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Riff-Schnorcheln und Känguru-Gucken

Nachdem wir in Cairns die Sonne, das Wasser und die Palmen genossen haben, haben wir nun pünktlich zu unserem Check-Out am Montag einen WWOOFing-Platz gefunden, wo wir für zwei Wochen unterkommen und nebenbei die natürliche Seite Australiens entdecken können. Von Torge Lütjen, 19 jahre

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Daumen hoch – alles klar am Meeresgrund: Torge beim Schnorcheln am Great Barrier Reef . Foto pr

WWOOF bedeutet Willing Workers on Organic Farms. Wer an diesem Programm teilnimmt, bekommt ein dickes Handbuch mit allen Farmen und Naturgebieten, die Backpacker aufnehmen. Wird man bei einem WWOOFing-Platz angenommen, bekommt man dort umsonst eine Unterkunft und drei Mahlzeiten, im Gegenzug hilft man dem Eigentümer bei seiner täglichen Arbeit. Wir versuchten bei circa 20 Plätzen unser Glück, hatten allerdings Pech, da momentan kaum jemand Unterstützung braucht. Letztendlich hatten wir noch Glück, als wir bei deutschsprachigen Familie anriefen. Sie wohnen in Kuranda, einem 750 Einwohner zählenden Dorf im Regenwald, und benötigten noch ein paar Arbeitskräfte. Ein Blick auf die Homepage dieses Dorfes brachte uns viel Vorfreude ein.

Wunderschöne Natur

Der Regenwald um Kuranda ist bekannt für besonders farbenprächtige Tiere und wunderschöne Natur. Besonders gespannt waren wir natürlich auf die Arbeit, die uns dort erwartet, und natürlich freuten wir uns auch, dass wir endlich mal wieder normale Küche genießen dürfen. Nach nur zwei Wochen in Australien muss ich zugeben, dass ich mich sogar über eine Rindfleischsuppe meiner Mutter freuen würde, die ich sonst immer verabscheute.

In Kuranda angekommen, wurden wir dann von einer freundlichen Frau auf Deutsch empfangen, und dann ging's ab in unser Zuhause für zwei Wochen. Das Haus liegt mitten im Wald, angrenzend an einem Nationalpark, es gibt nur Solarenergie und Regenwasser (welches zu Trinkwasser gefiltert wird) und rund herum Natur. Dennoch kann man sich hier wunderbar wohl fühlen. Morgens können ab und zu Kängurus entdeckt werden, es ist angenehm warm und das Haus ist auch sehr schön eingerichtet. Da es am Haus aber noch viel zu tun gibt, ist das auch unsere Arbeit für die nächsten zwei Wochen. Die Terrasse abschleifen, Wände verputzen und sonstiges. 24 Stunden sollen wir in der Woche arbeiten, der Rest steht uns frei zur Verfügung.

Rundfahrt auf der Ladefläche

Der Vater der Familie hat uns dann gleich einmal auf seine eigene Art und Weise den anliegenden Nationalpark gezeigt. Mit seinem alten Truck fuhr er uns – während wir uns stehend auf der Ladefläche befanden – durch den Park, der von kleinen Bergen und Schluchten geprägt ist. Das Gefühl lässt sich ungefähr so beschreiben, als würde man ungesichert Achterbahn fahren.

Unsere erste Beschäftigung war es dann, die Regenrinnen rund ums Haus zu säubern und anschließend ein feines Gitter über diesen zu befestigen und mit Silikon zu fixieren, sodass kaum noch grober Schmutz in die Regenwasserleitung gelangen kann, wodurch die Filteranlage reibungsloser funktioniert. Als nächster Job folgte eine sehr kraftraubende Arbeit im Wald. Ein Weg zu einer kleinen Lagune sollte entstehen, wozu erst einmal jedes Grünzeug entfernt werden und anschließend der Weg eben und sauber gemacht werden musste.

Neben der Arbeit hatten wir dennoch genug Freizeit um das Australien kennen zu lernen, das man von vielen Fotos kennt. Im Cairns Tropical Zoo sahen wir zum Beispiel eine Krokodilfütterung und konnten selbst Kängurus füttern. Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zum Great Barrier Reef. Hier schnorchelten wir und sahen faszinierende Fische und Korallen. Alles war genauso bunt, wie man es von den Fotos kannte, und für mich war schnell klar, dass dies das bisher beeindruckendste Erlebnis in Australien war.

Ich bin gespannt was mich in nächster Zeit noch so Aufregendes erwartet. Es meldet sich bald wieder euer Riff-Schnorchler Torge.

Artikel vom 31.08.11 - 06:00 Uhr
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