschlecht „von Bremen“ hat einen jüngeren Ursprung.

Brendel
Der Name Brendel, Brenneke ist die norddeutsche Kurzform zum Vornamen Hildebrand.

Breust
Der Name Breust leitet sich von dem Volksnamen der Preußen oder Prußen ab.

Briesenmeister
Der Name Briesenmeister kommt aus Brandenburg. Wir kennen einen Tias Briesenmeister 1618 bei Angermünde. Es wird sich um einen Windmüller gehandelt haben.

Bröckelmann
Der Name leitet sich von dem Ort Brökel bei Celle ab.

Brockmann
Der Name Brockmann, Brokmann oder Brookmann kommt aus dem Westfälischen. Dieser Name meint Siedler in Bruchgelände, häufig in den Sumpf- oder Moorgegenden Nordwestfalens.

Broel
Der Name Broel oder Bröhl leitet sich von dem Ortsnamen Brühl bei Köln ab.

Brümmer
Der Name Brümmer kommt in Hamburg oft, aber auch in Mecklenburg vor. Dies ist ein niederdeutscher Begriff für den „Knurrer oder Schreier“.

Brünjes
Der Nachname Brünjes bedeutet „Sohn des Brüning“. Brüning ist die Ableitung des Vornamens Bruno, dieser wiederum eine Kurzform von Brunolf, Brunwardt oder Brunheri. Alle Namen kommen von dem althochdeutschen Wort „Brunja“, das schlicht und einfach „braun“ bedeutet.Die Namen Bruening, Breuninger, Breuninge, Brüning, Brünings, Brunken und weitere gehören mit zu diesem Kreis. Diese Namen sind in Norddeutschland sehr stark verbreitet.

Bruns
Bruhn, Bruhns oder Bruns bedeutet niederdeutsch Bruno. Dies ist ein uralter germanischer Vorname, der sich von „Brun“ herleitet, was soviel wie „der Braune“ also „der Bär“ ausdrücken soll.

Bubendey
Diese Name kommt hauptsächlich in Hamburg vor. Er bezieht sich auf einen Örtlichkeits- beziehungsweise Flurnamen mit bis heute unerklärter Bedeutung für das „-dey“. Wir kennen auch die Namen Finkendey, Dauthendey, Momendey oder Schimmedey.

Buddenberg
Die Namen Buddenberg, -brock, -siek oder auch -diek kommen von dem westfälischen Begriff „budde“. Der bezeichnet Morast, Schmutz oder Modder.

Burat
Die Namen Burat oder Burandt sind Kurzformen des slawischen Rufnamens „Bureslav“. Hier wurde ein Rufname zum Familiennamen.

Busse
Der Name Busse ist in Hamburg, Hannover, Magdeburg, Stettin und Dortmund zahlreich. Dieser Name ist die norddeutsche Kurzform zu „Burghard“. Der Name „Bosse“ hat den gleichen Ursprung.

Butt
Der Name Butt oder Buth kommt oft in Hamburg vor, hier handelt es sich wahrscheinlich um den Übernamen eines Fischers oder Fischhändlers.

Butzkus
Die Namen Butzkus, Butzke oder Butzkies sind die Kurzformen des slawischen Vornamens Butzlaff oder Bogislaw.


C
Claaßen
Die Namen Klasen, Klasing oder Claaßen werden in norddeutsch-niederrheinischen Gebiet oft gebraucht. Sie leiten sich aus „Klas“, dem heutigen Klaus, ab. Hier wurde wieder der Rufname zum Familiennamen.


D
De Buhr
Der Familienname de Buhr ist die niederdeutsche Entsprechung des Wortes Bauer. Der Name weist auf den Berufsstand des ersten Namensträgers hin. Er entwickelte sich aus dem Wort „büwen“, das „Ackerbau betreiben“ bedeutet. Die Beifügung „de“ bedeutet „aus der Familie“. Kein Berufsstand war zur Entstehung dieses Familiennamens so verbreitet wie der des Bauers. Aus diesem Grund steht der Name Bauer auch an 13. Stelle aller Familiennamen Deutschlands. Eine Variante ist die Entstehung aus den Familiennamen Buhrmann, Buhrmester und Burmeister. Mit Burmeister ist der Dorfälteste gemeint, neben dem Dorfschultheiß (Schulte).

Dede
Der Name Dede oder Dedeke kommt aus dem Niederdeutschen und ist die Kurzform zu Dederich, Dedelef oder Dedeward. „Ded“ bedeutet das „Volk“.

De Wall
Der Name de Wall bedeutet „aus der Familie im Walde“. Auch der Ortsname Walle (bei Verden, Ülzen) kann den Familiennamen geprägt haben.

Dehne
Der Name Dehne ist die Kurzform für den Vornamen Daniel. Wir kennen in diesem Zusammenhang auch die Familiennamen Dähn, Dehn, Döhm oder Dann.

Derresch
Der Name Derresch leitet sich von der Körpereigenschaft ab, wobei „derr“ soviel bedeutet wie dörr oder dürr, es steht für „der Dürre“. Wir kennen einen Georg der Derr 1388 in Wien.

Dethmann
Der Name Dethmann kommt aus dem norddeutschen Raum. Er wurde oft für den Vornamen Detmar oder Dietmar gebraucht. „Diet“ bedeutet soviel wie „das Volk“ und der Wortteil „mar“ soviel wie „berühmt“.

Dettenborn

Der Name Dettenborn ist von dem Namen Tettenborn abgeleitet, der vor allem in Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt zu Hause ist. Mit dem Namen Tettenborn gibt es auch eine Adelsfamilie von Tettenborn.Tettenborn ist heute ein Stadtteil von Bad Sachsa, zuvor war dies eine um 800 n. Chr. urkundlich erwähnte eigenständige Ortschaft. Ein Fürst Dedo oder Tete soll ein Vorwerk an einem geweihten Born (Quelle) gegründet und später einem Ritter (1284), Mushard von Beroldo, überlassen haben. Dieser gilt als Stammvater der Familie von Tettenborn.

Dieck
Der Name Dieck, Diecken oder Dieken auch mit der Vorsilbe „van“, kommt vor allem in Hamburg vor. Es bestimmt auch den Namen Dieckmann und ist ein sogenannter Ökelname. „Dieck“ bedeutet in diesem Fall „Anwohner eines Deiches“. Wir kennen außerdem die Namen Dyk und Deikstra, die auch in diesen Namensraum gehören.

Diehl
Der Name Diehl oder Dihl kommt aus dem hessisch-rheinischen und mainfränkischen Raum. Er ist die Kurzform zu „Dietrich“. Bemerkenswert ist, dass auch der Name Thielmann oder Thielemann zu diesem Grundstamm gehört.

Dock
Der Name Dock leitet sich von „Dock“ ab, was soviel bedeutet wie „Moder“ oder „Moor“.

Dordel
Die Namen Dordel oder Dorden leiten sich von dem niederdeutschen Begriff für „Räuber, Landsknechte oder fahrende Leute“ ab. Hier gibt es viele Namensvarianten.

Döscher
Der Name Döscher ist verschliffen aus Dörscher. Dieser Begriff bezeichnet den Drescher.

Drewes
Der Name Drewes ist die norddeutsche übliche Form für den Vornamen Andreas.

Drüen
Hier wurde wieder ein Vorname zum Rufnamen. Drude, die niederdeutsche Kurzform zu Gertrude = Sankt Gertrud ( wobei die Vorsilbe „ger“ Speer bedeutet und „trude“ die Kraft). Patronyme dazu ist Druding, Drüding bei einem Dentalschwund zwischen Vokalen auch Drüen für Drüden.

Drunagel
Der Name Drunagel leitet sich vom Beruf des Nagelschmiedes ab.

Düker
Düker oder Dücker kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet „Tauchente“, deren Balg der Pelzner verarbeitete.

Dulss
Der Name Dulss leitet sich von dem slawischen Ortsnamen Dulzen in Ostpreußen ab.

Dunkhorst
Der Name Dunkhorst ist niederrheinischen Ursprungs. Der Flur- und Ortsname Dung, Dunk oder Donk bezeichnet eine Bodenerhebung in sumpfigem Gelände. Hier ist der Begriff mit „Horst“, was soviel wie Gehölz bedeutet, verknüpft.

Düver
Der Name Duve, Duwe oder Düver bedeutet Taube. Also ein Übername für den Taubenhändler, Taubenzüchter oder Taubner. Auch gibt es den Begriff Düveko für das Täubchen.


E
Edel
Der Name Edel, Edeling oder Edler meint den freien Bürger, den Nichthörigen, den Vornehmen und Adeligen.

Eggebrecht oder Ebken

Der Name Eggebrecht kommt vom Vornamen Egbert, was so viel bedeutet wie „die Spitze der Waffe“. Viele nordeutsche Familiennamen haben hier ihren Ursprung: z.B. Ebbe, Ebbeke, Ebken,Ebbinga, Ebbers, Eggebrecht oder auch Ribbe.

Eggers
Der Name Eggers bedeutet „Sohn des Eggert“ und leitet sich von dem Vornamen Eckehard ab.

Ehlen
Der Name Ehlen ist eine Variante zum Namen Ehlert und kommt oft an der Küste vor. Es ist ein Patronym oder Vatername zu Ehlert, Eilhard oder Eilward. Ursprünglich kommt der Name aus dem Germanischen und heißt Agilhard.

Ehrenberg
Der Name Ehrenberg bildet sich aus dem Vornamen Erimbertius. Auch ist in diesem Zusammenhang der Name Ehrenbrecht bekannt.

Eissing
Die Namen Eissing oder Eissinger leiten sich von einem Ortsnamen ab.

Engelke
Der Name Engelke oder Engelken ist die niederdeutsche Kurzform zu Engelhard oder Engelbert. Wir kennen einen Engelke Mandüvel aus dem Jahre 1362.



F
Fahrenholz
Der Name Fahr(en)holz leitet sich von mehrfach vorkommenden Flur- und Ortsnamen in Westfalen und Hannover ab. Es handelt sich um einen Begriff für Moor und Sumpf.

Fasel

Der Name Fasel, Fahsel oder Vasel bedeutet mundartlich „ Zuchttier“ oder auch „Junges“. Bei diesem Namen gibt es auch die Zusammensetzung in „Quadvasel“, wobei „quade“ mit böse oder schlecht übersetzt werden kann.

Finke
Der Name Finke oder Finck ist überall häufig und im Allgemeinen ist der fröhliche, unbeschwerte und übermütige Mensch gemeint. Zum Teil bezeichnet er auch den Vogelfänger.

Flaswinkel
Der Name Flaswinkel besteht aus zwei zusammengesetzten Begriffen. Der erste Teil „Flas“ bedeutet Flachs und mit dem Begriff „Winkel“ wird der Krämer bezeichnet. Die Zusammensetzung Flaswinkel bezeichnet den Beruf des Flachshändlers.

Flemme
Der Name Flemme oder Flemming kommt von dem mittelhochdeutschen „Vläming“. Da flandrische Tuche berühmt waren, kamen Tuchmacher und Färber aus Flandern ins Land. Wir kennen die Namen Flähming, Flehmig, Flehmke, Flemisch oder Flemmig.

