Discoszene Bremerhaven

Die NORDSEE-ZEITUNG hat das pulsierende Nachtleben Bremerhavens in einer groß angelegten Serie wieder lebendig gemacht. Die Resonanz darauf ist riesig. Alle schwelgen in Erinnerungen über die tolle Zeit, als die Nächte noch gnadenlos durchgetanzt und durchgefeiert wurden. Im „Moustache“ und in der „Haifischbar“, im „Wally“, im „Enterprise“ und im „Christopher of Bremen“ ­- den ersten Großdiskos, in den vielen wilden Kneipen in der „Alten Bürger“, im „Kraftwerk“, später im „Get Up“ und im „Ballhaus“.


Um die Serie fortzuführen, suchen wir Fotos und Geschichten aus dieser Zeit. Nutzen Sie das Formular am Ende dieser Seite, wenn Sie etwas dazu beisteuern können.

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Disco-Serie

Politischer Salon mit Zapfhahn Bremerhaven. Links an den Tischen saßen die Jungs von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), an der Theke die Jungsozialisten. Die Nachwuchsleute von DKP und SPD mussten sich irgendwie arrangieren, denn von ihrer Stammkneipe wollten beide Gruppen nicht lassen. Obwohl es dort verdammt eng zuging, denn auch die Jazz- und Folkszene hatte den „Keller“ in der Ulmenstraße für sich entdeckt. Von Rainer Donsbach weiter

Deutschen Garten

Feiern auf Teufel komm raus Bremerhaven. Als die großen Passagierschiffe und Truppentransporter die Columbuskaje noch im Tagesrhythmus ansteuerten, dampften die Flaggschiffe des Bremerhavener Nachtlebens mit rauschender Bugwelle durch die wilden 50er Jahre. Dazu gehörte auch der „Deutsche Garten“ an der Hafenstraße, der über 20 Jahre später als „Blow Up“ und „Kraftwerk“ sogar noch Discogeschichte schrieb. Von Rainer Donsbach weiter

Sanssouci

Von Elvis bis La Traviata Mitte. Steig in das Traumboot der Liebe. Nicht mit Caterina Valente, auch nicht mit Cindy & Bert. Manni Müller hieß der Star im „Sanssouci“, dem der nach 20 Jahren in seine Heimat zurückgekehrte Weltenbummler 1985 zu neuem Glanz verhalf. Abend für Abend stand der Mann dort auf der Bühne. Mit einem Programm von Elvis bis La Traviata. Von Rainer Donsbach weiter

Atom-Anita

Die Schöne und das Biest Bremerhaven. Die eine hochelegant, teure Kleider, teurer Schmuck, bezauberndes Lächeln. Die andere eine Wuchtbrumme, ausgestattet mit ansteckendem Mutterwitz und jeder Menge Holz vor der Tür, wie man damals zu sagen pflegte. Elfie und „Atom-Anita“ – zwei prägende Frauengestalten aus einer Zeit, in der rund um die Rickmersstraße das Herz eines heute unvorstellbaren Nachtlebens schlug. Von Rainer Donsbach weiter

Frizz

Jahrmarkt der Eitelkeiten Bremerhaven. Die Reichen und die Schönen: Das, so Reinhard Ströhl augenzwinkernd, sei die Zielgruppe gewesen. Reich waren sie zwar nicht alle, die das „Frizz“ in der „Alten Bürger“ zum Feiern und Schaulaufen ansteuerten. Aber schön war‘s schon. Endlich eine Kneipe, die hell und modern eingerichtet war, auf Gardinen und Trockenblumen-Gestecke verzichtete und zum Jahrmarkt der Eitelkeiten taugte. Von Rainer Donsbach weiter

Tour de Force

Der Pinguin im Kühlschrank Bremerhaven. Im Schlafanzug in die Striptease-Bar? Rainer Scheele hat das erlebt. Auch die Geschichte mit dem Pinguin, der plötzlich im „Deutschen Garten“ auftauchte. „Und ich war wirklich nicht betrunken“, versichert er. Auch vom „Christopher of Bremen“ kann Scheele ein Lied singen. Dort hatte seine Tour de Force durch die Nachtklubszene der Seestadt begonnen. Von Rainer Donsbach weiter

Ballhaus

Grace Jones in Blond Bremerhaven. 1,80 groß, Brikettfrisur, Smokingjacke, enge Hosen bis zum Knie, Spitzenstrümpfe, Cowboystiefel – Grace Jones in Blond. Als erste weibliche Türsteherin in einer Bremerhavener Disco war Jessica Janssen die Idealbesetzung. Solange sie am Eingang des „Ballhauses“ stand, gab‘s im Laden keinen Ärger. Von Rainer Donsbach weiter

