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„Wir sind auf einem guten Weg“

Bad Bederkesa. „Neuer Mut und Zuversicht statt Verunsicherung und Resignation“: Diesen Stimmungsumschwung sieht Samtgemeindebürgermeister Sven Wojzischke im Rückblick auf 2011. Den Hauptgrund dafür macht er in der sich anbahnenden Fusion mit der Stadt Langen, den erwarteten Entschuldungs-Millionen und der schon jetzt spürbar wiedererlangten Handlungsfähigkeit. Mit dem Christdemokraten sprach unser Redakteur Andreas Schoener über ein ereignisreiches Jahr.

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Ein wichtiger Tag im Jahresrückblick von Samtgemeindebürgermeister Sven Wojzischke: Im Juli 2011 war Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU, rechts) zu Gast im Amtsgarten, um den Zukunftsvertrag zur Fusion von Langen und Bad Bederkesa zu unterzeichnen. Fotos NZ-Archiv

Welche Bedeutung hat für Sie die Unterzeichnung des Zukunftsvertrages im Amtsgarten?

Durch dieses Vertragswerk sind neue Grundlagen und Perspektiven für unsere Zukunfts- und Handlungsfähigkeit geschaffen worden. Die millionenschwere Entschuldungshilfe aus Hannover und die Kooperation unserer Kommunen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Politik und Verwaltung haben bereits in den letzten Monaten die Zusammenarbeit deutlich intensiviert.

Ist die Fusion auf gutem Kurs?

Wir haben zwar noch viel Arbeit vor uns, aber die Fusion ist auf gutem Weg. Die Gemeinden behalten ihre Identität, Haushaltskassen werden entlastet. Wir können wieder etwas für die Infrastruktur und damit für die Menschen in unserem Beritt tun.

Was hat die Samtgemeinde in diesem Jahr unternommen, um Infrastruktur zu stärken?

Da ist eine Menge geschehen, natürlich auch mit Hilfe von Fördergeldern des Landes und des Bundes. Denken Sie beispielsweise an die Sanierung der Grundschule in Bad Bederkesa für mehr als 470 000 Euro. Wir haben weiterhin erheblich in die Ausstattung der Feuerwehren investiert. So gab es ein neues Einsatzfahrzeug in Fickmühlen, das Gerätehaus der Ortswehr Lintig wurde saniert, für die Köhlener Wehr wurde eine Abgas-Absauganlage angeschafft. Die 13 Wehren in der Samtgemeinde mit ihren über 500 ehrenamtlich Aktiven haben Unterstützung verdient. Auch in der Präventions- und Jugendarbeit ist mit einem großen Netzwerk wieder viel erreicht worden.

Apropos: Mir sind viele große und kleine Baustellen aufgefallen, zum Beispiel der zweite Bauabschnitt für die „Neue Seelust“. Boomt es jetzt in Bederkesa?

Das Engagement öffentlicher und privater Bauherren ist ein Zeichen für Vertrauen in den Standort. Die Erweiterung des Niedersächsischen Internatsgymnasiums für neun Millionen Euro und der Ausbau des Evangelischen Bildungszentrums für fast drei Millionen Euro sind großartige „Bausteine“ für die Zukunft. Auch viele private Bauten wie landwirtschaftliche Ställe, Hallen und Biogasanlagen sowie Einfamilienhäuser und Gewerbebauten sind positiv zu sehen. Sie stärken auch das hiesige Handwerk. Zudem wurden durch KMU-Fördermittel heimische Firmen gestärkt. Sie konnten neue Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.

Was denken Sie über die Entwicklung des Amtsgartens?

Die Übernahme des Amtshauses und der Amtsscheune durch den Förderverein Ambiente und den Verschönerungsverein ist gut angelaufen. Die kulturelle und touristische Nutzung der Gebäude bleibt für die Öffentlichkeit erhalten. Doch die Bürger, die sich am See engagieren, müssen weiter unterstützt werden.

Wo sehen Sie die Schwerpunkte fürs nächste Jahr?

Wir müssen zunächst die Fusion mit der Stadt Langen wie vereinbart weiter vorantreiben. Im ersten Quartal stehen in allen neun Räten die Beschlüsse zum Gebietsänderungsvertrag an. Zudem ist für einen Neubau des Feuerwehrhauses der Ortswehr Bad Bederkesa die Planung zu erarbeiten. Die Grundschule Elmlohe/Drangstedt beabsichtigt, die Offene Ganztagsschule einzuführen. Hier werden wir als Schulträger natürlich unterstützend zur Seite stehen. Auch zur Zukunft der Grundschule Lintig werden wir uns positionieren. Im Baubereich setzen wir alles daran, den Neuenwalder Weg zwischen Flögeln und Neuenwalde zu sanieren.

Welche Rolle spielen die Windparks, die im Zuge des überarbeiteten Raumordnungsplanes errichtet werden sollen?

Eine große. Der Windpark in Flögeln soll mit größeren Anlagen bestückt werden, dann sollen drei neue Parks in Alfstedt, in Köhlen und in Meckelstedt entstehen. Mit dieser Form regenerativer Energie können wir nicht nur die heimische Landwirtschaft stärken, sondern auch die Einnahmen für öffentliche und private Kassen. Nicht zu vergessen: Wir unterstützen die Energiewende mit sauberer Energieerzeugung. Wer dies will, der muss dazu deutlich „Ja“ sagen – auch da sind Bürgermeister Thorsten Krüger und ich uns einig.

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Samtgemeindebürgermeister Sven Wojzischke sieht einen positiven Stimmungswandel in Beers.
Artikel vom 30.12.11 - 12:00 Uhr
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