Frank

Frank ist ein männlicher Vorname, wird aber auch als Nachname gebraucht.Es ist außerdem ein altes deutsches Eigenschaftswort mit der Bedeutung „frei“ und „offen“. In der deutschen Sprache kommt es heute noch in der Redewendung „frank und frei“ vor. Wir benutzen es in dem Wort „Frankieren“.Die Herkunftsdeutung geht von einer Ableitung von „der Franke“, also „der aus Franken kommt“ aus. Im Spätmittelalter werden auch die „Freibauern“ - von den Steuerabgaben befreit, als „Frank“ bezeichnet. Da dieser althochdeutsche Begriff der Franke = der Frei auch Namenspatron für den germanischen Volksstamm der Franken war, mündet die Deutung des Namens indirekt auch in dem Begriff frank = frei.Wir kennen auch den Bischof Franco von Worms im 10. Jahrhundert, der diesen Namen wieder als Vornamen trägt.

Freemann
Der Name Freemann aus dem anglikanischen Sprachraum bezieht sich auf den deutschen Begriff Freimann, den es ebenfalls als Familiennamen gibt, oder Freymann. Die mittelhochdeutsche Form ist „vriman“ und bedeutet „der freie Bauer“.

Freier
Der Name Freier leitet sich von dem Freien im Gegensatz zum Hörigen ab. Also ein freier Bauer.

Frenz
Fren(t)z, Frenzen oder Frenssen aus Hamburg. Frenssen kommt vor allen Dingen aus Holstein, hier gibt es den Gustav Frenssen aus Ditmarschen. Frens ist urkundlich „Lafrens (Laverens), dies ist der heilige Laurentius. Oberdeutsch heißt dieser Vorname „Lorenz“, in Mecklenburg „Lewerenz“. Also ist die Bedeutung „Sohn des Lafrens“, nicht des Franz. Nur so erklärt sich auch der scheinbare Umlaut „e“, enthalten in Frens Ditmer = Lorenz Ditmer, 1555 in Mecklenburg, Frentz Godtschalek = Lorentz Godtschalek, 1573/84 und die Bauernsippe Laverentz (Frentz) zu Zepkow in Mecklenburg, Monatshausen 1937.

Frischkemuth
Der Name Frischkemuth, Frischmuth oder Frischermuth bedeutet „Frei(er)-, Guter- oder Hohermuth“. Hier wird die Eigenschaft des Menschen zum Familiennamen.

Fromme

Der Name Fromme oder Fromm stammt vom mittelhochdeutschen „vrum“ oder „vrom“, das „tüchtig“, „ehrenhaft“ oder „bieder“ bedeutet. Diesen Namen gibt es auch in der Zusammensetzung: Frommann für „Ehrenmann“.


G
Gayde
Der Name und die Familie Gayde ist waldensischen Ursprungs. Sie kam mit vielen anderen Waldensern (Baral, Micol, Roux, Rochon, Talman und weitere) 1699 aus der Schweiz im Gebiet Dürrmenz (heute Mühlacker) und Hengstett (heute Althenstett) als Vertriebene aus dem Piemont. Man wies ihnen brachliegendes Land vor den deutschen Ortschaften an und sie gründeten ihre eigenen Dörfer (Pinache, Serres, Perouse, Groß- und Kleinvillars, Neuhengstett). Heute schreibt man den Namen Gayde, um 1700 war Gaidou oder Gaide zu finden und ab etwa 1750 nur noch Gaide.

Gernhoff
Der Name Gernhoff kommt aus dem Raum Nürnberg, München oder Leipzig und ist ein verbreiteter Übername. Der Name bedeutet: „Er hätte gern einen Hof“.

Giesen
Die Namen Giesen, Giese oder Giesecke sind das niederdeutsche Patronym zu Giesebrecht, was soviel wie „edler Sprößling oder Geisel“ bedeutet.

Glander
Der Name Glander leitet sich von dem mittelhochdeutschen „Glander“ ab, was soviel bedeutet wie „Glanz“. Hier haben wir einen Menschen, der gern glänzt.

Glocksien
Der Name Glocksien oder Glockzien leitet sich von dem Ortsnamen „Klocksin“ in Mecklenburg ab. Hier formt der Herkunftsort den Familiennamen.

Gloystein
Der Name Gloystein, Gloye oder Gloyer leitet sich von dem Wort „gloi“ ab, was soviel bedeutet wie „glühend“. Das ist ein Übername für den Schmied.

Goede
Der Name Goede, Goede, Gödecke ist niederdeutsch und war im Mittelalter eine beliebte Kurzform zum norddeutschen Vornamen Godefried (Gottfried).

Görlich
Der Name Görlich, Görling oder Gerlach leitet sich von dem altdeutschen Personennamen mit der Endung „-lach“ ab, was so viel bedeutet wie „springen“. Der Wortteil „Ger“ bezeichnet den „Speer“

Gräbner

Hier haben wir es mit einem Herkunftsnamen zu tun. Grabner, Gräbner sind nach der Wohnstätte am Graben oder aus dem Orte Graben benannt. Wir kennen einen Hans auf dem Graben von 1355 in Janshurst/Baden.

Gräper

Der Gräper oder Gröper ist ein Beruf. Dieser Handwerker stellt irdene Töpfe (Gropen) her. Der Gräper war also ein Töpfer.

Grella
Die Namen Grella oder Gelka und Grelik bildeten sich aus der slawischen Kurzform des Vornamens Gregor. Der Rufname wurde zum Familiennamen.

Grieger
Der Name Grieger ist die Kurzform des Vornamens Gregorius. Hier gibt es viele Namensformen: beispielsweise Greger, Gröger, Gareiß, Görres oder Guhr.

Grigat
Der Name Grigat oder Grigoleit kommt aus dem litauisch-ostpreußischen Raum und bedeutet Gregors Sohn.

Grull
Der Name Grull oder Grüll kommt vom mittelhochdeutschen „grullen“, was soviel heißt wie spotten oder grollen. Wir kennen einen H. Grüll bei Füssen.

.
H
Haendel
Der Name Händel, Haendel oder Hähndel bedeutet oberdeutsch patronymisch der Händler. Patronyme sind Namen, die angeben, wie der Vater des Namensträgers mit Vornamen heißt. Dieser Name wird in Schlesien, der Lausitz, Bayern und Böhmen oft gebraucht. Die Vorfahren des Komponisten stammen aus Schlesien.

Hägermann
Der Name Hägermann, Högele oder Hägeler ist in Norddeutschland ein häufiger Flurname, somit haben wir hier eine Wohnortbeschreibung als Familiennamen, die so viel bedeutet wie „der Mann im Hagen“.

Halfbrodt
Der Name Halfbrodt ist die Bezeichnung für einen Bäckergesellen, einer der erst „halb“ ein Bäckermeister ist.

Handschug

Mit dem Namen Handschug haben wir einen Berufsnamen von einem Handschuhmacher.

Hamann
Hamann oder Hammann beruht auf Hanemann, einst beliebter Kurzname zu Hans (Johannes). Im Niederdeutschen auf Havemann, was so viel bedeutet wie Hofmann, umgeformt.

Hamborg
Der Name Hamborg oder Hamborch steht für Hamburg an der Unterelbe. Es ist eine alte „Sumpfburg“. Hier haben wir einen Wohnstätten- oder Herkunftsnamen.

Hansen
Der Name Hansen wurde aus dem Namen Johansen, also Johannes Sohn gebildet.

Hardt
Der Name Hardt kommt in Hamburg oft vor und ist mehrfacher Herkunft. Erstens kommt er von „mast“, mundartlich „hert“, was „Hirsch“ bedeutet oder zweitens von „herde oder harde“ was für „Hirte“ steht oder „Hard“ für die Bezeichnung des Weidewaldes. Hier ist also eine eindeutige Zuordnung nicht möglich.

Harling
Der Name Harling leitet sich aus den Vornamen Haro, Hero, Haar oder Häring ab und bedeutet in der Urform „Herr“.

Harp
Die Namen Harp, Harpe oder Harpp leiten sich von der Kurzform des Vornamens Harprecht ab.

Hartmann
Der Name Hartmann ist ein beliebter Name. Der Begriff „hart“ meint ursprünglich „kühn“, also ein „kühner Mann“.

Harzog
Hartog oder Hartoch aus dem niederdeutschen bedeutet Herzog. Dies deutet hin auf ein Dienstverhältnis den herzöglichen Herrn gegenüber, daher ist dieser Name auch als Bauernname gebräuchlich. Zu übersetzen wäre der Name als „Dienstmann des Herzogs“

Hashagen
Der Name Hashagen leitet sich von einem westfälischen Ortsnamen ab. Hier haben wir einen Wohnstättennamen mit der Endung auf „-hagen“. All diese Namen sind bundesweit mit dem Wald verbunden.

Hastenfuß
Der Name Has(t)enfuß oder auch Hasenfuß sind Kompositionen mit Tiernamen, die in diesem Fall wahrscheinlich auf einen Jägernamen deuten. Wir kennen 1351 Ulrich Fratz Hasenfuß.

Haufen
Der Name Hauf(f) und seine Variationen Haufe oder Haufen sind besonders bekannt durch den Dichter Wilhelm Hauff. Er meinte im Ursprung den „Heerhaufen“. Der Namensträger war also ein Angehöriger des Heerhaufens oder ein Mensch aus der Kriegerschar.

Hauguth
Der Name Hauguth oder Haug ist die Kurzform und Ableitung vom Vornamen Hugo.

Hauser
Der Name Hauser leitet sich aus einem der vielen Orte mit „-hausen“ her.

Hegenbart
Der Name Hegenbart(h) bedeutet „pflege den Bart“. Dies ist der Übername für den Beruf des Barbiers.

Heiling
Die Namen Heiling oder Heilinger kommen aus dem Raum Baden-Württemberg. Sie leiten sich von einem Ortsnamen ab.

Helmke
Der Name Helmke kommt neben Helm oder Helmcke in Hamburg häufig vor: Es ist die niederdeutsche Kurzform zu Helmold.

Hendrich
Der Name Hendrich ist patronymisch zu Hendrich und kommt von der niederdeutschen Form des Vornamens Heinrich. Patronymik bedeutet, dass der Vorname des Vaters zum Nachnamen wird.

Henke
Der Name Henke, Henken oder Hincke ist die niederdeutsch-westfälische Kurzform zum Vornamen Henrich oder Hinrich.

Hensel
Hensel oder Hänsel ist die volkstümliche Kurzform zu Johannes. Er kommt besonders im oberschlesischen Raum vor.

Hentges
Der Name Hentges kommt aus dem westfälischen Raum und leitet sich aus der Kurzform von den Vornamen Henrich oder Heinrich ab.

Hermann
Dieser Name leitet sich vom Vornamen Hermann ab. Hier entsteht wieder der Familienname aus dem Rufnamen. In der Abweichung haben wir Familiennamen wie Hörmann, Hiermann oder norddeutsch Harme.

Hiegemann
Der Name Hicke, Hickel oder Hickmann wird im bömisch-märisch-sächsischen Raum als Vorname bezeugt. Offenbar ist es die Kurzform zum tschechischen „Hinek“, was soviel wie Heinrich bedeutet. Wir kennen einen K. Hickmann 1523 in Schlesingen. Also ein Vorname, der zum Familiennamen wurde.

Hiemann
Der Name Hiemann leitet sich von Hiemer ab und ist verschliffen aus Hiebner. Der Name hat seinen Ursprung in den Begriffen Hiebmeier oder Huebmeier, den Besitzer einer Hube, einer Ackerfläche, die durch eine Famili

Hild
Hier haben wir wieder einen Vornamen, der als Familienname gebraucht wird. Hild oder Huld ist die Kurzform beziehungsweise Koseform vom Vornamen mit der ersten Silbe „Hild-“. Auch die Namen Hilt oder Huldt sind bekannt.