Insel-Bar

Asbach in der Schweinebucht Bremerhaven. Die Schweinebucht war nicht nur der Ort, an dem amerikanische Invasoren in Kuba ein Debakel erlebten. So hieß auch ein Stück Theke, an dem sich Linksintellektuelle, Jazzliebhaber, Unternehmer und Gymnasiasten die Kante gaben. „Da gehen die Exis hin“, wurde in der übrigen Szene über die „Insel-Bar“ in der Bremerhavener Straße geraunt. Die Existenzialisten. Von Rainer Donsbach weiter

"Ziege" und "Blacky"

Springsteen für die „Green Knights“ Bremerhaven. Bei dem einen ging sie 1988 bei einem Feuer in Rauch auf. Beim anderen ersoff sie vor ein paar Jahren in den Fluten eines Rohrbruchs: Der Verlust ihrer Plattensammlung war für „Blacky“ und „Ziege“ einer der schwärzesten Tage ihres Lebens. Beide Discjockeys und Barbesitzer. In einer Zeit, als die neue Rockmusik zum Soundtrack einer neuen Generation wurde. Von Rainer Donsbach weiter

Die "Sportklause"

Schlägerei mit Abendkleid Bremerhaven. Schmutzig, verrufen, gewalttätig: Auf viele Nachtschwärmer in den 60er Jahren hat das Ambiente der „Sportklause“ in der Rickmersstraße eine magische Anziehungskraft gehabt. „Besonders auf Frauen“, sagt Irmgart Frommer, die mit ihrem Mann Hans zu jener Zeit das Hotel „Metropol“ betrieb. Von Rainer Donsbach weiter

Discothek Broadway

Disco statt Tango im Capitol Bremerhaven. Disco statt Tango: Aus der Tanzschule Mohr in der Hafenstraße wurde 1988 eine der größten Discos der Stadt – das „Broadway“. Mit den Umbauarbeiten wurde begonnen, während das dahinter gelegene „Kraftwerk“ bereits in den letzten Zügen lag. Doch dem neuen Tanzpalast war nur eine kurze Blüte beschert. Von Rainer Donsbach weiter

Seebeck am Markt

Rocken in Schlips und Anzug Bremerhaven. „A-wop-bop-a-loo-lop a-lop bam boo!“: Der Schlachtruf von Little Richard elektrisierte in den 60er Jahren auch die Bremerhavener Jugendlichen. Aus der Haut fuhren sie zum neuen Klang des Rock‘n‘Roll am liebsten bei „Seebeck am Markt“, einem zum Tanzpalast umgebauten ehemaligen Hotel am Leher Altmarkt. Von Rainer Donsbach weiter

Blinkturm

Leichte Mädchen und Hackepeter Bremerhaven. Die Seeleute, die Amis, die Nutten, die Polizisten, der Bürgermeister: Im „Blinkturm“ waren sie alle. „Berührungsängste gab‘s da nicht“, erinnert sich die frühere Barfrau Maria Dreimann an das legendäre Tanzlokal in der Wülbernstraße. „Wir fühlten uns alle wie eine große Familie.“ Von Rainer Donsbach weiter

Nachtleben 1957

„Sputnik“ landet an der Geeste Bremerhaven. Als die Russen am 4. Oktober 1957 den ersten künstlichen Satelliten in eine Erdumlaufbahn schossen, war die Welt geschockt. Nicht aber Christian Helmers. Der taufte sein neues Tanzlokal „Zum Sputnik“ und war damit zeitgeistmäßig ganz weit vorne. weiter

Billy Moffett

Der Stadtrat im Playboy Club Als Pornoläden noch „Fachgeschäft für Ehehygiene“ hießen, redete Billy Moffett nicht lange drumherum. Sein legendärer „Playboy Club“ in der Langen Straße signalisierte schon von weitem, was dort zu erwarten war: Halbnackte Mädels, Striptease, erotische Filmchen, Apothekerpreise. Und jede Menge Spaß, wie die Gäste von damals in Folge 10 unserer Serie über das Nachtleben versichern. Von Rainer Donsbach weiter

Familiäres Vergnügungsviertel

„Eine herrlich unbeschwerte Zeit“ Bremerhaven. Die gute alte Zeit: Das waren für viele Leser jene Jahre, als die Jungs noch Schlips und Anzug trugen und den Mädchen aus dem Mantel halfen. Als es im Leher Vergnügungsviertel noch relativ familiär zuging und niemand auf dem Weg nach Hause Angst haben musste. Um diese Zeit, die späten 50er und die 60er Jahre, geht es im 10. Teil unserer Serie. Von Rainer Donsbach weiter

Unvergleichlicher Szenetreffpunkt

Die Mutter aller Szenekneipen Bremerhaven. Eine Szenekneipe macht dicht, und ein Proteststurm bricht los. Über 1000 Jugendliche ziehen durch die Alte Bürger, es kommt zu Krawallen und Plünderungen, Steine, Feuerwerkskörper und Bierflaschen fliegen gegen Polizeibeamte. Das alles ist wirklich passiert. Im Januar 1989. Als das „Wally“ schloss. Von Rainer Donsbach weiter

