Von fliegenden Kunstohren und Käppis
Karussells, Gastronomie, Hotel, Service – in dem größten Freizeitpark in Norddeutschland fällt natürlich jede Menge Arbeit an. Irgendwie müssen die Achterbahnen doch zum Fahren, die Karussells zum Drehen und die Schiffschaukel zum Schwingen gebracht werden. Dabei muss alles sauber und ordentlich sein und für die Sicherheit natürlich ebenfalls gesorgt werden. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, sind im Heide-Park-Resort täglich bis zu 900 Mitarbeiter im Einsatz. Die berufliche Spannweite ist immens: Für den Betrieb des Freizeitparks werden unter anderem Handwerker, Gärtner und Verwaltungsmitarbeiter benötigt. Von Isabelle Wiermann, 15 jAHRE, Edith-Stein-Schule

Heidepark-Mitarbeiter Thomas Matschenz (rechts) erzählt von seinem Alltag.
Mit Funkgerät im Einsatz
Für die Sicherheit der Großbahnen zum Beispiel sorgen gleich zwei sogenannte Supervisor. Diese kümmern sich um alles Mögliche im Bereich der Fahrgeschäfte. Immer dabei haben sie ihr Funkgerät. Darüber bekommen sie ihre Informationen und erfahren, wo sie benötigt werden. Dann heißt es loslaufen und sich um die verschiedensten Probleme kümmern. Diese können mitunter recht skurril sein. Thomas Matschenz ist Supervisor. Sein merkwürdigstes Erlebnis? „Einmal hat jemand sein Kunst-Ohr im ‚Desert Race‘ verloren“, sagt der Mitarbeiter des Freizeitparks. Sie hätten es zwar wiedergefunden, doch manche Suchaktion sei mit viel Aufwand verbunden. Umherfliegende Teile, ob Schuh, Schal oder Käppi sind von den Mitarbeitern nicht gerne gesehen. „Manche Fahrgäste werfen im letzten Moment noch ihr Käppi weg, bevor die Fahrt losgeht“, sagt Matschenz. Das Käppi wird jedoch von der Lichtschranke bemerkt. Die Schranke sichert, dass sich bei der Abfahrt kein Mensch im Bereich der Bahnen befindet und stoppt die anfahrende Bahn. Kein Vergnügen bei einer Attraktion wie der „Krake“, bei der bis zu drei Stunden angestanden werden – Verzögerungen bedeuten eine noch längere Wartezeit. Trotz fliegender Kunstohren und Käppis – Matschenz liebt Freizeitparks. „Sogar im Urlaub – dann besuche ich andere Parks“, sagt er.