Hinrichs
Der Name Hinrichs oder Hinrichsen kommt in Hamburg häufig vor. Es ist die niederdeutsche Version von „Hinrichs-Sohn“. Auch kommt hier die Kurzform von Hinke, Hintze oder Hisch zum Tragen.

Hintz
Der Name Hintz kommt in Norddeutschland oft vor, auch in der Zusammensetzung von Hinzmann oder Hintzke. Er ist die Kurzform zu Hinrich.

Hoischen
Der Name Hoischen, Hoike, Hoiß leitet sich aus dem bayrisch-schwäbischen Vornamen Heiß oder Matthias ab.

Holbein
Der Name Holbein oder Hohlbein ist im Ravensburger Raum in Württemberg seit dem Jahr 1250 nachweisbar. Er entspricht dem Holschenkel in Baden, „dessen Schenkel oder Beine einen Holraum bilden“. Gemeint ist also ein krumm- oder O-beiniger Mensch.

Holscher
Der Name Holscher oder Hölschen bedeutet oberdeutsch: „Holzschuer“. Auch im niederdeutschen: „Holschen oder Holsken“ was soviel wie den Beruf des Holzschuhmachers bezeichnet.

Hoops
Die Namen Hoop und Hoops werden in Hamburg oft angetroffen, sie leiten sich von dem Ortsnamen in Marsch- und Moorgebieten von Friesland bis zur Elbe ab. „Hoop“ ist eine erhöhte Stelle im Moor.

Hopf
Der Name Hopf, Höpfli oder Hopfl ist oberdeutsch und bedeutet Hopfner, der Beruf des Hopfenanbauers oder - händlers, von dessen Bedeutung im Mittelalter für die Brauereien sehr viele Namenszusammensetzungen zeugen.

Horstmann
Der Name Horstmann ist ein norddeutsch-westfälischer Ortsname. Horst bedeutet Gehölz. Hier gibt es viele zusammengesetzte Namen: Brunkhorst, Habighorst, Scharnhorst (bedeutet knotiges Gehölz), Mordhorst und Windhorst.

Huck
Dieser Name leitet sich von den nordwestdeutschen Flurnamen wie Huck(el)riede, Seckriede oder Schlickriede ab. Alle Bezeichnungen zielen auf eine Moorgegend.

Hustede
Der Name Hustede ist die Bezeichnung für eine „sumpfige Stelle im Moor“. Der Begriff „Hust“ meint „Moder oder Sumpf“ und „stede“ bedeutet „Stätte oder Stelle“. Hier ist der Wohnort des ersten Namensträgers beschrieben.

Hütten
Der Name Hütten leitet sich vom mittelhochdeutschen Hueter her, was soviel wie Feldhüter oder Aufseher bedeutet. Er hat nichts mit der Hütte zu tun.

Huxol
Der Name Huxol, Huxoll, Huxhold oder Huckshold leiten sich vom Ortsnamen Hüxholl in Westfalen ab. Die Bedeutung von „Hukes-hol“ ist „Moder- oder Moorloch“. Hier bildet also der Wohnplatz den Nachnamen.


I
Inselmann
Der Name Inselmann kommt von einem Wohnortsnamen. Auch er kommt heute noch oft in der Gegend von Hamburg vor. Der Name soll aus dem Ort „Insel“ bei Soltau kommen.

Irmler
Der Name Irmler kommt aus dem Schlesisch-Sächsischen und ist ein Metronym zu „Irmel“, eine Kurzform zu Irmtrud (Irmentrude). Wir kennen den Peter Yrmel 1381 bei Friedland oder Heelwig Irmler 1428 in Lüneburg.



J
Jachen
Der Name Jach oder Jachen(s) kommt aus Schlesien, der Lausitz und Böhmen. Dies ist die tschechische Kurzform zu Johannes.

Janssen
Der Name Janssen oder Jannssen kommt aus dem polnisch-oberschlesischen Gebiet und bezeichnet den Vornamen „Jan“, wobei Janssen der Sohn des Jan ist. Hier wurde ein Vorname zum Familiennamen.

Jöhrisch

Der Name Jöhrisch, Jur(i)sch oder Jurick ist die wendische Kurzform des Namens Georg. Hier wird der Vorname zum Familiennamen.

Jungclaus
Der Name Jungclaus bedeutet, dass es sich hier um den Junior im Unterschied zum Senior, dem Vater, handelt. Aus dem Lateinischen kennen wir für „Junk“ den Begriff Jungius.

Just
Der Name Just ist die mundartliche Form von Jost. Das ist eine Ableitung des Vornamens Jodocus.


K
Kahle
Der Name Kahl oder Kahle kommt oft in Schlesien und in der Lausitz vor. Er wird auch in Kahler oder Kahlert abgewandelt. Gemeint ist ein Mensch mit einem kahlen Kopf, also mit einer Glatze.

Kalmbach
Die Namen Kalmbach oder auch Kalenbach leiten sich in der Stammform vom Ortsnamen Kalme in Südniedersachsen ab. Hier handelt es sich also um einen Herkunfts- oder Wohnstättennamen.

Kappelmann
Der Name Kappelmann leitet sich vom Ortsnamen ab. Der Name kommt besonders häufig in Norddeutschland vor.

Karsch
Der Name Karsch, Kasch leitet sich von norddeutschen Vornamen Kasten beziehungsweise Karsten ab. Hier ist der r-Schwund deutlich zu sehen, wie auch bei Hostmann und Horstmann. Oder im niederdeutschen Bost beziehungsweise als Endung auf -borst, das für Brust steht.

Käsehage
Der Name Käsehage ist ein Übername des Käsehändlers, aber in dieser Zusammensetzung ist es der Wohnort an einer eingezäunten Weide der Tiere, die die Milch für den Käse erzeugen. Dieser Wohnort bildet hier den Familiennamen.

Kasper
Der Name Kasper oder Kaspar hat den Ursprung im späten Mittelalter. Er war im 18. Jahrhundert beliebt und wurde abgewertet durch die Figur des Kasperle. Als Familienname kommt er oft in Holstein vor.

Katt
Der Name Katt oder Katte bedeutet niederdeutsch Katze. Auch in der Zusammensetzung ist der Familiennamen bekannt, wie bei Kattfuß oder Kattenstert.

Kaune
Ein ostfälischer Name: „Kone“ wird zu „au“ und ist die Kurzform des Vornamens Konrad. Hier wird wieder ein Vorname zum Familiennamen.

Kaul
Der Name Kaul oder Kaulen leitet sich aus dem niederländisch-westfälischen Begriff „kul“ ab und ist eine alte Gewässer- und Geländebezeichnung. Hier wird wieder die Wohnstätte zum Familiennamen.

Keller
Der Name Keller leitet sich vom mittelhochdeutschen „Kellaere“ (Keller) her, was soviel wie Kellermeister oder Verwalter der Einkünfte bedeutet. Auch der Name Kellner liegt hier begründet.

Kemme
Der Name kommt im Hamburger Raum oft vor. Er leitet sich wohl von dem Ortsnamen Kemme bei Hildesheim ab.

Kiel
Der Name Kiel kommt in Hamburg oft vor. „kil“ bedeutet stehendes Gewässer. Auch könnte der Name von dem Begriff „größeres Schiff“, welches man mundartlich auch „kiel“ genannt hat, kommen. Hier besteht die Möglichkeit, dem Schiffsführer den Namen Kiel zu geben.

Kindervater
Der Name wird sich auf den Geburtshelfer beziehen. Wir kennen schon einen Johann Kindervater 1325 in Greifswald. Die Erklärung des Namens ist auch über den Taufpaten möglich.

Kipp
Der Name Kipp leitet sich von dem niederdeutschen Begriff „Zipfel“ ab.

Kirschstein
Der Name Kirschstein oder auch nur Kirstein leitet sich von dem Vornamen Kirsaten ab. Es ist Christian gemeint. Hier wurde wieder ein Vorname zum Familiennamen.

Klame
Der Name Klame oder Klamer ist in Norddeutschland selten. Er beruht auf dem Vornamen „Clamer“ und war im 16. und 17. Jahrhundert bei den Patriziern in Mode.

Klaue
Der Name ist die Kurzform des Vornamens Nicolaus und bedeutet „Sieg und Volk“. Auch die Nachnamen Klauer, Klaucke, Klauka, Klaumann, Klaus, Klausing oder Klaves haben hier ihren Ursprung.

Kleiber
Die Namen Kle(i)ber, Klaiber oder Kloiber gehörten Bauhandwerkern, die Lehmwände machten. Wir kennen einen Hannus Cleyber 1372 in Lüneburg.

Klemme
Der Name Klemme oder Klemm leitet sich von dem mundartlichen Begriff „klem“ ab, was soviel bedeutet wie „eng“ oder „knapp“.

Klingenberg

Der Name Klingenberg kommt im Norddeutschen Raum oft vor. Der Name leitet sich von einem Ortsnamen ab.Familiennamen dieser Kategorie erhielten praktisch fast nur zugezogene Menschen an ihrem neuen Wohnort, zu besseren Unterscheidung der Personen. Ab der Zeit, als die Familiennamen eingeführt wurden, lässt sich der Trend erkennen, dass Präpositionen wie „aus“ und „von“ mehr und mehr weggelassen wurden. Schließlich überwiegen die Herkunftsnamen ohne Beifügungen.

Knutzen

Hier wird wieder ein Familienname zum Rufnamen. Der Vorname Knuth wird in Hamburg oft gebraucht, so wird dieser zu Knutsen, Knutzen oder auch Knudsen.

Köbe
Der Name kommt aus dem Samland und deutet auf die Pferdezucht hin. Köbe, Köbis und Kobbar sind bekannt. Im slawisch-preußischen Sprachkreis heißt „Köbis“ soviel wie „Züchter“ oder „Kobele“ so viel wie „Stute“.

Kobert
Kubeth, Köbert und Kobert sind Personennamen, die aus zwei Teilen zusammengesetzt wurden. Der erste Teil leitet sich von dem gotischen Gott „gubs“ ab und der zweite Teil des Namens „...berht“, was soviel wie „berühmt“ bedeutet. Wir haben hier also einen berühmten oder wichtigen Gott. Dieser Name ist auch in Polen und Ostpreußen zu finden.

Kohnke
Die Namen Kohnke, Köhn, Köhner oder Köhnke leiten sich von der niederdeutschen Kurzform von Konrad ab.

Kolbe
Der Name Kolbe, Kobel, oder Kölble leitet sich vom „Streitkolben“ – der Keule – ab. Es gab auch den Beruf des Kolbenbauers, der hölzerne Kolben fertigte.

Kollmorgen
Der Name Kol(l)morgen tritt in Hamburg oft auf. Dieser Name leitet sich von einem Flurnamen (Gebrauchsname für Landschaftsteile) ab. In diesem Zusammenhang stehen auch die Namen Kullmorgen, Kaldemorgen und Kohlmorgen.

Köppe
Der Name Köppe oder Köppen ist die Kurzform beziehungsweise Patronym zu Jakob.

Kornahrens
Dieser Name leitet sich ursprünglich von dem historischen Namen Cornari ab, was soviel wie „Kornhändler“ bedeutet.

Koschinski/Koschinsky
Der Name Koschinski/Koschinsky ist ein polnischer Berufsname. Das polnische Wort „korz“ bedeutet Korb oder Kobflechter. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass dieser Name sich von dem Ort Kosin herleitet.