Das sogenannte Petroleum-Viertel

Das Mädchenheim hinter der „Grotte“ Bremerhaven. Die NZ-Serie über die Discoszene in Bremerhaven hat auch die Vor-Disco-Generation ins Schwärmen gebracht. Immer häufiger erreichen uns daher auch Fotos und erinnerungsselige Berichte jener Jahrgänge, die sich in den 50er und frühen 60er Jahren ins Nachtleben gestürzt haben. Von Rainer Donsbach weiter

Handgemachte Mukke

Soul und unkeusche Nächte Bremerhaven. Von der Geeste bis ins tiefste Lehe: Diesen Trail haben Szenegänger in den 70er Jahren nur allzu gerne auf sich genommen. Livemusik-Kneipen, Tanzschuppen, Psychedelic-Höhlen, Discotheken und Absackerklubs: Von solch einer Vielfalt können Nachtbummler heute nur träumen. Von Rainer Donsbach weiter

Im Disco-Himmel

„Beam me up, Scotty“: Das Enterprise Bremerhaven. „Beam me up, Scotty“: Das Kommando aus der Science-Fiction-TV-Serie „Star Trek“ ist als Bonmot Bestandteil der Popkultur geworden. In Bremerhaven hob das Raumschiff Enterprise ab 1985 jedes Wochenende in der Grazer Straße ab. Die Besucher konnten sich von einer spektakulären Lightshow in den Discohimmel beamen lassen. Von Rainer Donsbach weiter

Im Wandel der Zeit

Wo der Schweiß von der Decke tropfte Bremerhaven. Rock, Soul und Funk veränderten in den 70er Jahren auch traditionelle Jazzclubs wie das „Chico‘s Place“ in der Rickmersstraße. Das neue Publikum setzte sich vorwiegend aus Afro-Amerikanern aus der US-Kaserne in Weddewarden und jungen Bremerhavenern zusammen. Gleich daneben etablierte sich zur selben Zeit die „Oase“ als kleiner, aber feiner Soul-Schuppen. Von Rainer Donsbach weiter

Grundstein der Kneipenszene

Frühes Discofieber im „Angelique“ Bremerhaven. Disco-Fieber? Lange her, sollte man meinen. Doch ein am Heiligabend erschienener Artikel in der NORDSEE-ZEITUNG („Saturday Night Fever in Fishtown“) hat die Erinnerungen vieler Leser an die Glanzzeit der Tanzschuppen und den damaligen Zeitgeist wieder entfacht. Heute geht es um die Anfänge der später explodierenden Kneipenszene in der „Alten Bürger“. Von Rainer Donsbach weiter

Heiratsvermittlung mal anders

Jeden Abend Livemusik in der „Roxy-Bar“ Bremerhaven. Als die späteren Großdisco-Besucher noch in den Windeln lagen, tobte auch in den Tanzbars der 60er Jahre schon das Nachtleben. Die Erinnerungen daran sind durch einen Artikel in der NORDSEE-ZEITUNG („Saturday Night Fever in Fishtown“) bei vielen Lesern neu entflammt. weiter

Sehnsucht nach alten Zeiten

In Erinnerungen schwelgen Bremerhaven. „Saturday Night Fever in Fishtown“: Der Artikel über die Entstehung und die Blütezeit der Discoszene in Bremerhaven hat bei vielen Lesern offenbar genau den Nerv getroffen. Gemeinsam wurde in Erinnerungen geschwelgt und in alten Fotokisten gekramt. Die NORDSEE-ZEITUNG will all diese Berichte und Bilder sammeln, um das Nachtleben seit den 60ern noch ausführlicher zu dokumentieren. weiter

Discotheken-Szene

Saturday Night Fever in Fishtown

Bremerhaven. Das „Moustache“, die „Haifischbar“, für die Schlagerfuzzis das „Christopher of Bremen“: Die Wiege der Bremerhavener Discoszene lag rund um die Grazer Straße. 1968 kam hier zum ersten Mal der Soundtrack einer neuen Generation auf den Plattenteller.

Rainer Donsbach weiter

Die Blütezeit der Tanzschuppen

„Seitdem nie wieder Haarspray benutzt“ Bremerhaven. In den Achtzigern als Mitglied der Band Style sah er aus wie Mr. Disco persönlich. Heute trägt Robert Hardt zwar keine Lockenpracht und keine Glitzer-Jackets mehr. Doch die Liebe zur Tanzmusik jener Zeit ist ungebrochen. Der Musikproduzent ist europaweit ein gefragter Spezialist, wenn es gilt, den Sound jener Zeit authentisch wieder aufleben zu lassen. weiter
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