Koschuth
Der Name Koschuth leitet sich von Koschan ab. Im polnisch-tschechischen Sprachgebrauch bedeutet das: Haut, Fell, Leder. Der Name könnte auch in Ungarn verbreitet sein.

Köster
Die Namen Köster oder Kösterke leiten sich von dem friesisch-niederdeutschen „Coster“ ab, was so viel wie Kirchendiener bedeutet. Das kommt vom lateinischen Begriff „custos“, was „Hüter des Heiligtums“ bedeutet.

Kösterke
Der Name Kösterke kommt aus dem Westfälischen und leitet sich von dem Küster, mundartlich und niederdeutsch „Köster“, ab.

Kotzer
Der Name leitet sich von dem Köter, Köther, Kother, Kotter, Kather oder Köthner, dem Tagelöhner, der eine Kote (Kate) bewohnt, ab. Dazu gibt es viele Variationen: Buschkotter, Schiepkother oder Thiekotter. Auch kann das mittelhochdeutsche Wort „Kotze“, was soviel bedeutet wie „grobes Wollzeug“, beim Namen Pate gestanden haben.

Kranich
Der Name Kranich oder Kranch gibt es in der norddeutschen Form als „Krahn“. Hiermit ist der Vogel gemeint. Auch der Hebe-Kran hat daher seinen Namen.

Krause
Der Name Krause stammt aus dem Mitteldeutschen und bezeichnet die Eigenschaft des Menschen. In diesem Fall steht es für einen mit Kraushaar oder einen Krauskopf.

Krohn
Der Name Krohn kommt in Hamburg oft vor. Mundartlich „kran“ oder „kron“, was Kranich bedeutet.

Krömer
Der Name Krömer kommt aus dem Niederdeutsch-Westfälischen und meint den Beruf des „Krämers“, also des Kaufmanns.

Kromphorn
Krumbhorn gehört im Wortstamm wohl zum mittelhochdeutschen „-horn“, zu verstehen als Blashorn. Hier ist es ein Übername des Hornbläsers (Jäger, Nachwächter oder Musiker).Mit diesem Namen kennen wir einen Musikus und Komponisten aus dem 16. Jahrhundert und den Hannus Krumphorn von 1417 aus Prag.

Krüdener
Der Name Krüdener ist im Niederdeutschen der Arzneihändler oder Apotheker, der mit Heilkräutern (Krude bedeutet Kräuter) handelt.

Krummsiek
Der Name Krummsiek leitet sich von der Wohnstätte, dem „Siek“ in feuchten, sumpfigen Gelände ab. In der Zusammensetzung scheint dieses Gelände „krumm“ gewesen sein.

Kuhangel
Der Name Kuhangel ist ein sogenannter Spottname für den Viehbauern oder auch den Kuhhirten.

Kuhl
Der Name Kuhl oder Kullmann ist ein Wohnortsname, er bedeutet „an einer Kuhle“ wohnend. „Kul“ ist auch eine alte Gewässer- und Geländebezeichnung.

Kühl
Der Name Kühl, Küle, Kullen bezieht sich auf die Wohnstätte und analog auf das norddeutsche Kuhl oder Kuhlmann (an einer Kuhle). „Kul“ ist auch eine alte Gewässer- und Geländebezeichnung.

Kuhlenkamp
Der Name Kulenkamp oder Kulenkampf ist westfälischen Ursprungs. „Kamp“ bedeutet „das Feld“. Bekannt ist ein Johann Kulengraver 1495 in Bremen.

Kuhlmann
Der Name Kuhlmann kommt aus dem niederdeutsch-westfälischen Raum. Auch die Namen Kuhlmeyer, Kuhl, Torkuhl, Zerkuhl leiten sich von dem „an der Kuhl (Grube) wohnend“ ab. Der Wohnplatz wurde zum Familiennamen.

Kuschnereit
Der Name Kuschnereit hat seinen Wortstamm in „Kusch“, „Kuscha“, „Kuschel“ oder „Kuschke“. Er kommt oft im ostdeutsch-slawischen Raum vor. Es ist die Kurzform des Vornamens Jakusch oder auch Mikusch.

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L
Lamke
Der Name Lamp(e) ist die Kurzform zu dem Vornamen Lampert oder Lamprecht – so auch die niederdeutschen Namen Lampke, Lamke oder Lamps, Lamping.Hier ist der Familienname aus dem Rufnamen gebildet worden. Es wurde der der Rufname des Vaters oder - seltener- der Mutter von der nächsten Generation als Familienname genutzt.

Lamot
Der Name Lamot kommt aus dem Französischen. Es ist der Vorname Franz gemeint, der zum Familiennamen wurde.

Langstein
Der Name Langstein ist ein Herkunftsname und leitet sich von dem Ursprung „an einem langen Stein“ ab. Möglicherweise wohnte der erste Namensträger an einem Steingrab.

Lappöhn
Der Name Lappöhn leitet sich von dem mittelhochdeutschen Begriff „Lappe“ für einen einfältigen Menschen ab. Auch der Begriff „Laffe“ stammt hierher. Hier wurde der Charakter zum Familiennamen.

Lausch
Der Name Lausch, wie auch Lauschke oder Lauschmann, kommt aus dem wendisch-schlesischen Raum und bedeutet „Pfütze“.

Leefmann
Der Name Leefmann leitet sich von Leffmann ab, was wiederum im Niederdeutschen seinen Ursprung in dem Namen Liebmann hat. Das soviel bedeutet wie „lieber Mann“.

Lehmkuhl
Dieser Name ist entweder ein Wohnplatzname oder ein Berufsname. Beide haben mit dem niederdeutschen Begriff „Lehmkuhl“, was so viel bedeutet wie Lehmkuhle, Lehmloch oder Lehmabbau, zu tun

Lemke
Der Name Lemke oder Lem(b)ke kommt in Hamburg und Mecklenburg oft vor. Es ist die niederdeutsche Kurzform des Vornamens Lambert.

Leu
Die Namen Leu, Leue oder Lau kommen von dem Tiernamen der Löwe. Zudem werden die Namen auch als Hausname genutzt.


Lindner
Lindner kommt in Schlesien, Sachsen, Thüringen, Bayern und Österreich vor. Wir haben hier zum Teil eine Anlehnung zu vielen Ortsnamen, aber auch zum Teil nach der Wohnstätte: „unter den Linden“

Linke
Die Namen Linke oder Link leiten sich von dem Körpermerkmal „der Linkshänder“ ab. Die Namen wurden auch für einen ungeschickten Menschen gebraucht.

Lochner
Der Name Lochner, Lochmann, Löchl wurde nach der Wohnstätte „in einem Loch oder in einer Kuhle“ gebildet. Wir kennen einen Burchard Lochner, der 1270 in Basel lebte.

Löher
Der Name Löher ist oberdeutsch wie Löhermeister und bedeutet Lohgerber. Hier wurde der Beruf zum Familiennamen. Wir kennen in Köln eine Loregasse, die sich auch von diesem Namen herleitet.

Lodders
Die Namen Lodders, Lodder oder Lodde sind Spottnamen für den Lotterbuben oder Taugenichts.

Loof
Der Name Loof oder Lohff bedeutet (niederdeutsch) Laub oder Gebüsch. Es handelt sich um einen Wohnortsnamen.

Lübbers
Der Name Lübbers wird sehr oft im niederdeutsch-friesischen Raum gebraucht. Er leitet sich von Liut-bert ab, was so viel wie „im Volke glänzend“ bedeutet.

Lüder
Der Name Lüder oder Luders kommt oft in Hamburg vor und war bereits im Mittelalter ein norddeutscher Personenname. Er entspricht dem Vornamen Ludolf. Auch ist der Familienname Lutter hier einzuordnen.

Lüdke
Der Name Lüdtke oder auch Lüdke oder Lüdeck ist die Kurzform für Ludolf, also ein Vorname, der als Familienname gebraucht wird.

Lünsmann
Lünsmann oder Lünzmann ist eine Ortsbezeichnung des Ortes Lünzen bei Soltau. Also der Mann aus Lünzen.

Lüske
Der Name Lüske oder Lüss kommt aus dem bayrisch-schwäbischen Sprachgebrauch und bedeutet „der durch Los Land erhält“. Hier wurde vermutlich neues Land (Moor) verteilt.


M
Madena
Der Name Madena geht auf den Ortsnamen Madena zurück.

Mädge
Der Name Mädge bedeutet soviel wie „Honig“. Wir finden diese Namen auch in der Zusammensetzung in Mägdefessel, was soviel wie „Honigfässchen“ bedeutet. Dieser Name stammt in der Urform von „Met“.

Mählke
Der Name Mählke oder Malke leitet sich von der Kurzform des slawischen Vornamens Malik ab.

Mahlstedt

Der Name Mahlstedt leitet sich von einem Wohnortsnamen ab, wobei „mal“ so viel wie Schlamm, Morast oder Sumpf bedeutet.

Mahr
Der Name Mahr hat seine Bedeutung von „Andermahr“, was soviel bedeutet, wie am Sumpf. Mundartlich bedeutet „mar“ Sumpfsee oder stagnierendes Wasser.

Mainzer
Der Name Mainzer leitet sich als Ursprungsname von dem Ort Mainz ab.

Marquordt
Der Name Marquordt oder Marquardt ist ein Patronym zu Marquardsen, was so viel bedeutet wie „Grenzhüter“. Dieser Name wurde in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen gebraucht.

Masermann
Der Name Masermann stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet durch das Kernwort „maser“ soviel wie „Becher aus Maser- , Ahornholz“. Hier ist die Berufsbezeichnung des Drechslers enthalten, des Bechermachers.

Meenken
Meene, Meenen, Meenken, Meenenga oder Meents sind friesische Varianten zu „Meine(n)“ und sind mit dem Vornamen Meinhard – ein germanischer Name – gleichzusetzen. Er bedeutet „kraftvoll“ und „kühn“.

Mehrbach
Der Name Mehrbach kommt aus dem fränkisch-schlesischen Namen „Merbot“. Dies war schon 300 nach Christus ein fränkischer Königsname. Berühmt wurde der Name durch den Makromannenkönig Marbod (Merobaudes).

Meine
Der Name Meine, Meenen, Meenken oder Meenzen sind die friesischen Varianten zum Vornamen „Meine(n)“ oder „Meinhardt“. ein germanischer Personenname.

Meinke
Der Name Meinke, Mein(e)cke oder Meinen sind norddeutschen Ursprungs. Die Urnamen hierzu sind Meinhard, Meine(t) oder Meiners.

Meißner

Meißner, Meisner, Meichsner oder Meixner leitet sich aus dem Ort bzw dem Fürstentum Meiße ab. Meißen kommt von dem Begriff Misna, was „Supfort“ bedeutet.Es besteht auch die Möglichkeit einen Meyßner als Tuchhändler zu bezeichnen.

Mende
Der Name Mende kommt aus der Gegend Sachsen, Oberlausitz bis nach Schlesien. Deutbar ist dies als „am Ende (des Dorfes oder der Straße) wohnend“ Hier haben wir also einen weiteren Wohnstättennamen.

Mertens
Der Name Mertens ist die norddeutsch-rheinländische Bezeichnung für den Namen Martin. Hier wird aus dem Vornamen wieder ein Familienname.

Meusel
Der Name Meusel, Mäusel oder Meisel bedeutet soviel wie „kleine Maus“ und kommt vom niederdeutschen „Mu(u)s“.

Milbrath
Der Name Milbradt, Milbrodt oder Milbredt, umgedeutet „Mildebach“, „Mildebrett“ oder „Mühlbradt“ ist die Zusammensetzung aus „millu“, was „lieb“ bedeutet, und „brat“, was soviel heißt wie „Bruder“. Hier haben wir einen Klosterbruder.

Misch
Der Name Misch, Mischke, Mische oder Mischer kommt aus dem schlesischen Raum oder der Lausitz und ist die Kurzform von Michael. Hier wurde wieder ein Vorname zum Familiennamen.

Mohrmann
Der Name Mohrmann oder Moormann ist der, der im Moor wohnt oder von dort zugezogenen Mensch.

Monsees
Der Name Monsees ist vor allem im nördlichen Raum von Bremen verbreitet. Es handelt sich um eine patronymische Bildung zu Mohn, also die Mohns. Der Name Monsees wurde stark verkürzt und durch ein „s“ erweitert. Der Name bezeichnet demnach den Sohn des Manse(e). Der Stamm des Wortes „Mons“ kann „mundo“ sein. Das Element „munis“ wird auf gotisch „munes“ für den Begriff „Gedanke“ genutzt.

Morgenroth
Der Name Morgenroth leitet sich ab von dem Frühaufsteher, also dem Bauern oder Landarbeiter, der das Licht des Tages für seine Arbeit benötigt.

Murken
Der Name Murken kommt aus dem norddeutschen Raum und ist ein Übername zum mittelhochdeutschem Wort „mure“ – in Bedeutung von „morsch, mürbe, faul, morastig, schadhaft“, er bezeichnete einen zurückgebliebenen Menschen.

Müssigbrodt
Der Name Müssigbrodt oder Müßigbrod ist ein Mensch, der sein Brod in Muße isst. Also ein Eigenschaftsname.


N
Nanninga
Die Namen Nanne, Nannen, Nanneke, Nanninga oder Nansen sind niederländisch-friesische Kurzformen von den Vornamen Wignand, Gernand, Siegnand. Im alten Hamburg gibt es oft die Vornamen Nanna oder Nanneka. Hier haben wir wieder einen Nachnamen, der vom Vornamen hergeleitet wird.

Nelsen
Der Name Nelsen oder Nellessen ist eine Ableitung von der Beschreibung „Cornelius’ Sohn“.

Neubauer
Der Name Neubauer oder Neugebauer kommt aus dem Sächsisch-Schlesischen und bedeutet „der neu zugezogene Bauer“.

Neugebauer
Der Name Neugebauer kommt aus dem sächsisch-schlesischen Raum. Es bedeutet „der zugezogene Bauer“. Gebauer heißt mundartlich „Gebur“, was soviel wie „Dorfgenosse, Bauer und zur Gemeinde der Vollbauern gehörig“ bedeutet.

Nibbe

Der Name Nibbe bedeutet in der norddeutschen Mundart Schnabel oder Mäulchen. Es wird auch im Namen Nibbecke oder Nebbe benutzt.Wir kennen 1312 in Stade den zusammengesetzten Namen Wittenibbe oder 1346 in Stralsund den Namen Kreyhenibbe (Krähenschnabel).

Nieschlag
Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen. Er bildet sich aus den Worten „nie“ was soviel wie „neu“ bedeutet und dem Wort „Schlag“. Dieses bedeutet Sperrbaum, Abteilung des Ackers oder der Wiese oder auch die Aufgliederung des Waldes. Wir haben hier einen Namen, der sich am besten mit „neues Stück Ackerland“ übersetzen lässt. Hier wurde wohl der Wohnort zum Familiennamen.

Niesel

Hier finden wir eine einfache Erklärung, denn dieser Name wurde wieder vom Rufnamen zum Familiennamen übernommen. Nieß, Nießle oder Niesel ist die Kurzform zu Dyonys.


O
Oesting
Die Namen Ost, Oesting, Östing oder Ostmann kommen aus dem norddeutsch-westfälischen Raum. Hier bedeutet die Einführung von „ö“ in ein „oe“ eine Dehnung der Aussprache. Die Bedeutung wurde nach der Wohnstätte gefunden.GutknechtDer Name Gutknecht bedeutet der „gute Knecht“ schlechthin. Außerdem kann man diesen Namen mit „der freie Knecht“ übersetzen – im Gegensatz zu den Hörigen.

Oetting
Der Name Oetting, Ötke, Ötken oder Ötjen ist patronymisch, deutet also auf den Vornamen des Vaters hin. Der Ursprung ist niederdeutsch-westfälisch, es ist die Kurzform des Vornamens Odebert, „Ode“.

Ohlhoff
Der Name Ohlhoff ist eine Zusammensetzung von „Ohl“, die Kurzform des Namens Ohlerich, und die niederdeutsche Bezeichnung für den Hof. Es ist der Hof des Herrn Ohlerich.

Onken
Onken oder Oncken ist ein friesischer Vatername von Onnen mit der Bedeutung „Sohn des Onno“.

Oppermann
Der Name Oppermann kommt aus dem norddeutsch-westfälisch-nordhessischen Raum. Dies ist die Bezeichnung für den Küster (Kirchendiener), der das Kirchenopfer einsammelt.

Osterloh
Den Familiennamen Osterloh gibt es oft in Bremen. Dieser ist eine Zusammensetzung von zwei Begriffen und ein Wohnstättenname. „Oster“ bedeutet nach Osten hin gelegen und „loh“ ist das Gehölz oder Wäldchen.

Ottersberg
Der Name Ottersberg leitet sich von Ortsnamen bei Bremen ab.



P
Pape
Der Name Pape kommt im Niederdeutschen häufig vor und leitet sich von dem Wort „Pfaffe“ ab. Auch die Schreibweisen „Paap(e), Pa(a)pke oder Päpke“ sind bekannt.

Papist
Der Name Papist oder Babst kommt vom oberdeutschen und mittelhochdeutschen „babes“. Dies kommt vom griechisch-lateinischen Begriff „papes“, also „der Papst“. Hier haben wir es mit einem Menschen mit einem päpslichen Charakter oder auch mit Beziehungen zur Kurie zu tun.

Pätz
Der Name Pätz oder Petz bedeutet Peter. Diesen Namen gibt es auch mit Erweiterungen. Wir kennen Peczold (Pecz) Kolbel 1347 in Lüneburg.

Pecksen

Hier haben wir einen Berufsnamen. Peeck oder Peckholz ist mundartlich. Im norddeutschen Sprachgebrauch bedeutet „pek“ Pike oder Spieß, ein Name für den Spießmacher.Wir kennen einen Sigfridus Pekholt (also Spießschaft) in Hamburg. Sprachlich ist auch gebräuchlich: „ein pek von 16 voeten“.

Persich
Der Name Perschke, Perske, Persicke, Persich kommt aus Oberschlesien und leitet sich von dem slawischen Vornamen Piersik ab, was soviel wie Petrus heißt.

Peters
Der Name Peters hat den Ursprung nach dem Namen des Apostefürsten Petrus. Dieser war im Mittelalter der häufigste kirchliche Taufname. Im norddeutschen Raum tritt dann der Name Peters, Petters oder Pieters auf.

Petrusch
Der Name des Apostelführers Petrus war im Mittelalter der häufigste kirchliche Taufname. Von diesem leiten sich sehr viele Familiennamen ab, wie beispielsweise auch Petrusch, Rietsch, Petzold und weitere. Der Name bedeutet „ein Fels“.

Peyler
Die Namen Peyler oder Peyerl leiten sich vor allem im Münchener Raum von dem Volksnamen Beyer oder Bayer ab, wobei aber in diesem Fall der keltische „Bojer“ im Namensbegriff enthalten ist.

Plat
Der Name Plat ist ein Herkunftsname zum Ort Plat in Mecklenburg-Vorpommern.

Plöger
Der Name Plöger leitet sich von „Plog“ ab und kommt in Hamburg oft vor. Der Plöger ist das niederdeutsche Wort für Pflüger. Wir kennen einen Hinrich Plog 1326 in Lüneburg.

Poppinga
Popp, Poppe, Poppinga oder Popkema sind Namen friesischer Abstammung. Sie sind Abwandlungen des Vornamens Robert, auch Roppo oder Roppke. Der Name hat die Bedeutung von Schwelger oder Großtuer.

Pöting
Der Name Pöting leitet sich vom Ortsnamen Pöthau/Pöthen in Anhalt ab. Wir haben hier auch Namen wie: Potenitz, Pothen, Pöthing oder Pöting.

Preuk
Der Name Preuk leitet sich von dem Volksstamm der Preußen ab. „Preuß“ oder niederdeutsch „Prüß“. Hier können wir den Namen nicht nur von der Herkunft, sondern auch auf Geschäftsbeziehungen und/oder Reisen dorthin ableiten.

Preuß
Der Name war eine Bezeichnung für einen einheimischen Preußen, meist noch mit dem Zusatz „ein heidnischer“. Die Bedeutung kommt vom Wort „pruce“, was so viel wie Gestrüpp oder Gebüsch bedeutet. So wird wohl die preußische Landschaft ausgesehen haben.

Prigge

Der Name Prigge ist die Variante zum niederdeutschen Wort „Prikke“, einem Stechwerkzeug zum Aalfang oder zum Stechen von Torfsoden. Ähnlich sind die Namen Knigge, Schnigge oder Wrigge zu sehen.

Probst
Pröbstel, in Bayern sonst Probst genannt, kommt vom Lateinischen „prae-propositus“, was so viel bedeutet wie „Vorgesetzter aller Aufseher“

Prott
Der Name Prott leitet sich von dem mundartlichen „prot“ ab, was so viel wie „prötziges, laute Weser“ bedeutet.

Prüssen
Der Name Prüß wurde oft in Hamburg gebraucht, auch als Prüße, Prüßmann oder Prüßing. Der Name deutet nicht nur auf die Herkunft aus dem Lande der Preußen, sondern auch auf Geschäftsbeziehungen und Reisen dorthin. Einen Dietrich Prüßen treffen wir 1384 in Überlingen. Die „Prüßen“ sind die im 13. Jahrhundert unterworfenen Vorbewohner Preußens.

Pucher
Der Name Pucher oder Bucher ist oberdeutschen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Buchengehölz“, also diesem Fall ein Wohnstättenname.


Q
Quader
Der Name Quader oder Quade kommt in Hamburg oft vor und bedeutet mundartlich „böse“.

Quarg

Quarg, Quark oder Quarck kommt in Breslau oft vor. Er stammt aus dem Slawischen: Twarog bedeutet Weichkäse. Es ist also ein Übername für einen Käsehändler oder Käsehersteller.

Queiss
Der Name Queißer, Queißner oder Queiss ist in der Gegend von Görlitz oft anzutreffen. Er leitet sich von dem Fluss „Queiß“ aus dem Isergebirge her (östlich von Görlitz). Wir kennen einen Michael Queißer 1381 bei Zittau.


R

Rauchfleisch
Der Name Rauchfleisch leitet sich in der Zusammensetzung von „Rau, Rauh oder Rauch“ aus dem Mittelhochdeutschem „ruch, ruh oder ru“ ab. Es meint den „Rauhaarigen oder Groben“. Der zweite Namensteil „Fleisch“ beschreibt den Beruf des Schlachters. Der Name beschreibt somit den Schlachter fürs Grobe oder einen groben Menschen.

Ravens
Der Name Ravens, Raven, oder Rave kommt in Hamburg oft vor und bedeutet der Rabe. Dies ist auch ein alter Vorname „Raben“. Wir kennen einen Ritter Raven Strus 1359 in Holstein.

Reents

Der Name Reents kommt oft in Hamburg vor. Er ist die friesische Kurzform der Namens Reinerts oder Reinhards. Auch hier wurde der Vorname zum Familiennamen.

Reglin oder Rechlin

Dieser Name kommt in Hamburg , Mecklenburg und auch als Ortsname an der Müritz in Mecklenburg auf. Abgeleitet von „Rechner“ mundartlich „amtlicher Berechner“ oder „Steuerbeamter“.Es gab einen Burkart der Rechner (1326) und einen Hans Rekener 1390 in Hannover.

Regul
Hier gehen wir davon aus, dass es sich um einen Nachnamen unserer Region handelt. Dann kommt der Nachname vom altdeutschen Rufnamen „Ragilo“ oder „Regil“, was soviel bedeutet wie „Rat geben“. Also wird hier wieder der Rufname zum Familiennamen.

Rehbein
Der Name Rehbein wird in Norddeutschland auch Rehbehn genannt und ist ein Übername für den „Flinkfüßigen“.

Reinsch
Der Name Reinsch ist schlesisch und die schlesisch-sächsische Kurzform zu Reinhold beziehungsweise Reinhard mit dem slawischen Suffix „-isch“

Reiser
Denkbar ist der Herkunftsname von „der aus dem Reis stammt“ oder aber der Örtlichkeitsname „Anlieger an einem Risi (Rinne). Auch besteht die Möglichkeit, dass der Name von „Reis“ kommt, was Gehölz oder Gebüsch bedeutet. Es könnte auch ein Berufsname sein und von der „Rißer“ kommen, was Holzschneider heißt.

Riemenschneider
Der Name wird im norddeutschen Raum „Remensnider“ genannt. Dies ist ein Übername des Schusters, auch der Riemer und der Gürtler gehören zur Zunft.

Riepenhusen
Dies ist ein zusammengesetzter Name. Der Begriff „Riepen“ ist die Kurzform für den Namen Rieprecht oder Ruprecht und der Wortteil „husen“ bedeutet so viel Hausen oder Ort. Hier wohnt also der Herr Ruprecht.

Riggers
Der Name Riggers oder Riggert kommt in Hamburg vor, er ist friesischen Ursprungs und kommt von „Rikker“ oder „Rickers“, was für den Vornamen Rüdiger steht.

Rink
Der Name Rink(e) oder Rinck(e) kommt häufig vor. Gemeint ist der Rinker, der Verfertiger von Rinken oder Spangen aus Metall.

Rippe
Der Name Rippe, Rip(p)ke, Rippen(s) oder auch Ribbe ist eine Kurzform zu dem friesisch-norddeutschen Namen „Ribbert oder Rippert und bedeutet „glänzender Herrscher“.

Roesner
Der Name kommt vom Begriff „Rose“, er wird häufig im sächsischen, schlesischen, böhmischen Raum benutzt. Alle Teile einer Rose gehen in dem Namen auf, wie auch der Beruf des Rosenzüchters.

Rohde
Der Name Rohde kommt in Hamburg oft vor. Hier ist auf norddeutschem Boden meist der Rothaarige und Rotbärtige gemeint, wovon sich dieser Familienname ableitet.

Rohlfing
Der Name Rohlfing kommt aus dem norddeutsch-westfälischen Raum und ist die Kurzform zu Rohlf oder Rohlof. Ein Vorname wurde zum Familiennamen.

Rojahn
Der norddeutsche Begriff „Rodejahn“ bedeutet „der rothaarige Johann“. Hier wird die Beschreibung der Person zum Nachnamen.

Rolapp
Der Name Rolapp oder Rolappe kommt aus dem norddeutschen Bereich und bedeutet „roher oder rauer Lappen“. Auch ist als Schelte noch der Begriff „Laffe“ bekannt.

Rönner
Der Name Rönner leitet sich vom Rheinischen ab und bedeutet soviel wie froh oder wohlgemut. Der Name steht für einen glücklichen Menschen.

Rose
Der Name Rose lässt sich, wie jeder weitere zusammengesetzte Name mit Rose als Übername des Rosengärtners deuten. Wir kennen einen Bentz Rose 1350 in Stuttgart.

Rosenbrock
Der Name Rosebrock ist zusammengesetzt aus zwei Begriffen: „Ros“, dem „Pferd, und „Brock oder Brook“, dem Landgebiet.

Röttger
Der Name kommt in Hamburg oft vor. Auch die Namen Röttgers und Röttcher werden benutzt. Dies ist die norddeutsche Form für den Vornamen Rüdiger.

Röver
Der Name Röver oder Röwer kommt im niederdeutschen Raum oft vor. Er bedeutet „Räuber“.

Ruhkopf
Der Name Ruhkopf kommt in Hamburg vor. Er ist niederdeutschen Ursprungs und leitet sich von Ruge ab. Dies bedeutet soviel wie „der Raue“. Wir kennen einen Luder Rukop aus dem Jahre 1400 in Hannover.

Rühlandt
Der Name Rühland oder Ruhlandt leitet sich vom Vornamen Roland ab, was so viel wie „ruhmvoll und kühn“ bedeutet.

Rumpler
Der Name Rumpler oder Rümbler meint den „Polterer“. Rumpeln oder rummeln bedeutet poltern oder lärmen. Der Name ist in Schlesien, Sachsen, Bayern und Österreich verbreitet. Die Form mit Umlaut kommt besonders in der Görlitzer Gegend vor.

Runkel
Der Name Runkel kommt in Köln oft vor und leitet sich von dem Ortsnamen Runkel an der Lahn ab. Wir kennen einen Heinrich Runkel (1290) aus Nieder-Olm.

Rupietta
Der Name Rupietta leitet sich vom weiblichen Vornamen für Rupert ab. Hier wurde wieder aus dem Vornamen ein Familienname.

Ruppert
Rupppert leitet sich von der Kurzform eines Personennamens aus den Wortstämmen „hrod“ und „bert“ ab und ist dadurch eine in vielen Sprachräumen verbreitete Variante des alten deutschen Rufnamens Rupert oder Ruprecht.

Rust
Rust kommt oft vor und ist im Wesentlichen der Flurname „Rust“, was soviel wie Röhrich, Schilficht heißt und hier für den Familiennamen gebraucht wird.
 
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S
Sagorski
Der Name Sagorski leitet sich von dem polnischen Ortsnamen Sagi ab. Dies ist also ein Herkunfts- oder Wohnortsname.

Sahlmann
Der Name Sahlmann kommt in Hamburg oft vor. „Sahl“ bezeichnet ein feuchtes, sumpfiges Gelände. Es ist ein Wohnortsname.

Salomon
Der Name Salomon kommt aus dem Häbräischen und bedeutet „der Friedfertige“. Im Mittelhochdeutschen ist der Name Saleman, Salman oder auch Sallmann gebräuchlich.

Sandhop
Hier haben wir einen Wohnstätte-Namen. Sandhop bedeutet auf Niederdeutsch so viel wie „Sandhügel“.

Sancken
Der Name Sancken ist eine Ableitung des niederdeutsch-friesischen Patronym zu dem Namen „Sönke“, was soviel wie „Söhnchen“ bedeutet. Bei den Friesen wurde dieser Name auch als Vorname gebraucht.

Sammt

Dieser Name Samm(e)t, Sambeth, oder Sammt bedeutet der Sammetweber. Er leitet sich ab aus dem Familiennamen Samweber beziehungsweise Samhändler und kommt aus dem Mittelhochdeutschen: „samit“oder „samat“.Wir kennen einen Sander Samyt um 1338 in Lübeck und einen Johann Sammat 1464 in Gefrees.

Saueressig
Saueressig ist ein Wort in der Zusammensetzung von dem niederdeutschen „suhr“ und bedeutet „schlechter Brauer“ - das Bier hat wohl nicht gut geschmeckt!

Scheck
Der Name Scheck, Schecke, Scheckel kommt vom mittelhochdeutschen „Schecke“, was soviel bedeutet wie gesteppter Leibrock oder auch Panzerhemd. Daher gibt es auch den Ritternamen wie Ritter Cuonot Schecke 1209 am Oberrhein.

Scheler
Der Name Scheler kommt aus dem Oberdeutschen, hier ist der Rindenschäler zur Gewinnung von Baumrinden zur Herstellung von Gerberlohe gemeint.

Schiedel
Der Name Schiedel oder Schmiedle ist oberdeutschen Ursprungs und bedeutet der Schmied. Wir kennen 1385 in Iglau den Henne Smydele.

Schierwater

Dieser Name setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: Erstens „Water“ = niederdeutsch Wasser und zweitens „Schier“ = dies bedeutet in Norddeutschland ein Flur- oder Ortsname. Wir kennen Schier bei Uelzen, „das Schier“ oder „die Schiere“ in Westfalen. Der Begriff „scir“ bedeutet Sumpfwasser.Auch die Namen Schierenbeck, Schierenbrock und Schierenberg sind bekannt und gehören zu diesem Wortstamm.

Schipporeit
Dieser Name kommt aus dem Memelland. Er heißt in der preußisch-litauischen Sprachwelt „Siorius“, was so viel wie „Schiffer“ bedeutet. Es gibt viele Abwandlungen des Namens, die auf den Wohnplatz oder das Handwerk hindeuten.

Schlensog

Der Name Schlensog (Schlensok) bedeutet Schlesier. In der polnischen Sprachen kennen wir die Bezeichnung Schlenzka.

Schleuder
Die Namen Schleuder oder auch Schleuter sind von Westfalen bis Pommern gebräuchlich. Sie bezeichnen den Beruf des „Schließers“, der Verwalter häuslicher Vorräte und Schütze, amtlich auch Beschließer oder Kämmerer genannt. In Bremen kennen wir einen Henrich Sclutere von 1311, heute wird er auch Schlütter geschrieben.

Schmedes
Die Namen Schmedes, Smets oder auch Smeddinck sind niederdeutsche und westfälische Formen für die Berufsbezeichnung des Schmiedes.

Schmoldt
Der Name Schmoldt hat den Ursprung in Norddeutschland, besonders oft kommt dieser Name in Hamburg vor. „Schmoldt“ bedeutet „Schmalz“, dies ist ein Übername des Fetthändlers.

Schmonsees
Die Namen Schmonsees und Monsees sind miteinander verwurzelt. Wir kennen eine Beke Schmonsees 1751 in Quickhorn, deren Kinder bekamen abwechselnd die Familiennamen Monsees und Schmonsees.

Schnelle gen. Theile

Hier handelt es sich um einen Doppelnamen. Vielleicht durch Einheiratung auf eine Hofstelle – man sollte sich hier die Genealogie der Familie ansehen, um die Einzelheiten zu erfahren.Der Name Schnelle, niederdeutsch „Snell“ bedeutet = der Behende, Muntere, Eifrige oder Tapfere. Auch die Namen Schnelleke, Schnöll, Schnellhardt oder Schnellmann haben hier ihren Ursprung.

Schnut
Die Namen Schnut oder Schnudt auch Schnute kommen aus dem Niederdeutschen und bedeuten schlicht und einfach: Schnauze. Hier wird wohl ein sehr lauter und redseliger Mensch seinen Namen bekommen haben.

Schoder
Der Name Schoder oder Schoderer ist in Bayern oft vorhanden, er bedeutet „im Wachstum verkümmert“.

Schöttler
Der Name Schöttler wird in Norddeutschland oft gebraucht und bezeichnet den „Schüßler“, das ist der Drechsler, der hölzerne Schüsseln herstellt. Es gibt auch den Namen Schötteldreyer oder die Kurzform: Schöttel. Es kommt auch der lateinisierte Name Schottelius vor.

Schriever
Der Name Schriever, Schreiber, Schreber oder Schriefer ist ein des Schreibens kundiger Mann im Dienste geistlicher oder weltlicher Herrn.

Schwichtenberg
Der Name Schwichtenberg leitet sich von dem germanischen Vornamen „Swit-bert“ (eigentlich Swind-bert) ab. Er bedeutet „stark, gewinnender, glänzend oder ruhmvoll“.

Seligmann
Der Name Seligmann, Selig oder Seliger kommt aus dem oberdeutsch-schlesischen Raum und bedeutet „glücklich oder wohlgeraten“.

Siemers

Der Name Sein, Siems, Siemen, Siemens oder Siemensen gehören als Kurzform bzw. Patronym zu Siemer oder Siemers. Der Name ist in Hamburg sehr zahlreich und wurde von dem Vornamen „Sigmar“ = siegberühmt hergeleitet. Zudiesem Namensstamm gehören auch die bekannten Namen Siemsglüß oder Glüsing.

Spinck
Der Name Spinck kommt im Urstamm aus dem Ruhrgebiet. Heute ist der Name hauptsächlich im Elbe-Weserraum verbreitet. Der Begriff „spinksen“ bedeutet „nachschauen, ob die Luft rein ist“. Hier wird es sich um einen Wächter oder Aussichtsposten gehandelt haben.

Spreen

Der Name Spreen oder Sprehn stammt aus dem niederdeutschen und ist die Bezeichnung für den Vogel Star. In Stralsund kennen wir 1326 einen Herrn Spren.

Staebe
Der Name Staebe oder Stabe leitet sich von dem mundartlichen „stave“ ab. Es wird so sprachlich umgedeutet wie Rabe zu Rave. Wir kennen einen Johann den Stave.

Stange
Der Name Stange kommt oft in Oberdeutschland vor, auch in der Ausprägung Stang oder Stangl. Er wurde als Übername von Rittern oder Adeligen gebraucht. Auch ist es möglich, dass ein „langer, steifer Mensch“ gemeint war und sein Äußeres den Familiennamen geprägt hat.

Staubitz
Der Name Staubitz, Staub oder Staibler kommt aus dem oberdeutsch-schwäbischen und bedeutet mit „Steib“ den Staubaufwirbler. Dies ist ein Übername für den Müller. Auch der Name Stoiber leitet sich hiervon ab.

Stegmann
Der Name Stegmann oder Stegemann kommt in Hamburg oft vor. Dies ist ein Wohnortsname und bedeutet „wohnt am Steg, an einem schmalen Pfad oder an einer kleinen Brücke“.

Stenzel
Der Name Stenzel kommt aus dem schlesisch-sächsisch-böhmischen Raum und kommt dort oft vor. Es ist die Kurzform zu Stenzlaw oder Stanislaw (polnischer Nationalheiliger). Der Name Stahnke ist hiermit auch eng verbunden.

Stodolka
Hier haben wir einen Familiennamen aus dem polnischen Sprachraum. Übersetzt heißt er soviel wie „kleine Scheune“.

Stöhr
Der Name Stö(h)r kommt in Hamburg und Stettin oft vor. Es ist ein Übername für den Störfischer oder den Störhändler. Wir kennen Thetlef Store 1340 in Hamburg.

Stöver
Der Name Stöwing, Stöver oder Stober kommt aus dem Niederdeutsch und meint den Badstover, also den Bader oder Badestubeninhaber.

Stuhr
Der Name Stuhr ist in Norddeutschland sehr häufig und bedeutet „steif“ oder „unbeweglich“ (vom Gemüt). Wir kennen Lutbert Sture 1293 in Stralsund.

Strauß
Der Name Strauß heißt im Norddeutschen „Struß“. Er leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „struß“ ab, was soviel wie „Streit“ bedeutet ab. Die Männer vom Morgenstern kennen den Ausdruck „einen Strauß ausfechten“.

Strosal
Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen aus dem Begriff „Stroh“, was auch wirklich getrocknetes Getreide bedeutet, und dem Begriff „Sal“. Sal bedeutet „feuchter Schmutz“ und spiegelt sich in Gewässernamen wie bei der Saale oder der Saalach wieder. Zusammengezogen bedeutet der Name „Streu für den Stall“.

Struß
Die Namen Struß oder Strauß kommen aus dem mittelhochdeutschen Begriff „Struß“, was soviel wie Streit bedeutet – einen Strauß ausfechten.

Struzyna
Der Name Struzyna ist ein Begriff, der aus dem Slawischen kommt. Mittelhochdeutsch haben wir das Wort „Strunze“, was so viel wie „Stumpf oder Lanzensplitter“ bedeutet.

Süßemilch
Der Name Süß(e)milch heißt im Nordeutschen „Sötemelk“. Hier wird deutlich ein junges „Milchgesicht“ beschrieben, wahrscheinlich ein weibliches.


T
Täger
Der Name Taeger, Täger oder Tägert leitet sich von dem niederdeutschen Wort „Zehnt“ ab.

Talke
Der Name Talke beruht auf dem friesischen „Tjadeke“ als Kurzform zu Tjadebert, was sich vom germanischen „Theud“ ableitet, was Volk bedeutet.

Tannert
Der Name Tanner oder Tannert bezeichnet einen Menschen, der im Wald wohnt oder beruflich mit dem Wald oder dem Holzanbau zu tun hat.

Templin
Der Name Templin bezieht sich auf den Ortsnamen Templin in der Uckermark.

Tepke

Der Name Teppe, Tepe oder Tepke kommt auch dem friesischen Sprachraum und hat als Ursprung den Namen Tebbe, Deppe oder Depke, der sich von dem Rufnamen Detbern oder Dibbern herleitet und „Bär“ bedeutet.

Teschmacher
Der Name Teschmacher, wie auch Teschner oder Däschner, kommt aus Schlesien, Sachsen, Thüringen oder Hessen. Aus dem Beruf des Taschenmachers ist hier dieser Familiennamen gebildet worden.

Thaden
Dieser Name kommt aus dem Friesischen und leitet sich von den Vornamen Tjadeke oder Thiedeke ab. Der Familienname von Thaden ist kein Adelsprädikat, vielmehr bekundet der Name die Zugehörigkeit zur Familie Tjadeke oder Thiedeke.

Theele
Der Name Teele, Theel auch Thel nebst T(h)elemann (Tälmann) kommt aus dem Niederdeutsch-westfälischen und bedeutet „Thiel, Thielemann“, was dem heutigen Vornamen Dietrich entspricht.

Tholen
Der Name Tholen ist die friesische Variante zu „Thele“ oder „Thiele“. Wir kennen auch den Namen Thölken. Hier wurde wieder ein Vorname zum Familiennamen.

Thomaschewsky
Der Name Thomaschewsky ist polnischen Ursprungs und eine Ableitung des Vornamens Thomas. Der Name an sich ist hebräischen Ursprungs und bedeutet Zwilling.

Thorau
Der Name leitet sich vom „Wirt am Wasser“ ab.

Thüm
Der Name Thüm leitet sich vom mittelhochdeutschen „Tuemen“ ab, was soviel wie „der Prahler“ bedeutet.

Tiedemann
Der Name Tiedemann leitet sich von dem Vornamen Matthias her.


Tittel
Der Name Tittel ist ein sogenannter Übername. In der Sprachwissenschaft wird so ein Name bezeichnet, der die besonderen Eigenheiten einer Person oder der von ihr ausgeübten Tätigkeit herausstellt. In diesem Fall schlägt sich ein körperliches Erscheinungsbild auf den Familiennamen nieder. „Tittel“ bedeutet mundartlich „tütel“, das heißt Zitze oder Brustwarze.

Träger
Bei diesem Namen haben wir einen Last- oder Warenträger. Wir haben heute noch den Begriff der Trage - also wurde eine Berufsbezeichnung hier zum Familiennamen

Trutwin oder Trutwein
TRUTWIN oder der Nachname TRUTWEIN, beide können mit dem Begriff „Trauter Freund“ übersetzt werden. Auch bei den Germanen taucht der Vorname TRUTWIN auf (traut= gemütlich oder vertraut).Viele Namen haben hier heute ihren Ursprung: Trutero, Trütschler, Trütscheler, Trutna, Trutmann, Trutman, Trütken, Treuting, Treuth oder Treutl(e).Wir finden einen Bauern im Elsaß um 1300 mit dem Namen Trutwin oder einen Augustinerabt in Sagan. Den Familiennamen Trutwin in Alt-Breslau und den Namen Henczil Trutewyn 1381 im Sorau Land.

U
Uecker
Der Name Uecker leitet sich von der Ücker, dem Hauptfluß in der Uckermark ab. Also ein Wohn- oder Herkunftsname.

Uhde

Auch dieser Name kommt oft im Hamburger Raum vor. Die Bedeutung der aus dem Mittelalter stammenden Kurzform für Namen mit dem Anfang Ud- wie Udeloff, Udonis, Udern ist Erbgut oder Besitz.

Ulbrand
Der Name Ulbrand oder Ulbricht ist eine häufig vorkommende, sächsisch-schlesische Form für den Vornamen Olbricht oder Albricht.

Ulrich
Die Namen Ulrich und Ullerich sind die Kurzformen von Ullmann und kommen von dem altdeutschen Personennamen „Vodalrich“. Das bedeutet soviel wie „mächtiger Herrscher“.


V
Vathke
Der Name Vathke kommt an der Pregnitz vor und leitet sich von „Fath“ her, was so viel bedeutet wie „Fass“. Es ist ein Übername des Fassbinders.

Vöge
Der Name Vöge leitet sich von dem mundartlichen Begriff „voge“ her, was so viel wie „geschickt“ oder aber auch „klein“ bedeutet. Wir kennen einen Gerhard Voge 1293 in Rostock und einen Hance Voghe 1270 in Stralsund.

Völkel
Der Name Völkel ist die schlesische Kurzform der Vornamen Volkmar oder Volker. Hier wurde der Vorname zum Familiennamen.

von Bergen
Der Name von Bergen leitet sich vom Ortsnamen Berge ab, der mehrfach in Westfalen vorkommt. Menschen, die aus diesem Ort kommen beziehungsweise stammen, sind „von Bergen“ oder in Niederdeutschland „von Bargen“.

Von Breitenbauch
Die Familie Breitenbuch oder Breitenbauch ist thüringischer Uradel, der erstmals mit Cuno de Breitenbuch am 1. April 1154 urkundlich erwähnt wird. Die Stammreihe beginnt mit Otto von Breitenbruch um 1350.

von der Lieth
Der Name von der Lieth ist zwischen Hamburg und Bremen oft anzutreffen. Im Ursprung ist dies ein Herkunftsname. Die Lieth ist eine Erhebung im flachen Gelände. Der Name gehört zu den „Mitarbeitern“ des Bischofs von Bremen, die in unserer Gegend das Land verwalteten.

von Dessauer
Der Name Dessauer kommt aus dem Französischen und bedeutet „frisiert“ (dessoir). Hier haben wir es mit einem Berufsnamen zu tun. Das „von“ ist die Herkunftsbezeichnung für das Gebiet Anhalt-Dessau.

von Döhlen
Der Name von Döhlen ist ein Herkunftsname und leitet sich von dem Ortsnamen Döhle in der Lüneburger Heide ab.

von Glahn
Der Name von Glahn ist ein Herkunftsname und leitet sich von dem Ortsnamen bei Hannover ab.

Von Haaren
Der Name Ha(a)ren, Haar, Harrjes, Harries, Harr(sen) oder Haringa sind friesische Formen von Haarbrand, Harbert und gehören zu den Namen mit her für Heer. In diesem Fall „von Haaren“ zusätzlich aus dem Ort Ha(a)ren. Wir kennen die Familie von Haren um 1300 in Rostock, Lübeck und Stralsund.

von Harten
Der Name von Harten oder Harten kommt in Hamburg oft vor und ist patronymisch – das heißt, es ist ein Name, der angibt, wie der Vater des Namensträgers mit Vornamen heißt. Das „von“ in diesem Namen ist kein Adelstitel, sondern sagt aus, dass er aus der Familie Harten kommt.

von Oesen
Der Name von Oesen oder von Öhsen ist eine patronymische Ableitung von Ösing. Ein Patronym ist ein Name, der angibt, wie der Vater des Namensträgers mit Vornamen heißt. Hier ist es die Sippe, aus der dieser erste Namensträger kommt - aus der Familie des Herrn Oesen.

Vorfeld
Mit dem Namen Vorfeld haben wir einen Herkunftsnamen, der den Wohnort anzeigt. Dieser Mensch wohnt nicht in einem Ort, sondern davor.

Voss

Der Name Voss kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet Fuchs. Es kommt zum Teil von der Ableitung „schlau wie ein Fuchs“ oder von „rothaarig“.


W
Wahls
Der Name Wahl, sehr oft im Raum Hamburg vorkommend – auch mit den Schreibweisen Wahle, Wahlen oder Wahls – ist die Kurzform von Wolder oder Walter. Hier wird der Rufname zum Familiennamen. Außerdem ist die Abwandlung Wohler(s) bekannt.

Wahren
Der Name Wahren leitet sich von dem Begriff „Ware“ ab, „wo eine Ware fließt“. „Ware“ ist ein altes indogermanisches Wort für Wasser oder Sumpf. Hier haben wir also einen Händler.

Warband
Der Name Warband leitet sich von dem Volksstamm der Warnen ab. (Aus dem Verbund der Warnen).

Webelsiep

Hier haben wir einen zusammengesetzten Namen. Mit „Webel“ treffen wir den alten Berufsnamen der Waibels (Gerichtsdiener oder Büttel). Bei Siep, Sieben oder Siebs haben wir die Kurzform des Vornamens Siebert, Siebrand oder Siebeth. Im Namen „Webelsiep“ finden wir also einen niederen Beamten mit dem Vornamen Siebert wieder.

Wehrse
Der Name Wehr, Wehrs, Wehrse oder Weers deutet auf eine Zusammenziehung aus Weder hin, was die niederdeutsche Form des Personennamens von Widher ist.

Weidinger
Der Name Weidinger leitet sich von Weidner ab. Mit diesem Namen wird eine Wohnstätte bezeichnet. Im Mittelhochdeutschen bedeutet „wide“ soviel wie Weidenbaum.

Weinberger
Der Weinberger ist der Winzer, der den Wein an einem Berg anbaut. Dies ist ein Übername. Wir kennen einen Hansel Winbeer 1477 in Freiberg.SchlesselmannDer Name Schlesselmann leitet sich aus dem Moorort Schleeßel an der Wümme ab. Heute ist er sehr stark in Hamburg verbreitet.

Weirich
Der Name Weirich oder Weihrichbezieht bezieht sich auf den Personennamen Wirich oder Wigrich, was so viel wie „kampfmächtig“ bedeutet.

Weiß
Den Namen Weiß, Weiße oder auch Weißen gibt es auch in der Zusammenfügung Schneeweiß oder Weißhaarig. Eine solche Beifügung zum Namen diente zur Unterscheidung von gleichnamigen Personen (der weiße oder der schwarze Ewald).

Wellbrock
Der Name Wellbrock kommt im Teufelsmoor und im Elbe-Weser-Dreieck sehr häufig vor.Eine Well bedeutet quelliges Gelände oder Quelle. Dieser Name gehört zu den Wohnstätten-Namen, hieraus leiten sich zum Beispiel folgende Namen ab: Wellmann, Wellmeyer, Wellbrock, Wellsiek, Wellpoth, Wellpott. So bedeutet Wellbrock „der, der auf nassem Gelände wohnt“.

Wellpott
Der Name Wellpott kommt aus dem Westfälischen und ist eine Bezeichnung für ein quelliges Gelände oder eine Quelle. Hier ist die Herleitung des Namens mit „Wassereimer“ zu übersetzen.

Werlich
Der Name Werlich kommt in Hamburg häufiger vor. Er wird auch als Warlich genutzt und bedeutet in Mittelhochdeutsch „werelich“, das heißt soviel wie „wehrhaft oder tapfer“.

Westerwaldesloh
Dieser Name ist regionsbezogen auf den Raum Gütersloh. Der Name hat sich im 17. Jahrhundert gebildet. Die Grundform ist ein Namensgeber der jeweiligen Familie. In dieser Bedeutung haben wir hier den Grundbesitz „Wester-Waldesloh“, es wird auch einen „Oster-Waldesloh“ gegeben haben – so ist hier der Unterschied zwischen den beiden Höfen, wahrscheinlich nach einer Erbteilung. Der Hof hat vermutlich in einer niedrigen Waldgegend „Waldes-loh“ gelegen.

Widdecke
Dieser Name ist wie Wiede, Wiedt oder Wedde mit dem altsächsischen „Widu“ verwandt. Dazu gibt es zahlreiche Zusammensetzungen, die alle die Wohnstätte angeben: Wiedebusch, Wietekind, Widdecke. Sie bedeuten „Sohn des Waldes“.

Wiebke
Wiebke oder Wiebe kommt in Hamburg oft vor und ist die Kurzform für den Vornamen Wigbert, was so viel bedeutet wie „im Kampf glänzend“.

Wiechmann
Der Name Wiechmann, Wiech, Wiechern oder Wiechert ist in Hamburg zahlreich vertreten. Er war im Mittelalter (neben Wichard) der beliebteste Personenname im norddeutschen Raum. Hier wurde ein Vorname zum Familiennamen.

Wiecke
Der Name Wiecke kommt im Raum Hamburg oft vor. Er leitet sich vom altnorddeutschen Wort „wik“ für „Ortschaft“ ab.SchwendlerDer Name Schwendler bedeutet Verschwender. Wir kennen einen „Klaus der Swendler“ 1365 in Waldshut.

Winsel
Der Name Winsel leitet sich von dem Beruf des Winzers ab.

Winters
Für den Namen Winter, im Niederrheinischen Winters, wie auch Sommer und Herbst, dürften oft beruflich und sozial bedingte Beziehungen zur Jahreszeit vorliegen. Auch ist der Name in vielen Zusammensetzungen bekannt.

Wittich
Der Name Wittig oder Wittich ist sehr häufig. In der deutschen Heldensage sind Wittich und Heime bekannt als die Recken des Dietrich von Bern. Er war im oberschlesischen Raum im Mittelalter als Vorname beliebt und wird nun hier als Nachname gebraucht.

Wittpenn
Der Name „Wittpenn“ bedeutet „Weißpfennig“ und leitet sich vom Geldstück her. Es ist anzunehmen, dass der erste Namensinhaber diesen besonderen Pfennig als Steuersatz zahlen musste.

Wittschieben
Der Name Wittschieben ist ein zusammengesetzter Name aus den Begriffen „Witt“ für Weiß und „Schieben“. „Schieben“ ist oberdeutschen Ursprungs und bedeutet Stöpsel, Riegel oder Haufen. Hier haben wir sicher eine Wohnortsbeschreibung.

Wittwer
Der Name Wittke tauch in Hamburg sehr oft auf. Aus Schlesien spielt aber slawisch Wittek mit hinein. Wir kennen Wittkop(p), Wittkowski oder auch Wittkugel, dies bedeutet aus dem niederdeutschen kommend „weiße Kapuze“. Die Abwandlung Wittler, bedeutet oberdeutsch = „wohl“, was dann mittelhochdeutsch zu Witling = Wittwer wird.Wir kennen in Biberach 1407 einen Cunz Witler.

Wohltmann
Der Name Wohltmann kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet Waldmann. Auch ist eine Ableitung vom mittelhochdeutschen „wol-wille“ möglich, was für „wohlwollen“ steht.

Wölbern
Der Name Wölbern ist ein norddeutsch-friesischer Personenname mit der Variante „Wülbern“, was sich von dem Begriff „bern“ – dem Bären – ableitet.HinschingDer Name Hinsch oder Hinsche wird im Raum Hamburg oft gebraucht, es ist ein Vatername. „Hinsching“ ist die Kurzform zu Hinrich, ursprünglich Hinseke.Von

Woltmann
Der Name Woltmann kommt im Hamburger Raum sehr oft vor und leitet sich von dem niederdeutschen Wort „Wohld“ für „Wald“ ab. Hierbei könnte es sich um eine Wohnortbezeichnung, wie „am Walde wohnend“ handeln.

Worm
Der Name Worm kommt aus dem niederdeutschen und bedeutet Wurm. Wir kennen einen Johann Worm 1289 in Hamburg.

Wösner
Der Name Wösler oder Wösner bedeutet Wesler oder Wesner, den am „Wasen (Wösle) – ein Feuchtgebiet – Wohnenden“. Wir kennen Peter Weßlin 1474 bei Wangen.HildebrandtDieser alte deutsche Name setzt sich aus den Begriffen „Hild“, was soviel bedeutet wie Kampf, und „brand“ für flammendes Schwert zusammen. In der Zusammensetzung könnten wir heute den Begriff des Verteidigers einsetzen.

Wrede
Der Name Wrede kommt in Norddeutschland oft vor. Er bedeutet der Zornige, Wilde oder Grimmige.

Wüst
Der Name Wüst leitet sich aus dem mittelhochdeutschen „wueste“ ab, was soviel bedeutet wie wüst, wild oder verschwenderisch. Wir kennen einen Fritz Wüster 1395 bei Eger.


X



Y



Z
Zabell
Der Name Zabel oder Zabellus ist im Mittelalter als Vorname bezeugt und slawischer Herkunft. Wir kennen einen Zabellus Zeghevryt 1432 in Stralsund.

Zeitler

Der Zeitler oder Zeidler ist in der mittelhochdeutschen Sprache der Zideler. Dies bezeichnet einen Imker, der die Waldbienenzucht betreibt. Es gibt die Zidelweide, einen Waldbezirk zur Bienenzucht. Wir kennen einen Mitschke Zeitler 1385 in Böhmen.

Ziechner
Der Name Zi(e)chner kommt aus dem oberdeutschen-mitteldeutschen Raum. Ein Ziechner ist der Weber, der Ziechenleinwand herstellt. Ziehe, bedeutet: Deckbett oder Kissenbezug oder auch Sackleinwand.

Zimdars
Der Name Zimdars leitet sich von dem slawischen Ortsnamen in Pommern ab. Dafür ist auch der Name Zimdahl bekannt.

Zobel
Der Name Zobel meint im allgemeinen den Zobelpelz, also ein Übername des Kürschners oder Pelzhändlers, wie auch der Name Hermelin. Der Begriff ist aus dem slawischen „Sobol“ entlehnt.

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